Donnerstag, 17. Oktober 2019
Murera und Sonje kamen am Morgen aus ihrem Gehege und gingen schnurstracks zu den Luzernenheupellets. Jasiri und Faraja kamen dazu, aber begannen erst einmal ein ausführliches Kräftemessen. Quanza und Lima Lima schienen zu überlegen, wie sie die beiden besänftigen konnten, ohne selbst Opfer der Rowdys zu werden. Murera kümmerte sich nicht um die raufenden Jungs, sondern ging zu einer Stelle, an der die wilden Elefanten in der Nacht große Äste der Gelbfieber-Akazien liegen gelassen hatten. Zusammen mit Mwashoti ließ sie sich die Leckerbissen schmecken, und als sie fertig waren, kollerte sie Mwashoti zu, bevor alle zu den Wasserquellen aufbrachen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.10.2019
Montag, 14. Oktober 2019
Nachdem die Keeper am Mittag fertig gegessen hatten, riefen sie die Waisen, um mit ihnen in den Wald zurück zu gehen. Faraja und Ziwa waren schon in Richtung der Chyulu-Berge aufgebrochen, bald gefolgt von den anderen älteren Jungs. Sie kamen den ganzen Nachmittag bis zum Abend nicht wieder zurück. Ziwa, Ngasha und Jasiri werden immer unabhängiger und verbringen immer mehr Zeit ohne die Waisenherde und weg von den Stallungen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.10.2019
Donnerstag, 3. Oktober 2019
Es ist schwierig vorherzusagen, wann die Waisen in der Auswilderungsstation in Umani Springs wohl ihre Rückkehr in die Wildnis vollendet haben werden. Seit einiger Zeit werden vor allem Ziwa und die älteren Jungs immer unabhängiger. Heute machten sich Faraja und Zongoloni auf und nahmen Ngasha, Jasiri, Ziwa und Lima Lima mit zu ihren wilden Freunden. Auch am Nachmittag wollten sie sich noch nicht wieder von ihnen verabschieden! Lima Lima kam dann als erste gegen Mitternacht zurück zur Auswilderungsstation, und Zongoloni tauchte etwas später auch auf. Die Keeper ließen die beiden herein, und sie legten sich bald schlafen. Die vier Jungs verbrachten die Nacht allerdings draußen in den Chyulu-Bergen und stießen erst am nächsten Tag zur Mittagsfütterung wieder zur Waisenherde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.09.2019
Montag, 30. September 2019
Jasiri und Faraja belebten heute ihre alte Rivalität wieder. Faraja hatte ein paar leckere Zweige gefunden, und er ging damit zu Jasiri hinüber. Der versuchte erst, sie ihm wegzunehmen, und dann drehte er sich um und griff nach Farajas Schwanz, wie er es früher immer getan hatte. Faraja ist allerdings nicht mehr der kleine Junge, der er einmal war, und wehrte sich, um nicht in den Schwanz gebissen zu werden. Die beiden rangelten eine gefühlte Ewigkeit miteinander, und Faraja hielt sich tapfer gegen Jasiri. Irgendwann hatte er ihn sogar zu Boden gerungen, als Jasiri im Matsch ausgerutscht war. Diese Gelegenheit ließ sich Faraja nicht entgehen, und er kletterte auf Jasiri herum, sodass dieser nicht mehr aufstehen konnte. Lima Lima und Zongoloni mussten dazukommen und die beiden Streithähne trennen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.09.2019
Montag, 16. September 2019
Als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen, um Luzernenheupellets zu futtern, bekamen sie Besuch von einem unbekannten jungen wilden Bullen. Die Keeper hatten ihn noch nie gesehen, und hielten sich im Hintergrund, um ihn nicht zu stören. Lima Lima machte es sich wie immer zur Aufgabe, auf sie aufzupassen. Auch Shukuru schien sich nicht so recht an ihn heranzutrauen und blieb bei den Keepern. Jasiri und Faraja hatten allerdings keine Scheu und wollten ihren neuen Freund kennenlernen. Sie starteten ein Kräftemessen mit ihm und spielten eine ganze Weile zu dritt. Als der Bulle sich verabschiedet hatten, konnten die Keeper sich wieder zu ihren Schützlingen gesellen. Faraja und Quanza waren allerdings vollauf damit beschäftigt, die Paviane zu verscheuchen. Lima Lima, Zongoloni und Mwashoti suchten den Wald ab, ob noch mehr wilde Elefanten zu finden wären; aber sie trafen keine weiteren mehr.

