Montag, 28. September 2020
Am Morgen kam ein wilder Bulle zu den Stallungen, begleitet von Alamaya. Alamaya scheint in der Wildnis immer wieder neue Freunde zu finden, auch wenn er es offenbar vorzieht, allein unterwegs zu sein. Der Bulle blieb den ganzen Tag bei der Herde; er gab acht, nicht zu nahe zu kommen, aber schien trotzdem neugierig zu sein, warum diese Elefanten mit den Menschen herumliefen. Ziwa, der mittags zum Staubbad gekommen war, versuchte, ihn zu ein paar Spielen zu überreden, aber er schien kein Interesse zu haben. Sonje und Murera hielten sich von ihm fern und passten auf, dass Luggard ihm nicht zu nahe kam. Zongoloni behielt ihrerseits Enkesha im Auge, und auch die Keeper blieben wachsam. Als es am Abend zurück zur Auswilderungsstation ging, kam der wilde Elefant ebenfalls mit. Jasiri hatte sich zum Beschützer der Waisenherde aufgeschwungen und begleitete sie bis zurück zu den Stallungen. Als der wilde Bulle dort das Tor erreichte, kehrte er schließlich wieder um und verschwand im Wald.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.09.2020
Samstag, 26. September 2020
Die Waisen nahmen heute eine neue Route durch den Wald und kamen an Stellen vorbei, an denen sie noch nie zuvor gewesen waren. Als alle grasten, tauchte überraschend Alamaya auf. Er scheint öfter einmal lieber auf eigene Faust unterwegs zu sein, statt sich Zongolonis kleiner Herde anzuschließen. Murera freute sich, ihn zu sehen und begrüßte ihn herzlich. Sie passte allerdings auch gut auf, dass der übermütige Alamaya nicht ihrem Schatz Luggard zu nahe kam! Nach der Mittagsfütterung, während die Waisen sich im Schlamm wälzten, machte sich Alamaya wieder auf in den Wald. Lima Lima begleitete ihn bis zum Waldesrand und kam dann zurück zur Waisenherde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.09.2020
Mittwoch, 23. September 2020
Als die Nachteulen Faraja, Ngasha, Zongoloni, Jasiri, Ziwa und Alamaya heute Morgen nicht an den Stallungen auftauchten und sich auch zur Mittagsfütterung nicht sehen ließen, beschlossen die Keeper, mit einem Fahrzeug die Gegend abzufahren und nach ihnen zu suchen. Als sie an einem Stück dichten Waldes vorbei fuhren, kamen plötzlich Faraja und Zongoloni aus dem Dickicht heraus. Die Rasselbande kennt das Geräusch des Autos, das normalerweise die Milch bringt, sehr gut – vielleicht dachten sie, es erwartete sie eine Überraschungs-Portion Milch! Die Keeper hatten natürlich keine Milch dabei, aber alle freuten sich über das Wiedersehen. Alamaya kam als nächster heraus, und danach Jasiri, Ngasha und Ziwa. Alle sahen sie gesund und munter aus, und die Keeper konnten zufrieden wieder zurück zur Auswilderungsstation fahren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2020
Dienstag, 22. September 2020
Heute tauchte ein großer wilder Bulle beim Schlammbad auf, und er schien neugierig zu sein und die Waisenherde kennenlernen zu wollen. Sonje war das ganze nicht so recht geheuer, und sie hielt sich zurück, aber als Alamaya und Ziwa dazukamen und den Bullen begrüßten, wurde klar, dass sie sich wohl schon kannten. Offenbar ist er einer der wilden Elefanten, mit denen sich die halb-unabhängigen Waisen nachts im Wald treffen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.09.2020
Sonntag, 20. September 2020
Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, wartete ein Überraschungsbesucher an der Auswilderungsstation auf sie: Alamaya, der den anderen hinein folgte und am Eingang zu seinem alten Gehege stehenblieb. Er machte ein paar Schritte hinein und schnüffelte. Vielleicht erinnerte er sich an die schöne Zeit, die er mit Murera zusammen in diesem Gehege verbracht hatte! Er bekam von den Keepern ein wenig Luzernenheu, das er sich schmecken ließ. Als die Sonne schließlich unterging, machte er sich wieder auf den Weg zurück in den Wald, um mit seinen Freunden neue Abenteuer in der Wildnis zu erleben.

