Samstag, 5. Dezember 2020
Ein Pavian lief heute an Alamaya und Mwashoti vorbei, die gerade Zweige von den Bäumen abbrachen, und die beiden machten sich daran, den Affen bis zu seiner Gruppe zurück zu scheuchen. Ihre Meinungsverschiedenheit von gestern scheint vergeben und vergessen zu sein, und die zwei Jungs feierten ihre gelungene Pavian-Jagd mit allerlei aufgeregtem Getröte und Gestampfe im Gebüsch!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.12.2020
Freitag, 4. Dezember 2020
Heute gerieten Mwashoti und Alamaya aneinander; die beiden waren beste Freunde, bevor Alamaya sich den Auswilderern anschloss, aber offenbar hatten sie heute eine Meinungsverschiedenheit! Alamaya hatte anscheinend versehentlich mit seinem Stoßzahn Mwashoti im Gesicht erwischt, und Mwashoti revanchierte sich, indem er Alamayas Schwanzstummel mit dem Rüssel festhielt. Das kann Alamaya gar nicht leiden, und so verwickelten sich die beiden schnell in einen ausgewachsenen Streit. Sonje und Quanza wollten die Gemüter beruhigen, aber bei der Rangelei stieß Mwashoti sogar Alamaya zu Boden! Die Keeper eilten herbei und versuchten ebenfalls, die Streithähne auseinander zu bringen. Alamaya rappelte sich wieder auf und schien immer noch sehr ärgerlich mit Mwashoti zu sein. Mwashoti zog sich dann zurück und konzentrierte sich aufs Grasen, und als es am Abend zurück nach Hause ging, waren die Wogen offenbar wieder geglättet.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.12.2020
Donnerstag, 3. Dezember 2020
Die sechs auswildernden Waisen haben inzwischen ihre besonderen Besuchszeiten bei der Waisenherde. Zongoloni kommt mit ihren drei Jungs Faraja, Jasiri und Ziwa häufig nachts zur Auswilderungsstation, und manchmal haben sie eine wilde Kuh mit einem kleinen Baby dabei, für das Zongoloni wohl gerne Kindermädchen spielt! Im Morgengrauen, wenn die Keeper die Milch für die Waisen vorbereiten, verabschieden sie sich dann wieder, und Alamaya und Ngasha besuchen die Herde, um sie tagsüber zu begleiten. Murera und Sonje sind allerdings etwas genervt von Ngasha, der häufig versucht, auf Enkesha herumzuklettern. Die Keeper schimpfen dann immer mit ihm und schicken ihn weg, und auch die beiden Leitkühe verbünden sich immer wieder gegen ihn. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass er nicht mehr mit den anderen vier unterwegs ist – Zongoloni versteht bei solchem Unsinn sicherlich keinen Spaß und würde nicht zögern, ihm eine Lektion zu erteilen!
Die Waisen im Februar
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Februar 2021
Gleich am ersten Tag des Monats wurde ein Team erfahrener Keeper auf eine Rettungsaktion auf die El Krama Ranch in Laikipia gesandt. Seit geraumer Weile wurde immer wieder ein einsames Elefantenbaby gesichtet, dessen Hinterläufe o-beinig waren. Dadurch konnte es schlechter laufen und wurde vermutlich von seiner Familie zurückgelassen oder konnte schlichtweg nicht mehr mithalten. Das Personal der Farm hatte ihn immer wieder beobachtet und darauf gehofft, daß seine Familie zurückkommen würde. Nach einigen Wochen wurde klar, daß das nicht mehr passieren würde und er Gefahr lief, von Raubtieren getötet zu werden. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.11.2020
Samstag, 28. November 2020
Mwashoti, Alamaya und Ngasha waren heute kaum zu bremsen, und sie gingen tief in den Wald hinein und kümmerten sich nicht weiter um die anderen. Den ganzen Vormittag futterten sie im dichten Grün, bis Alamaya und Ngasha nach der Mittagsfütterung ihrer eigenen Wege gingen und Mwashoti bei der Herde ließen.

