Donnerstag, 25. Oktober 2018
Die jüngeren Waisen aus Mbegus Gruppe kamen am Morgen eilig zu ihrer Milch gerannt und gingen danach weiter zu ihren älteren Freunden um Kenia, um Ergänzungsfutter zu fressen. Als die zweite milchabhängige Gruppe kam, hatte Ndoria offenbar ein Hühnchen mit Nguvu zu rupfen; sie jagte ihm hinterher an den Milchflaschen vorbei, holte ihn aber nicht ein. Nelion schuffelte seinen breiten Hintern am Felsen und lud Ndotto ein, sich ihm anzuschließen. Lentili wollte zum Aufbruch zu den Weidegründen blasen, aber die anderen waren noch mit spielen beschäftigt und wollten nicht so recht mitkommen. Sie ging ein paar Schritte und stand dann auf drei Beinen, einen Vorderfuß vor und zurück schwenkend – typisch für Elefanten, wenn sie sich nicht so richtig entscheiden können! Dann bewarf sie sich noch ein wenig mit Staub, während sie auf ihre Freunde wartete, bevor es schließlich losging. Im Lauf des Tages nieselte es wieder ein wenig, worüber sich sowohl die Elefanten als auch die Menschen freuten. Mbegu leistete heute noch einmal Godoma an den Stallungen Gesellschaft.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 24.10.2018
Mittwoch, 24. Oktober 2018
Ndotto kletterte am Morgen an den Stallungen auf einen flachen Felsen. Murit sah ihn und forderte ihn zu einem Kräftemessen heraus, zu den Ndotto wieder herunterkommen musste. Die beiden waren so vertieft in ihren Ringkampf, dass sie beinahe zurückgelassen wurden, als ihre Freunde zum Grasen aufbrachen, und ihnen hinterher rennen mussten. Godoma und Mbegu blieben wieder an den Stallungen, sodass Godoma an ihrem verletzten Hinterbein behandelt werden konnte.
Waisenblogs-Bilder Voi, 23.10.2018
Dienstag, 23. Oktober 2018
Godoma kratzt sich an den Stallungen
Ndotto beim Wasserloch
Bada kommt den Berg herunter
Waisenblogs-Beitrag Voi, 23.10.2018
Dienstag, 23. Oktober 2018
Godomas verstauchtes Bein hatte sich heute gebessert, aber sie blieb lieber mit ihrer besten Freundin Mbegu an den Stallungen, statt den anderen zu den Weidegründen zu folgen. Die beiden genossen reichlich Grün und Luzernenheupellets, und gegen Abend humpelte sie nur noch ganz wenig. Nördlich des Mazinga-Bergs blieben Ndotto, Lasayen und Murit stehen und warteten offenbar darauf, dass Mbegu und Godoma noch hinterher kommen würden. Als sie sahen, dass die anderen schon ein ganzes Stück weiter gegangen waren, rannten sie ihnen aber schnell hinterher und wirbelten dabei ordentlich Staub auf. Nachdem sie sie eingeholt hatten, jagten sie noch weiter durch die Büsche und trampelten und schlugen mit den Rüsseln auf ihnen herum. Nach fünf Minuten hatte sich schließlich die Aufregung gelegt, und alle konnten wieder anfangen zu grasen.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 21.10.2018
Sonntag, 21. Oktober 2018
Als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen, humpelte Godoma ein wenig, und die Keeper fragten sich, wann sie sich wohl am Bein verletzt haben könnte. Ngilai und Murit hatten ihr übliches morgendliches Kräftemessen. Als die Waisen in den Weidegründen angekommen waren, jagte Mudanda Arruba hinterher und scheuchte sie herum. Arruba rannte im Höchsttempo davon, und Mudanda ließ nicht locker. Die Keeper wunderten sich, was Arruba wohl getan hatte, dass Mudanda so aufgebracht war. Die Sonne brannte, und die Waisen wedelten kontinuierlich mit den Ohren, um sich abzukühlen. Jetzt, gegen Ende der Trockenzeit, müssen sie weit laufen, um noch etwas zu fressen zu finden; aber mit dem Ergänzungsfutter kommen sie gut über den Tag. Mittags kühlten sie sich im dicken Matsch am Baobab-Wasserloch ab. Godomas Bein schien ihr immer noch ein wenig zu schaffen zu machen, aber abgesehen davon sah sie gesund und munter aus.

