Dienstag, 9. April 2019
Eine Kuh einer wilden Herde schloss sich den Waisen beim Luzernenheufrühstück an; ihre beiden Kälber trauten sich allerdings nicht ganz heran, sondern blieben in einigem Abstand stehen. Rapa teilte sich das Heu mit Karisa, und Olsekki mit seinem alten Freund Enkikwe. Auf dem Weg hinaus zum Grasen kamen Orwa, Narok und Bomani dazu. Mundusi wollte Tusuja herausfordern, aber dieser schob ihn einfach nur aus dem Weg. Zum Mittagsschlammbad tauchte auch Yattas Gruppe auf, die nach dem Baden wieder verschwand, um sich kurz darauf westlich des Ithumba-Bergs wieder den Waisen anzuschließen. Danach gingen die Ex-Waisen zur Auswilderungsstation, wo sie Wasser soffen und dann wieder im Busch verschwanden.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 05.04.2019
Freitag, 5. April 2019
Olare, Tumaren, Melia, Kandecha, Chemi Chemi und Kalama hatten die Nacht vor den Gehegen verbracht und kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Nach einer Weile tauchte auch Yattas Herde auf, und um den Streitigkeiten um das restliche Luzernenheu aus dem Weg zu gehen, machten sich die Waisen auf in den Busch. Enkikwe kratzte sich das juckende Ohr an einem Baum, und Mteto und Esampu staubten sich kurz ein, bevor sie weitergrasten. Beim Schlammbad waren 15 wilde Bullen zu Besuch, und Enkikwe, der sehr tapfer ist, obwohl er noch hinkt, leistete ihnen Gesellschaft. Am Nachmittag rollten sich Naseku und Roi auf dem Boden herum, bevor Turkwel sich Roi als Kratzbaum aussuchte! Am Abend gab es noch einmal ein kurzes kühlendes Schlammbad, bevor es zurück zu den Stallungen ging.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 02.04.2019
Dienstag, 2. April 2019
Enkikwe tat sich heute zum Grasen mit Sapalan zusammen. Die beiden sind gute Freunde geworden und hinten hinter dem Rest der Herde her, bis Sapalan etwas lebhafter wurde. Er versuchte sogar, Enkikwe zu motivieren; vielleicht wollte er ihn aufmuntern und sagte ihm, dass er eines Tages auch wieder so schnell würde herumrennen können, wie er wollte!
Die Waisen im Juni
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019
Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.03.2019
Sonntag, 31. März 2019
Der Himmel war am Morgen wieder blau, und es scheint doch noch länger zu dauern, bis die Regenzeit anfängt. Yatta und ihre Ex-Waisen-Herde schaute beim Luzernenheufrühstück vorbei und verabschiedete sich dann bald wieder. Malkia konnte noch kurz Lulu Hallo sagen, auch wenn Lulu kaum Notiz von ihr nahm. Turkwel und Enkikwe kauten auf Zweigen herum, als sie nach der Behandlung ihrer Verletzungen aus dem Gehege kamen, und die Waisen brachen bald auf, um nicht zu spät mit dem Grasen zu beginnen. Nach dem Mittagsschlammbad tauchte ein riesiger Bulle auf, und Galla, Rapa, Tusuja und Kauro hoben ihre Rüssel, um ihn zu beschnuppern, während er an ihnen vorbei ging. Sie traten aber schnell den Rückzug an, als er auf sie zukam! Es blieb heiß, und die Waisen stellten sich unter einem großen Baum in den Schatten und waren am Abend erst zufrieden, nachdem sie sich noch einmal im Matschloch am Wegesrand abgekühlt hatten.

