Samstag, 2. November 2019
Ziwa war am Morgen der erste, der zur Milchfütterung kam. Er war am Abend zuvor nicht mit nach Hause gekommen, aber früh am Morgen konnte man die Jungs draußen kollern hören. Als die Keeper die morgendliche Milch zubereiteten, wartete Ziwa schon ungeduldig am Haupttor. Als er fertig war, ging er zu Jasiri, Ngasha und Faraja, um mit ihnen zusammen wieder aufzubrechen. Jasiri kam allerdings nach einer Weile wieder zurück und blieb bei den anderen; er hatte heute offenbar keine Lust auf die langen Wanderungen durch den Wald mit den Jungs.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.11.2019
Freitag, 1. November 2019
Ziwa geht ganz in seiner neuen Rolle als Anführer der großen Jungs auf und führt sie regelmäßig hinaus in den Wald, weg von den Keepern. Vor zwei Tagen sind sie das letzte Mal am Abend zurück zu den Stallungen gekommen, und diesmal sind nicht nur Faraja und Ngasha dabei, sondern auch Jasiri, der sonst eigentlich abends mit nach Hause zurück kommt. Die Keeper suchten am Morgen das Gelände um die Auswilderungsstation herum ab, aber sie konnten die Jungs nicht finden. Nach einer Weile waren sie zu hören, aber Ziwa rannte wieder weg, statt den anderen zu folgen, und seine Freunde gingen mit ihm zu den Hügeln. Mittags beim Schlammbad tauchten sie dann alle vier auf. Sie sahen durstig aus und schienen sich schon auf ihre Milch zu freuen – aber leider waren sie zu spät gekommen und die anderen hatten sie schon getrunken. Lima Lima hatte sich schon eine Flasche nach der anderen geschnappt!
Die Waisen im Januar
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2020
Am 2. Januar retteten wir ein Elefantenkälbchen in der Masai Mara. Die kleine Kuh war ca. ein halbes Jahr alt und kam spät Abends in der Nursery an. In der ersten Nacht war sie sehr unruhig und lief in ihrem Stall auf und ab. Wir nannten sie Naleku und nach einer weiteren unruhigen Nacht dachten wir, es sei das Beste, sie zu den anderen Waisen zu lassen, die ähnliche Traumata hinter sich haben und sie wahrscheinlich besser beruhigen können. Ihre neue Familie wusste auch sofort genau, wie sie mit viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung auf sie eingehen mussten. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.10.2019
Montag, 28. Oktober 2019
Alamaya kletterte am Morgen auf die Laderampe, um über allen anderen zu stehen und einmal größer zu sein als sie. Er wollte wohl den anderen demonstrieren, dass sie zu ihm aufschauen sollten, auch wenn er keinen Schwanz hat! Er hasst es, wenn jemand seinen Schwanzstummel berührt und legt sich dann kompromisslos mit dem Übeltäter an. Ziwa ließ ihm heute allerdings keine Ruhe und holte immer wieder nach Alamayas Hinterteil aus, sodass dieser schließlich entnervt davon ging und Ziwa mit Faraja raufen ließ.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.10.2019
Freitag, 25. Oktober 2019
Sonje spielte heute an den Stallungen und rollte sich auf dem Boden herum, sodass Mwashoti ihr auf den Rücken klettern konnte. Das lockte auch Ziwa, Faraja und Zongoloni an, die auch noch einen Platz auf Sonje haben wollten! Mit all den Elefanten auf ihrem Rücken wurde Sonje allerdings halb erdrückt, und so bellte sie laut um Hilfe. Murera kam eilig herbei und schimpfte mit den frechen Jungs wie Faraja und Ziwa, weil sie so ruppig mit Sonje umsprangen. Mwashoti ließ sie allerdings weiterspielen, denn er konnte Sonje nichts zuleide tun. Als Sonje dann aufstand, sah sie aus, als hätte sie sich das Bein verrenkt; nach einer Weile hatte sich das aber wieder gegeben und sie konnte wieder normal gehen.

