Die Waisen im Oktober

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Oktober 2020

Dank der üppigen Regenfälle Anfang des 2020, ist die Pflanzenwelt in Nairobi das ganze Jahr verhältnismäßig grün und saftig geblieben, sogar in den letzten Monaten der Trockenzeit. Gerade als es braun und staubig werden wollte, begann auch schon die kleine Regenzeit! Unsere Nairobi-Waisen konnten sich daher das ganze Jahr immer satt fressen und ausgiebig im Schlamm suhlen.

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Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.07.2020

Freitag, 31. Juli 2020
Zongoloni tauchte am Morgen aus dem Wald auf und eilte zu Quanza und Enkesha, die schon draußen waren, um ihnen Guten Morgen zu sagen. Als die Waisen in den Wald aufgebrochen waren, kamen auch Faraja und Ngasha dazu, die allerdings die ganze Zeit miteinander rangelten. Quanza, Shukuru, Enkesha, Murera und Luggard grasten unterdessen fleißig.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.07.2020

Mittwoch, 29. Juli 2020
Am Morgen war es ziemlich kühl, aber Enkesha schien sich nichts daraus zu machen. Sie stapfte hinüber zur Tränke, um Wasser zu saufen und machte sich dann zusammen mit Alamaya, Mwashoti und Shukuru auf den Weg in den Wald. Luggard dagegen hielt sich den ganzen Tag dicht bei Murera und ließ sich von ihrem großen Körper wärmen. Immer wenn die Waisen anhielten, kuschelte er sich schnell an sie! Sonje ging zu Enkesha, um zu sehen, ob ihr vielleicht kalt war, und legte Rüssel und Kopf auf dem kleinen Mädchen ab. Enkesha freute sich, und auch sie nutzte die Gelegenheit, etwas mit Sonje zu kuscheln.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.07.2020

Montag, 27. Juli 2020
Die Waisen hatten heute im Lauf des Tages einige wilde Besucher, die jetzt in der Trockenzeit wieder häufiger im Wald auftauchen, wo es noch viel Wasser gibt. In der Nacht hatte sich eine kleine Gruppe Büffel vor der Auswilderungsstation breit gemacht; sie futterten dort die vom Vortag liegengebliebenen Luzernenheupellets und soffen Wasser aus der Tränke. Sonje und Enkesha kamen als erste heraus und erschraken, als sie die Herde sahen. Sie stellten die Ohren auf und trauten sich nicht so recht aus dem Tor heraus. Die Keeper machten einigen Lärm, um die Büffel zu verscheuchen, damit die Waisen sich ihren morgendlichen Pellets widmen konnten. Im Wald trafen sie dann auf zwei wilde Elefantenbullen, die gleich auf Sonje und Enkesha zu kamen. Enkesha ist solche großen Bullen noch nicht gewöhnt, und sie flüchtete sich schnell zurück zu den Keepern und den anderen Waisen. Sonje ließ sich aber nichts anmerken und sagte den Besuchern freundlich Hallo. Nach einer kurzen Unterredung zogen sich die Bullen dann wieder im Wald zurück.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.07.2020

Samstag, 25. Juli 2020
Am Abend zuvor hatten die Nachteulen um Zongoloni keine so richtige Lust, wieder in den Wald zurückzukehren. Zongoloni und Jasiri begleiteten Enkesha und Shukuru bis zu ihren Gehegetoren, und als alle Waisen es sich in ihren Gehegen gemütlich gemacht hatten, gingen Zongoloni, Jasiri und Faraja zur Tränke und blieben dort stehen. Faraja wollte sie überzeugen, wieder in den Wald zu gehen, aber Zongoloni weigerte sich offenbar, und so blieben die drei die ganze Nacht in der Nähe und standen am Morgen beim Luzernenheufrühstück bereit.