HOFFNUNG FÜR DIE GRAUEN RIESEN ?

Die 1. Vorsitzende des Vereins “Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“,
Barbara Voigt-Röhring, zu den aktuellen Entscheidungen
der CITES-Konferenz in Bangkok

CITES-Delegierte gegen Elfenbein-Export aus Namibia

Auf der diesjährigen CITES-Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Bangkok konnte nach einem Bericht des WWF ein erster Erfolg gegen eine erneute Aufweichung des seit 1989 bestehenden Handelsverbots für Elfenbein erreicht werden.
Nachdem Südafrika, Botswana und Namibia auf der CITES-Konferenz 2002 eine begrenzte Export-Erlaubnis für insgesamt 60 Tonnen ihrer Elfenbein-Vorräte erteilt wurde, holte sich Namibia jetzt eine Abfuhr. Das südafrikanische Land hatte auf der diesjährigen Konferenz eine jährliche Exportquote von 2.000  Kilogramm Roh-Elfenbein beantragt. Laut WWF wurde dies von den Delegierten “klar abgelehnt“. 
Der Verein “Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“  begrüßt diese Entscheidung.  Die Elfenbeinwilderei, die in den 80er Jahren ihren traurigen Höhepunkt erreicht hatte, bedeutet nach wie vor eine existenzielle Bedrohung für die Grauen Riesen. Der im Februar dieses Jahres verstorbene REA-Gründer Hans-Helmut Röhring hat immer wieder vor einer Lockerung des Handelsverbots gewarnt. Denn: “Die Erfahrung der Vergangenheit hat gelehrt, dass selbst partielle Handelsgenehmigungen für Elfenbein stets zum Wiederaufleben der Wilderei führten.“

Deshalb wäre es nur konsequent gewesen, wenn in Bangkok auch eine von Kenia vorgelegte Resolution  eine Mehrheit gefunden hätte.  Wie der Internationale Tierschutz-Fonds IFAW aus Bangkok berichtet, hatte der ostafrikanische Staat vergeblich gefordert,  die von einigen wenigen Ländern beantragten Lagerverkäufe von Elfenbein für sechs Jahre aufzuschieben. Damit sollte Zeit gewonnen werden, um jeden illegalen Handel nachhaltig zu bekämpfen. Peter Pueschel, Leiter der IFAW-Delegation in Bangkok: “Vor allem in Zentral- und Westafrika dürften einige Elefantenbestände wieder das Ziel von Wilderei werden und bald für immer verlorengehen.“
Mit dem Appell “Only Elephants Should Wear Ivory“ – Nur Elefanten dürfen Elfenbein tragen! – will der Verein “Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“ seit seiner Gründung REA-Mitglieder und Pateneltern des Projekts “Mein Patenkind heißt Jumbo“ von der Notwendigkeit eines internationalen Elfenbein-Boykotts überzeugen. Damit Afrikas Grauen Riesen eine Zukunft haben.

Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im August 2004

Nairobi-Nursery

Das aufregendste Ereignis des Monats war die Ankunft der 14 Monate alten Galana*, einer Waise, die von Park-Besuchern im dichten Buschwerk am Galana River entdeckt worden war – nahe bei einer Gruppe von 15 Löwen. Man alarmierte die Wildlife-Behörde, die sofort den Mobilen Tierarzt-Einsatzwagen schickte. Das Elefantenmädchen war für sein Alter ziemlich groß, hatte aber noch keine Stoßzähne, so dass man sie auf etwa 14 Monate schätzte. Galana wurde in die Nairobi-Nursery geflogen. Sie gebärdete sich ziemlich wild und verängstigt – war aber ganz ausgehungert nach Milch, die sie zwischen den Angriffen auf die Keeper gierig schluckte. Am nächsten Morgen konnte sie allerdings vor Schwäche nicht allein aufstehen, und es waren sechs Keeper nötig, um sie auf die Beine zu bringen. Anschließend bekam sie spezielle Aufbau-Milch, die auch ihre Wirkung nicht verfehlte. Nach einem weiteren Tag in den Stockades war sie bereits so ruhig, dass sie mit den anderen hinaus gehen konnte, und nach 10 Tagen fing sie sogar an, mit den anderen zu spielen, was für uns immer ein sehr gutes, beruhigendes Zeichen ist. Obwohl noch ziemlich dünn und ausgezehrt, ist Galana schon ein richtiges Mitglied der kleinen Nursery-Herde und der besondere Liebling von Ndomot. „Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im August 2004“ weiterlesen

Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juli 2004

Nairobi-Nursery

Das gravierendste Ereignis dieses Monats war die dramatische Rettung eines 18 Monate alten Elefantenbabys aus dem Pelican-Sumpf des Amboseli-Nationalparks. Dieses Kalb war offensichtlich verwaist und hatte drei Speerwunden auf der linken Körperseite. Einige Masai-Jugendliche hatten offenbar wieder einmal ihren so genannten „Mut“ beweisen wollen… „Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juli 2004“ weiterlesen

Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juni 2004

Nursery-Elefanten

Der 18. Juni war ein denkwürdiger Tag, der das Leben von sechs unserer Nursery-Elefanten entscheidend verändert hat, denn Napasha, Wendi, Tomboi, Olmalo, Taita und Selengai wurden von der Nursery nach Ithumba im Norden von Tsavo East gebracht, wo sie auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet werden. (Über den Umzug haben wir gesondert ausführlich berichtet). „Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juni 2004“ weiterlesen

18. Juni 2004 – Der große Tag des Umzugs ist da:


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Napasha, Tomboi, Olmalo, Taita, Wendi und Selengai gehen von der Nairobi Nursery nach Ithumba, und Mulika, Nasalot, Yatta und Kinna gehen von Voi nach Ithumba.

Diesem Umzug der sechs Nursery-Elefanten nach Ithumba  im Norden des Tavo-Ost Nationalparks zusammen mit einem Teil der Voi-Gruppe gingen sehr umfangreiche und schwierige Planungen und Überlegungen voraus. Die Erstellung der Infrastruktur in Ithumba war eine enorme Herausforderung – nicht zuletzt auch in finanzieller Hinsicht, da die Gegend sehr abgelegen ist, kaum  Kommunikationseinrichtungen hat, und das – für Elefanten lebensnotwendige Wasser – ist auch sehr knapp. Für Imenti gab es schon ein Gehege, umgeben von einem  Elektrozaun, aber es mussten noch Unterkünfte für die Keeper sowie Lagerraum für Milch und Medikamente errichtet werden, ebenso Regenwasser-Auffangtanks, Wasserlöcher usw., usw. Außerdem musste an der Nordgrenze des Parks noch ein Elektrozaun gebaut werden, damit die Elefanten nicht auf die benachbarten Felder wandern, von denen sie Farmer mit gefährlichen Schreckschüssen vertreiben würden.

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