Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.08.2019

Mittwoch, 7. August 2019
Draußen im Wald ärgerte Alamaya heute Mwashoti; Sonje, Zongoloni und Quanza kamen eilig herbei, um Mwashoti zu unterstützen. Er zog sich schnell zurück zu Jasiri, der sich aber nicht vom Grasen abhalten ließ. Die Paviane in den Bäumen ließen grüne Früchte von den Bäumen fallen, die die Buschböcke sich schnappten und futterten. Auch Zongoloni probierte eine davon, und es schien ihr zu schmecken – sie kollerte freudig, und Murera kam dazu, sodass sich die beiden die Leckerbissen zusammen schmecken ließen. Bald konnte man von den Chyulu-Bergen her Regen und Donner hören. Murera scheint kein Gewitter zu mögen – sie versteckte sich im Gebüsch und flüchtete sich dann schnell zu den Keepern.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.07.2019

Mittwoch, 31. Juli 2019
Faraja verwickelte heute Sonje in ein sehr langes Kräftemessen. Als die Waisen ihre Mittagsmilch getrunken hatten, gingen die beiden davon, um weiter zu machen. Sonje gab nicht nach und machte Faraja ganz schön zu schaffen, aber er wollte nicht aufgeben. Irgendwann stellte sich Zongoloni zwischen die beiden, aber sie hörten nicht auf sie. Faraja wollte unbedingt demonstrieren, wie kräftig er ist, aber Sonje musste natürlich zeigen, dass sie immer noch eine der Leitkühe der Waisenherde ist. Am Ende kam Jasiri dazu und schob Faraja weg, damit Sonje sich wieder um Mwashoti kümmern konnte, der die ganze Zeit schon darauf gewartet hatte, dass sie fertig werden würde.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.07.2019

Donnerstag, 25. Juli 2019
Murera, Sonje und Alamaya suchten heute die Stelle, an der sie am Vorabend ein paar wilde Elefantenkühe mit ihren Babys getroffen hatten. Sie spielen gern mit den kleinen Kälbern, aber diese sind sehr scheu und trauen sich selten unter den Bäuchen ihrer Mütter hervor, besonders wenn sie die Keeper riechen können. Nachdem die Waisen heute eine Weile gesucht hatten, fanden sie ihre Artgenossen, und Lima Lima machte die beiden Herden miteinander bekannt. Ziwa, Faraja und Jasiri benahmen sich heute sehr gut, und es gab gar keine Rangeleien. Sie blieben bei den wilden Elefanten, bis es Zeit für die Mittagsfütterung wurde und Lima Lima den Weg zu den Flaschen und dem Schlammbad vorgab.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.07.2019

Dienstag, 23. Juli 2019
Faraja und Ziwa ließen sich am Morgen wieder an den Stallungen blicken, nachdem sie eine Weile in der Wildnis gewesen waren. Lima Lima marschierte in Richtung der Chyulu-Berge los, und obwohl die Keeper nicht gerade begeistert waren, blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu folgen, denn die Waisen gingen ihr hinterher. Sonje kollerte allerdings immer wieder, damit Lima Lima auf Murera und Mwashoti warten würde, aber sie ließ den dreien, die schlechter laufen können, heute keine Ruhe. Nachdem die Waisen mittags ihre Flaschen getrunken hatten, schlich sich Lima Lima dann davon, während die anderen sich nach dem anstrengenden Marsch am Morgen unter den großen Bäumen in der Nähe der Keeper ausruhten. Niemand bemerkte, was Lima Lima vorhatte: Plötzlich erschien sie wieder, und zwar an der Spitze einer großen wilden Herde, mit der sie geradewegs auf die Keeper und ihre Waisenfreunde zu kam! Faraja und Jasiri gingen ihr entgegen und versuchten, die wilden Elefanten davon abzuhalten, zu Murera und Sonje zu kommen, aber Jasiri wurde von den wilden Bullen herumgeschubst – er war doch deutlich kleiner als sie! Die Keeper zogen sich etwas zurück und gingen den Berg hinauf, wo sie den Waisen und ihren Artgenossen zuschauen konnten. Danach beruhigten sich die wilden Elefanten ein wenig und alles ging wieder friedlich zu.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.07.2019

Donnerstag, 18. Juli 2019
Manche der Waisen werden langsam unabhängiger. Ngasha und Ziwa kamen gestern nach zwei Nächten draußen in der Wildnis zurück, aber hauptsächlich, um ihre Milch abzuholen. Ngasha wollte gleich wieder in den Wald aufbrechen, überlegte es sich aber noch einmal anders und blieb dann doch bei Mwashoti und Alamaya. Auch Jasiri konnte sich nicht so recht entscheiden, und er setzte sich mit Shukuru ein Stück ab, um am Vormittag mit ihr zu grasen; nach einer Weile kam Shukuru allerdings allein zurück! Jasiri ist allerdings ein eher nervöser Junge und ist nicht gern nachts allein draußen im Wald. Wenn überhaupt, dann bleibt er im Gebüsch in der Nähe der Stallungen. Murera und Sonje bleiben Mwashoti und Alamaya treu, und auch wegen ihrer Verletzungen halten sie sich weiterhin bei ihrer menschlichen Familie.