Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 05.05.2019

Sonntag, 5. Mai 2019
Bei der Mittagsfütterung ließ sich Oltaiyoni, die eigentlich sehr wohlerzogen ist, dazu hinreißen, eine Milchflasche vom Boden aufzuheben, als die Keeper nicht hinschauten. Sie begann daraus zu trinken, aber als die Keeper es bemerkt hatten und zu ihr kamen, gab sie die Flasche brav zurück. Danach gingen die Waisen baden, angeführt von Karisa. Kauro, Olsekki, Kithaka, Turkwel und Enkikwe boykottierten allerdings das Schlammbad. Barsilinga und Garzi kletterten um die Wette heraus, und als Barsilinga die Oberhand gewann, stellte er sich Garzi in den Weg und startete einen Ringkampf mit ihm. Nachmittags ging es zur Westseite des Ithumba-Bergs, wo die Waisen schon länger nicht mehr gewesen waren. Am Abend schlich sich zum ersten Mal Namalok davon, ohne dass die Keeper es merkten! Es dauerte eine Stunde, bis sie ihn wieder gefunden hatten, und inzwischen waren alle schon zurück in ihren Gehegen.

Die Waisen im Juli

Maktao und Sattao (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2019

 

Die Keeper sind nach wie vor verwirrt von Kiasas widersprüchlichen Charaktereigenschaften. Wenn es ums Teilen geht, wie bei der Fütterung oder beim Spielen, ist sie ein richtiger Satansbraten. Und sobald es um Larro geht, ist sie die Liebenswürdigkeit in Person. Daß unsere Nursery-Babys mit schon älteren Elefantenwaisen zusammenleben, ist Segen und Fluch zugleich: Segen, weil die Großen sehr geduldige Mentoren sind und Fluch, weil sich die Kleinen die Marotten der Großen abschauen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

Besuch in Kenia- Teil 3: Ithumba

Ex-Waise Kinna und ihr Baby Kama

Die dritte Station der REA Vorstandsreise war Ithumba, wo mittlerweile 34 Waisen leben.

 

Schon der erste Abend an den Stockades war unbeschreiblich beeindruckend. Zu den Waisen, die aus dem Busch zurückgekehrten, gesellten sich viele Ex-Waisen und wilde Elefanten. Es fühlte sich an wie ein großes Familientreffen. Sogar drei wild geborene Babys von Ex-Waisen waren innerhalb der Gruppe: Yoyo, Siku und Kama. Und auch Ex-Waise Loijuk war unter den abendlichen Besuchern und noch ahnte niemand, welche Überraschung sie am Morgen der Abreise für alle bereithielt.

 

Es ist jedes Mal spannend zu sehen, wie sich die ehemals kleinen Nursery-Babys entwickeln. Aus der frechen Kamok z. B. ist mittlerweile eine wunderschöne kleine Elefantendame geworden und Kithaka hat immer noch so viel Unsinn im Kopf wie als kleiner Knirps. Er gehört – zusammen mit Lemoyan, Barsilinga und Garzi – zu den Rebellen der Ithumba-Herde. Während die Elefantenwaisen morgens gemeinsam mit den Keepern in den Busch gehen, ziehen diese vier es vor, auf eigene Entdeckungstour zu gehen. Und wenn die anderen zurückkehren, sind die vier Abenteurer meist schon zurück in den Stockades, um sicherzustellen, dass sie als erste von dem leckeren Grün bekommen.

 

Am Abreisemorgen erhielten wir noch eine ganz besondere Nachricht von Benjamin, dem Head-Keeper Ithumbas. Loijuk, die uns schon am ersten Abend an den Stockades begrüßte, hatte wenige Stunden vor unserer Abfahrt ein gesundes Baby bekommen. Das kleine Mädchen bekam den Namen Lili.

 

Hier nun ein paar Eindrücke von Ithumba.

 

Ex-Waise Kinna und ihr Baby Kama
Ex-Waise Kinna und ihr Baby Kama

 

Die Tränke bei den Stockades
Die Tränke bei den Stockades

 

Elis beim Staubbaden
Elis beim Staubbaden

 

Wilde Bullen am Wasserloch von Ithumba
Wilde Bullen am Wasserloch von Ithumba

 

Die noch hochträchtige Loijuk
Die noch hochträchtige Loijuk

 

Die Milchflasche!
Die Milchflasche!

 

Kithaka
Kithaka

 

Barsilinga
Barsilinga

 

Loijuk und ihre frischgeborene Tochter Lili!
Loijuk und ihre frischgeborene Tochter Lili!

 

 

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.04.2019

Dienstag, 30. April 2019
Lemoyian und Garzi starteten ihren Tag mit einem Ringkampf. Malkia und Kauro lockerten mit ihren Stoßzähnen feuchte Erde auf, die sie sich dann auf den Rücken warfen. Olsekki forderte Tusuja zum Kräftemessen heraus; Tusuja zog den kürzeren und wandte sich wieder dem Grasen zu. Mundusi balancierte mit den Vorderfüßen auf einem Felsen, bevor er schließlich den Gang zum Mittagsschlammbad einläutete. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, badeten die Waisen kurz und gingen dann gleich wieder zurück zum Grasen. Am Abend kühlten sie sich noch einmal in ihrem neuen Schlammloch ab, wo Maramoja sich auf dem Boden herumrollte und Turkwel die Gelegenheit nutzte, dazu zu kommen und sich an Maramoja zu schuffeln.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 29.04.2019

Montag, 29. April 2019
In der Nacht hatte es noch einmal ein wenig geregnet, und am Morgen war es feucht und der Ithumba-Berg lag im Nebel, als Ndiwa als erste aus den Gehegen kam. Beim Luzernenheufrühstück teilten sich die Waisen das Futter: Sana Sana mit Ndiwa, Siangiki mit Oltaiyoni, Olsekki mit Mteto, Pare mit Naseku und Karisa mit Galla. Rapa machte einen Abstecher zur Tränke und soff etwas Wasser, bevor er zu seinen Freunden zurückkam. Draußen im Busch kamen Garzi und Ndiwa an einem steilen Anstieg vorbei und kletterten um die Wette hinauf. Da Ndiwa kleiner und leichter ist als Garzi, gewann sie spielend. Malkia juckte es am Fuß, und sie suchte sich einen passenden Felsen zum kratzen. Bei der Mittagsfütterung kam sie dann an der Spitze der ersten Gruppe an. Es wurde langsam heiß, und so gingen ein paar der Waisen baden, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Andere stellten sich lieber im Schatten der Bäume unter. Wenig später grasten sie dann direkt am Schlammloch los in südlicher Richtung. Ndiwa, Esampu und Rapa genehmigten sich eine ausführliche Kratzeinheit. Am Abend gab es noch einmal eine Abkühlung an einem neuen Schlammloch, bevor es nach Hause ging; Mundusi war der letzte, der – kurz nach Barsilinga – heraus kam.