Sonntag, 13. Juni 2021
Karisa brachte die Herde am Morgen hinaus zum Grasen, und die Jungs starteten erst einmal Ringkämpfe. Ambo wollte Musiara herausfordern, der aber nicht sonderlich interessiert schien. Kuishi ging dazwischen und schob die beiden auseinander. Ambo machte sich nichts daraus und ging mit schlenkerndem Rüssel davon. Kauro rangelte mit Mundusi, und nachdem er ihn besiegt hatte, kletterte er ihm noch auf den Rücken. Mundusi muss wohl noch ein wenig wachsen, bis er es mit Kauro aufnehmen kann! Pare verwickelte Jotto in ein Kräftemessen; am Ende einigten sie sich aber auf ein Unentschieden und gingen auseinander, ohne dass ein Gewinner gekürt wurde.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 10.06.2021
Donnerstag, 10. Juni 2021
Beim Mittagsschlammbad schlossen sich vier wilde Bullen den Waisen an der Tränke an. Mundusi geriet mit einem von ihnen aneinander und bekam eine Lektion erteilt, sich gefälligst gegenüber seinen älteren Artgenossen zu benehmen. Er zog sich schnell zurück, bevor er noch mehr in Schwierigkeiten geriet. Als es dann wieder zurück zu den Weidegründen ging, wurde Ambo von Naseku und Kamok eskortiert.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 04.06.2021
Freitag, 4. Juni 2021
Ambo kam am Morgen aus dem Gehege und lief geradewegs hinaus in den Busch, während die anderen Luzernenheu futtern gingen. Nabulu und Maisha, die im gleichen Gehege wie er schlafen und ihn sicherlich auch noch aus dem Waisenhaus in Nairobi kennen, liefen ihm fröhlich hinterher. Die Keeper riefen die Ausreißer zurück, aber Ambo hörte nicht auf sie, sondern ging unbeeindruckt weiter. Schließlich mussten ein paar der Keeper hinter ihnen her rennen, um sie zum Luzernenheufrühstück zurück zu bringen.
Die Waisen im Oktober
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Oktober 2021
Diesen Monat hatten wir so viele Neuzugänge wie lange nicht mehr. Die Dürre ist auch an den Wildtieren nicht spurlos vorüber gegangen, inklusive den Elefanten. Viele Monate haben sie sich durchgekämpft, aber jetzt scheint der Tiefpunkt gekommen zu sein. Herden sehen sich gezwungen, die Schwächsten auf den langen Futtersuchen zurückzulassen. Diesen Monat haben wir daher hauptsächlich kleine Dürreopfer bekommen, die entweder keine Kraft mehr hatten, mit ihren Herden weiterzuziehen oder die ihre Mütter durch die Dürre verloren haben.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 26.05.2021
Mittwoch, 26. Mai 2021
Die Waisen blieben in der Nähe der Stallungen, während sie auf die Ankunft von Nabulu und Maisha warteten. Gegen 8 Uhr tauchte der Umzugs-LKW auf, und nachdem sie ausgestiegen waren, trafen die beiden zuerst auf Musiara, Dololo, Ambo und Sattao. Nabulu ging ihnen gleich entgegen, und es gab großes Hallo – offensichtlich erinnerten sich alle aneinander! Es wurden Rüssel umschlungen, und nach einer Weile kam auch der Rest der Herde aus Ithumba dazu, darunter Kilaguni als einziger Ex-Waise. Mundusi, Galla und Enkikwe wurden gleich frech und versuchten, die beiden Neulinge herumzuschubsen, und sogar Esampu machte mit! Maisha und Nabulu passten aber auf, den Raufbolden aus dem Weg zu gehen. Galla wollte sogar auf Nabulu herum klettern, was dieser gar nicht gefiel; es blieb ihr nichts anderes übrig, als einen großen Bogen um Galla zu machen. Mittags konnten die beiden es kaum erwarten, ins Wasserloch zu kommen und sich abzukühlen. Die hohen Temperaturen in Ithumba sind sie noch nicht gewohnt. Am Nachmittag gewöhnten sie sich dann weiter ein, und ihre Freunde, die sie noch aus dem Waisenhaus kennen, halfen ihnen dabei. Am Abend tauchten noch Mutara und ihre Kollegen auf, und Nabulu und Maisha futterten nach einem aufregenden Tag zufrieden von dem Grün in ihrem Gehege.

