Mumbushis Rettung

Am Mittag des 4. Juli wurde Edwin Kinyanjui, der Senior Wildlife Officer im Bill Woodley Mt. Kenya Trust und Retter von Elefantenwaise Kenia, von einem Viehhirten benachrichtigt, der im Wald in der Nähe des Hombe-Flusses ein einzelnes Elefantenbaby gesehen habe. Gemeinsam mit Rangern des Kenya Wildlife Service hatte er das Kalb beobachtet und gehofft, die Mutter würde zurückkehren. Als dies nicht geschah, rief Robert O’Brien, der Leiter des KWS im Mt. Kenya Nationalparks, der vorher in Tsavo tätig war und das Waisenprojekt daher gut kannte, bei uns an, und die Rettung wurde eingeleitet.

Abdi and Leleruk who fly to the Nanyuki airstrip to take over the rescue of the calf from KWS inspect his wound

 

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Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe

Am 19. Juni 2011 berichteten uns Touristen von einem einsam umherwandernden Elefantenkälbchen in der Masai Mara, an einem Ort namens OleSukut (“Salziger Ort“). Das Kälbchen wurde in der Nähe der Ololoo-Berge eingefangen und das Nairobi-Rettungsteam mobilisiert. Bei dem Kälbchen handelte es sich um einen jungen Bullen mit ca. 5 bis 7 cm langen Stoßzähnen. Er kam noch am gleichen Tag gegen 17.30 Uhr in der Nairobi-Nursery an und war dehydratisiert, schwach und sehr dünn. Sein Kot war außerdem voll mit Würmern. Offenbar war er schon längere Zeit ohne seine Mutter unterwegs. Im ‚Zähmungs’stall wurde er losgebunden, und am Abend wurden die anderen Elefanten der Nursery nach und nach vor seinen Stall gebracht, wo sie ihre Milch bekamen. Wir wollten, dass er versteht, dass er nicht alleine war. Er hatte verstanden und gewöhnte sich erstaunlich schnell ein. Schon am nächsten Morgen trank er aus der Milchflasche, die ein Keeper in der Hand hielt. Er saugte an den Fingern des Keepers und war sehr ruhig – nicht immer ein gutes Zeichen bei einem Elefantenwaisen in diesem Alter. Wir nahmen an, dass es ihm schlechter ging und gaben ihm sofort eine Infusion, und glücklicherweise veränderte sich sein Zustand nicht.

ololoo

Der Neuankömmling wurde zuerst ‚Eru‘ genannt, ein Masai-Wort für ‚Gefährte‘. Diejenigen, die ihn gefunden hatten, und auch die Keeper wollten ihn aber später umbenennen in ‚Ololoo‘, nach dem Ort, wo man ihn in der Masai Mara gerettet hatte. In der Sprache der Masai bedeutet Ololoo ‚Das Ende der Welt‘. Alle fanden Gefallen an diesem Vorschlag, vor allem, da er in gewisser Weise wohl auch ein Zungenbrecher für die künftigen Paten werden würde!

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Der Tod von Loisaba

Der plötzliche Tod der 13-jährigen Loisaba war für den Trust eine schmerzliche Tragödie. Loisaba wurde als 2-jährige Elefantenwaise auf der Loisaba Ranch in Laikipia gerettet und direkt in das Voi-Auswilderungszentrum geflogen. Dort wuchs sie unter der Obhut von Leitkuh Malaika auf, die wir später während einer Schwergeburt verloren haben. Loisaba vermisste Mailaka anfangs furchtbar, integrierte sich aber nach und nach in Emilys Gruppe und den Ex-Waisen, wo sie ein ganz normales Leben als wilde Elefantenkuh führte. Die Herde wurde Teil der Elefantengemeinschaft im Nationalpark Tsavo East und Loisaba später Kindermädchen von Emilys Kälbchen Eve.

riploisaba

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Umzug der Elefanten-Waisen

Der 13. Mai 2011 war ein weiterer wichtiger Tag in der Nairobi-Nursery, denn wieder einmal sollten drei Elefantenwaisen nach Ithumba in den Nationalpark Tsavo-Ost umziehen. Jetzt waren Olare, Kibo und Kandecha an der Reihe. Sie würden ihre ehemaligen Nursery-Freunde Kilaguni, Sabachi, Chaimu, Melia, Suguta und Tumaren wieder sehen. Außerdem erwartete sie ein Waisenelefant aus der Region Ithumba, das die Nursery übersprungen hatte und direkt in Ithumba untergebracht wurde – die kleine Ithumba.

Murka, Kitirua, Naisula move.jpg (6)

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