Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.08.2020

Dienstag, 4. August 2020
Seit zwei Tagen lässt Alamaya jetzt ab und zu die Milchfütterung aus, und heute schien klar, dass er sich den nächtlichen Ausreißern anschließen wollen würde. Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, hing er hinterher, da er noch mit ein paar wilden Freunden im Wald beschäftigt war. Schließlich kam er nach, aber war sich offenbar nicht sicher, ob er wirklich ins Gehege gehen sollte. Murera schaute ihm von der Auswilderungsstation eine Weile zu und verschwand dann in dem Gehege, das sich die beiden teilen. Alamaya dagegen machte kehrt und lief Zongoloni hinterher. Damit hat der Club der Nachteulen nun wohl ein sechstes Mitglied! Das ging nun doch ganz schön schnell, obwohl es sich schon seit einer Weile angekündigt hat.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.08.2020

Montag, 3. August 2020
Bei der mittäglichen Milchfütterung tauchten zwei wilde Bullen auf, was zu ein wenig Verunsicherung unter den Waisen führte. Mwashoti und Zongoloni trompeteten und ließen die Keeper und Murera damit wissen, dass sie sich zurückhalten und auf Luggard aufpassen sollten, falls die Bullen sich als unfreundlich erweisen würden. Lima Lima und Sonje standen bei den Keepern Wache, und Alamaya beschloss, einen der Bullen zu einem kleinen Ringkampf herauszufordern. Er suchte sich den kleineren der beiden aus, aber merkte bald, dass er auch noch viel zu groß für ihn war! Also zog er sich schnell wieder zur Waisenherde zurück. Die Bullen soffen aber nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder ihrer Wege, ohne für weitere Unruhe zu sorgen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.08.2020

Samstag, 1. August 2020
Alamaya nähert sich weiter dem Punkt, an dem er wohl auswildern wird. Er wird schon langsam zu groß, um sich weiterhin das Gehege mit Murera zu teilen; morgens ist er immer einer der ersten, die herauskommen, leert schnell seine Milchflasche und kann es dann kaum erwarten, im Wald herum zu stromern. Dort verbringt er jetzt viel Zeit mit seinen schon ziemlich unabhängigen Freunden, vor allem mit Ziwa und Zongoloni. Die Keeper behalten ihn gut im Auge, denn einerseits wollen natürlich, dass er bald wieder ein freies Leben in der Wildnis führen kann, aber andererseits sollte er auch nichts überstürzen. Es zieht sich normalerweise eine ganze Weile hin, bis ein Waisenelefant komplett ausgewildert ist, und auch die anderen haben sich erst nach und nach an die Wildnis gewöhnt.

Die Waisen im November

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: November 2020

Der November ist immer geprägt von der Vorfreude und Erwartung auf die kurze Regenzeit, die normalerweise um diese Zeit beginnt. So durchwachsen wie das Wetter in Nairobi war auch die Laune der Waisenelefanten diesen Monat! An manchen Tagen konnten sie vom Spielen im Matsch und den neuen Pfützen nicht genug bekommen, aber wenn es zu kalt und regnerisch war, wollten sie kaum ihre gemütlichen, mit Heubetten ausgestatteten Ställe verlassen. „Die Waisen im November“ weiterlesen

Die Waisen im Oktober

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Oktober 2020

Dank der üppigen Regenfälle Anfang des 2020, ist die Pflanzenwelt in Nairobi das ganze Jahr verhältnismäßig grün und saftig geblieben, sogar in den letzten Monaten der Trockenzeit. Gerade als es braun und staubig werden wollte, begann auch schon die kleine Regenzeit! Unsere Nairobi-Waisen konnten sich daher das ganze Jahr immer satt fressen und ausgiebig im Schlamm suhlen.

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