Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.10.2020

Donnerstag, 8. Oktober 2020
Die letzten paar Tage hatten sich die Nachteulen – oder „night-clubbers“, wie die sechs auswildernden Waisen von den Keepern genannt werden – nicht blicken lassen, außer Alamaya, der ab und zu vorbei schaute. Daher freuten sich heute alle, als fünf von ihnen zu Besuch kamen. Sie blieben aber nicht lange; Jasiri graste eine Weile zusammen mit der Waisenherde, kollerte und schaute aber immer wieder Richtung Wald, wo er vermutlich seine wilden Freunde hören konnte. Bald verabschiedete er sich und ging sie im Wald suchen. Shukuru kam ein kurzes Stück mit, drehte dann aber wieder um und ging zu Enkesha, um sie freundlich zu umrüsseln. Die Streicheleinheit wurde allerdings jäh von einem Buschbock unterbrochen, der aus dem Gebüsch gesprungen kam und die beiden erschreckte. Enkesha zog sich lieber wieder zu den Keepern zurück, die unter einem Baum ihr Mittagessen genossen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.10.2020

Sonntag, 4. Oktober 2020
Heute Nachmittag gingen Shukuru und Enkesha der Waisenherde voran und führten sie in eine Gegend, in der sie gut grasen konnten. Die anderen folgten ihnen bereitwillig und futterten zufrieden, bis es Zeit wurde, zu den Stallungen zurückzukehren.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.10.2020

Freitag, 2. Oktober 2020
Die auswildernden Waisen kamen am Morgen wieder alle zum Luzernenheufrühstück. Alamaya tauchte als erster auf und wurde von Sonje begrüßt, die sich freute, ihn wiederzusehen. Dann ging Alamaya zu den Keepern, und bevor diese sich versahen, hatte er sich einen Ballen Heu geschnappt und lief damit los! Die Keeper überlegten, ob sie ihm hinterher laufen sollten, sahen dann aber, dass er den Ballen zu seinen Kollegen trug, um ihn sich mit ihnen zu teilen. Während Ziwa, Jasiri und Alamaya sich darüber her machten, ging Ngasha zur Tränke und soff eine ganze Weile von dem frischen Wasser. Als es dann hinaus zum Grasen ging, lief Enkesha zu ihrer Freundin Zongoloni, die sich auch sehr freute und Enkesha mit einem tiefen Kollern begrüßte. Faraja machte sich derweil wieder auf den Weg in Richtung der Chyulu-Berge, um dort zu grasen.

Die Waisen im Dezember

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2020

Dank der Regenzeit hatten wir ein paar schöne klare Tage mit strahlendem Sonnenschein. An jenen Tagen, an denen es morgens regnete, war es interessant, die Reaktionen der Wasserratten und der Wasserscheuen zu beobachten. Die einen rannten enthusiastisch durch den Schauer und die anderen brauchten einiges an Überzeugungskraft, um überhaupt aus ihren wohlig-warmen Ställen zu kommen und ihre Milchflaschen zu holen! Larro und Naboishu fallen auf jeden Fall in die letzte der beiden Kategorien. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.09.2020

Mittwoch, 30. September 2020
Die Auswilderer-Gruppe kam heute ziemlich früh morgens an den Stallungen an, und Ziwa und Faraja vertrieben sich die Zeit mit einem Staubbad, während sie auf die Keeper mit den Luzernenheupellets warteten. Alle sechs waren sie vertreten, auch Jasiri und Ngasha waren mit von der Partie, und so luden die Keeper noch einmal eine Extra-Portion Pellets auf die Schubkarre. Sie konnten es kaum erwarten und begannen schon, sich darüber her zu machen, noch bevor der Keeper die Schubkarre ausschütten konnte! Enkesha freute sich vor allem, Zongoloni wiederzusehen, die am Tor auf sie wartete. Keine wilden Elefanten oder anderer Tiere störten sie heute beim Luzernenheu, und danach verschwanden die halbunabhängigen Waisen wieder im Wald. Bei der Mittagsfütterung war es dann Alamaya, der als erster auftauchte, und die fünf anderen kamen kurz darauf nach. Zongoloni und Enkesha grasten dann den ganzen Nachmittag zusammen wie zwei alte Freunde, die sich nach langer Zeit wiedergesehen und sich viel zu erzählen hatten!