Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.11.2018

Freitag, 2. November 2018
Jotto ist jetzt der größte Junge im Waisenhaus und misst seine Kräfte mit den älteren Mädchen. Er will immer Tagwa, Sana Sana, Kuishi und Malkia zum Ringkampf herausfordern. Malkia ist allerdings eine schwierige Gegnerin und lässt nicht mit sich spaßen; gegen sie hat Jotto es nicht leicht! Sana Sana, Tagwa und Kuishi rangeln allerdings immer gerne mit ihm, sind aber auch auf der Hut. Draußen im Wald wollte er heute nach der Milchfütterung Tagwa in einen Ringkampf verwickeln. Er versuchte es einige Zeit, aber schließlich gab er auf, weil Tagwa ihm ein paarmal deutlich zu verstehen gab, dass sie lieber grasen wollte. Jotto versuchte es bei Sana Sana, aber auch sie war nicht in der richtigen Stimmung und schubste ihn ruppig weg. Er wollte schon aufgeben, als er seinen Spielkameraden Luggard sah, der sich gerade genüsslich einstaubte. Er ging zu ihm, und die beiden rangelten ausgiebig miteinander. Dabei war Jotto aber immer schön vorsichtig, denn er weiß, dass Luggard mit seinem kaputten Bein nicht allzu wild spielen kann.

Die Waisen im November

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2018

 

Unser letzter Neuzugang diesen Monat ist zwar winzig, hat aber trotzdem schon das Zepter in der Hand! Klein Maarifa ist ein Breitmaulnashornbaby aus dem Nashornschutzgebiet im Meru Nationalpark, wo der David Sheldrick Wildlife Trust im letzten Jahr auch die Arbeit aufgenommen hat. Die örtlichen Wildhüter hatten das Kalb aus dem Schlamm geborgen und danach zwei Tage lang versucht, es zu seiner Mutter zurückzuführen – leider ohne Erfolg. Maarifa hat sich sehr schnell in der Nairobi Nursery eingelebt. Breitmaulnashörner sind sehr friedfertige und freundliche Tiere, und so hatte sie schnell das Herz aller Keeper und Elefanten erobert. Seit sie bei uns ist, füllen sich die Seiten im Monatsbericht mit kleinen Geschichten zu ihren Streichen. Es passiert zum Beispiel häufiger, daß sie im Schweinsgalopp in den Busch davon rennt, und die Keeper dürfen sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Am Ende eines jeden Gallops, läßt sie sich zu Boden plumpsen und muss erst einmal ein Nickerchen halten. Maarifa wird wie alle Nashornwaisen vor ihr getrennt von den Elefanten aufgezogen werden, aber sie werden sich sicher dann und wann im Wald begegnen. Im Moment wohnt sie im Nachbarstall von Maktao, und die beiden sind sich offenbar sehr sympathisch.

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Waisenblogs-Beitrag Nursery, 30.10.2018

Dienstag, 30. Oktober 2018
Am Morgen begann es zu nieseln, und im Laufe des Vormittags verstärkte sich der Regen immer mehr. Viele der Waisen genossen das Wasser, aber manche von ihnen verkrochen sich lieber unter den Bäumen. Dololo, Mukkoka und Merru sind noch nicht kräftig genug, um dem Wetter zu trotzen, und so wurden sie in ihre Ställe zurück gebracht und konnten da frisches Grünfutter fressen. Giraffe Kiko ging ebenfalls von allein zurück und stellte sich in seinem Stall unter. Nashorn Maxwell war dagegen begeistert – er rollte sich in der feuchten Erde herum und rannte matschbedeckt auf und ab! Kiasa war sehr ruhig und verkroch sich zwischen Ndiwa und Malkia. Sattao genoss mit seinem Kumpel Musiara die Wärme, die Mini-Leitkuh Tagwa ausstrahlte, und gemeinsam stellten sie sich unter einem Baum unter. Die besten Freunde Ambo und Jotto ließen sich von dem Schmuddelwetter jedenfalls nicht beeindrucken; sie trotzten dem Regen und rangelten fleißig miteinander. Ambo war wie üblich der wildere der beiden, während Jotto freundlich wie immer blieb – bei den Keepern hat er auch schon den Spitznamen „sanftmütiger Junge“ bekommen.