Mittwoch, 17. März 2021
Die Auswilderer haben es sich angewöhnt, sich am frühen Morgen der Herde anzuschließen und sie bis mittags zu begleiten. Nach dem Schlammbad und dem Einstauben verabschieden sie sich dann meistens. Faraja und Ziwa raufen mit Vorliebe miteinander, und manchmal ufert das Ganze ein wenig aus, sodass Zongoloni ihnen Einhalt gebieten muss. Inzwischen sind die Bullen aber schon so groß, dass es auch für Zongoloni nicht mehr immer ganz einfach wird, sie zu zähmen. Dann bleibt ihr nichts anderes übrig, als sie machen zu lassen und abzuwarten, bis sie ihre überschüssige Energie losgeworden sind! Murera zieht sich dann mit Luggard und Shukuru lieber zurück und hält größtmöglichen Abstand von den rangelnden Jungs. Genauso ist es, wenn Ngasha und Jasiri auftauchen, die immer einmal wieder versuchen, die Kühe zu besteigen. Auch das kann Murera nicht leiden, und so sucht sie sich dann lieber ein ruhiges Plätzchen. Ziwa und Faraja sind dagegen, auch wenn sie ansonsten wie ausgewachsene Bullen raufen, sehr freundlich zu den anderen Mitgliedern der Waisenherde. Faraja ist hin und wieder etwas ruppig Mwashoti gegenüber, aber zu den Kühen sind sie ausgesprochen nett. Am Nachmittag brachte Zongoloni sechs wilde Elefanten mit, die die Keeper wegen des dichten Gebüschs erst gar nicht bemerkten. Murera trat mit Luggard und Shukuru den Rückzug an, aber Sonje begrüßte sie freundlich. Zusammen mit Lima Lima und Enkesha plauderte sie ein wenig mit ihren Artgenossen. Nach einer Weile kamen sie dann aber wieder zu Murera und den anderen zurück, während Zongoloni und Faraja bei der wilden Herde blieben und gegen Abend mit ihnen zusammen aufbrachen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.03.2021
Donnerstag, 4. März 2021
In der Nacht war einiges Getöse im Wald um die Auswilderungsstation herum zu hören. Offenbar waren paarungsbereite Kühe in der Nähe, und die wilden Bullen hatten miteinander gerangelt, um zu entscheiden, wer sich mit ihnen paaren durfte. Die Auswilderer Faraja, Ziwa und Jasiri waren auch in der Nähe, und obwohl sie noch zu jung sind, um sich mit den wilden Kühen zu paaren, interessieren sie sich natürlich sehr für das Verhalten ihrer älteren Artgenossen. Ngasha hatte offenbar sogar versucht mitzumachen, denn als er an den Stallungen auftauchte, sahen die Keeper, dass er ein paar Kratzer auf dem Rücken abbekommen hatte – vermutlich von den Stoßzähnen wilder Bullen!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.02.2021
Sonntag, 28. Februar 2021
Die Auswilderer waren heute wieder vollzählig versammelt und begleiteten die Waisenherde. Die Keeper waren sehr stolz, dass sich ihre Schützlinge so gut in der Wildnis machen. Als Ngasha, Ziwa, Jasiri und Alamaya ankamen, begrüßten Lima Lima und Sonje sie mit Umrüsselungen und Gekoller. Ngasha machte sich gleich wieder daran, Sonje zu besteigen, aber offenbar hatte sie heute gar nichts dagegen. Zongoloni gefiel das Ganze aber gar nicht, und schob ihn heftig weg. Ngasha wollte sich wehren, aber unter Mithilfe von Faraja schaffte es Zongoloni, ihn von Sonje abzubringen. Murera, Shukuru und Luggard hielten natürlich ordentlich Abstand von all dem Gerangel. Nachdem sich die Waisen beim Mittagsschlammbad abgekühlt hatten, gingen sie zum Staubbad über, und die Auswilderer machten sich wieder auf den Weg. Nur Zongoloni blieb noch ein wenig, vermutlich weil Enkesha sich noch nicht von ihrer besten Freundin verabschieden wollte.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.02.2021
Sonntag, 14. Februar 2021
Gleich vier wilde Bullen begleiteten heute die Waisenherde am Fuß der Umani-Hügel, zusammen mit Ziwa und den beiden Albinos Jasiri und Faraja. Sonje und Murera grasten sogar mit ihnen, und auch Quanza überlegte wohl, sich anzuschließen. Schließlich blieb sie aber doch bei Shukuru, Lima Lima und Luggard. Am Nachmittag kamen auch Alamaya und Ngasha dazu. Alamaya zog einen der Bullen unüberlegt am Schwanz, was diesen sehr zu ärgern schien. Er schubste Alamaya mit seinem großen Kopf weg, sodass dieser erschrocken davon rannte. Der wilde Bulle lief ihm hinterher, und Zongoloni und Lima Lima, die das Getöse gehört hatten mussten sich dem verärgerten wilden Elefanten in den Weg stellen und laut trompeten, damit dieser die Verfolgung aufgab.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 10.02.2021
Mittwoch, 10. Februar 2021
Heute brach ein heftiger Streit zwischen Zongoloni und Ngasha aus. Es war nur lautes Krachen im Wald zu hören, und als die Keeper nachschauten, sahen sie Zongoloni in einer ordentlichen Rangelei mit Ngasha verwickelt! Die Waisen hielten sich vorsichtig von den beiden fern, aber nach kurzer Zeit trennten die Keeper die beiden Streithähne. Ngasha ist zwar inzwischen schon ein großer Junge, aber Zongoloni weiß, was sie will, und lässt sich nichts gefallen. Vermutlich war Ngasha frech gewesen, und als Leitkuh der Auswilderer-Herde wollte sie ihm dies nicht durchgehen lassen! Sie wächst gut in ihre Rolle als Matriarchin hinein. Die Jungs, vor allem Alamaya, Jasiri und Ngasha haben nun Respekt vor ihr – nur für die kleine Enkesha hat sie eine besondere Schwäche! Bei dem Gerangel brach Zongoloni ein Teil des linken Stoßzahns ab, aber das passiert bei wilden Elefanten immer einmal wieder, und normalerweise wächst er auch ordentlich wieder nach.

