Die Waisen im Dezember

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Dezember 2017

 

Anfang des Monats lebten sage und schreibe 36 Elefantenwaisen in der Nursery, so daß es an der Zeit war, einige der älteren Waisen nach Ithumba umzusiedeln. Mit ihren drei Jahren waren jetzt Rapa, Pare, Maramoja, Sapalan und Namalok an der Reihe, diesen nächsten Schritt in Richtung Auswilderung zu machen. Da es in dieser Saison genug Regen in Ithumba gegeben hatte, war jetzt die perfekte Zeit dafür, denn es gab jede Menge Grünfutter und Wasser. Kauro war inzwischen wieder komplett genesen und sollte ebenfalls wieder zurück gebracht werden. Er war also der sechste Elefant, der an den Lkw gewöhnt werden mußte, aber diese Eingewöhnungsphase verlief dieses Mal komplett reibungslos. An manchen Tagen wollten die Waisen nach ihrer Milchmahlzeit sogar im Anhänger bleiben, so gemütlich fanden sie ihn offenbar!

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Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.12.2017

Donnerstag, 7. Dezember 2017
Die wilden Elefanten überraschten die Keeper und die Waisen am Morgen mit lautem Trompeten, womit so zeitig niemand gerechnet hatte. Lima Lima ging ihnen dann hinterher und brachte sie zur Herde und den Keepern mit. Jasiri und Faraja schlossen sich mit Ngasha zusammen und gingen zu ihnen. Die wilden Elefanten schickten sie allerdings wieder weg, und so kamen sie zu ihrer menschlichen Familie zurückgerannt. Trotz ihrer anfänglichen Unfreundlichkeit folgte die wilde Herde den Waisen im Wald. Aber nur Quanza und Ziwa unterhielten sich kurz mit ihnen. Quanza ging ein Stück mit ihnen in Richtung der Chyulu-Berge, kam aber bald zurück. Am Nachmittag folgten Mwashoti und Murera der Gruppe langsam; sie sahen müde aus nach der langen Wanderschaft und davon, dass sie immer Lima Lima hinterher laufen mussten, die von einer Stelle zur nächsten flitzte, weil sie viele verschiedene Pflanzen kosten wollte.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.12.2017

Montag, 4. Dezember 2017
Heute kamen ein paar Elefanten aus dem Wald und grasten neben den Stallungen. Dann gingen sie Zongoloni hinterher, die ein paar wilden Bullen folgen wollte. Sonje und Murera ignorierten sie, und Lima Lima und Quanza schauten ihnen nur von den Stallungen aus zu. Schließlich witterten auch Alamaya und Mwashoti die Bullen, und sie kamen zum Tor gelaufen, um ihre wilden Artgenossen draußen zu sehen. Ziwa rüttelte heftig an seinem Gehegetor, weil er auch zu ihnen hinaus wollte. Die wilde Herde hatte ein Baby dabei, und Faraja und Ngasha, die schon draußen waren, näherten sich dem kleinen Mädchen. Als sie die beiden Jungs hinter ihr bemerkte, die mit ihrem Schwanz spielen wollten, schrie sie auf, sodass die Mutter sich umdrehte und sie vor den neugierigen jungen Bullen in Schutz nahm.