Die Waisen im Dezember

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Dezember 2018

 

Am 4. Dezember sind Sana Sana, Malkia und Ndiwa wie schon viele andere vor ihnen in die Auswilderungsstation nach Ithumba im Nationalpark Tsavo-Ost umgezogen. Die Station wurde 2004 eröffnet und von ihr aus haben seither mehr als 90 Elefantenwaisen ihre Reise zurück in die Wildnis gestartet. Es ist wichtig, zu verstehen, daß dieser Vorgang der Auswilderung wirklich eine Reise über mehrere Jahre ist, und es manchmal acht bis zehn Jahre dauert, bis sich die Waisen völlig selbstsicher und eigenständig in der Wildnis bewegen. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 27.12.2018

Donnerstag, 27. Dezember 2018
Als die Waisen am Morgen herauskamen, tauchten Orwa, Narok und Bomani aus südöstlicher Richtung auf und schienen es sehr eilig zu haben. Die Waisen erschraken und rannten zu ihren Keepern, die sie erst einmal wieder beruhigen mussten. Narok führte dann die Waisen hinaus zum Grasen, und Orwa klemmte sich einen Ballen Luzernenheu zwischen Rüssel und Stoßzahn. Kurz nachdem die Waisen aufgebrochen waren, kam Ex-Waise Challa kurz zum Saufen vorbei. Draußen im Busch tat sich Esampu mit Sana Sana zusammen und Lemoyian mit Kauro. Olsekki rangelte kurz mit Galla, der aber bald aufgab. Nach einer Weile gingen Narok, Bomani, Orwa, Kithaka, Garzi und Barsilinga ihrer eigenen Wege, kamen aber rechtzeitig zum Schlammbad wieder zurück. Es war aber so kühl, dass niemand ins Wasser gehen wollte.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 20.12.2018

Donnerstag, 20. Dezember 2018
Mutaras Gruppe mit Sities, Kanjoro, Kainuk, Turkwel, Suguta und Kibo kamen in der Nacht zu den Stallungen und brachen noch vor Sonnenaufgang wieder auf. Es war das erste Mal, dass Turkwel wieder aufgetaucht ist, seit sie sich nach ihrem viermonatigen Genesungsaufenthalt wieder ihren wild lebenden Freunden angeschlossen hat. Sana Sana gab am Morgen den Weg zu den Weidegründen vor, und Rapa und Galla hatten ein längeres Kräftemessen, das kurz von Kamok unterbrochen wurde. Kurz vor dem Mittagsschlammbad schlossen sich Murka, Naisula, Kitirua, Bomani, Narok und Orwa den Waisen an und kamen mit zum Schlammloch. Auf dem Weg dorthin rollte sich Naseku schon einmal in einem kleinen Matschloch herum, und Kauro, der nicht gern baden geht, machte mit! Er schuffelte sich allerdings nur an ihr, statt sich selbst im Schlamm zu wälzen. Nach der Milchfütterung war Esampu die erste im Wasser, und sie kam auch als erste auf der anderen Seite des Wasserlochs wieder heraus. Naseku diskutierte am Nachmittag kurz mit Pare und schloss sich dann Roi und Kamok beim Grasen an. Gegen Abend verabschiedeten sich die Ex-Waisen dann wieder.