Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 19.09.2018

Mittwoch, 19. September 2018
Am Morgen kamen Orwa, Narok, Bomani und Kainuk zu Besuch, und Kainuk ging ins Gehege, um sich ein wenig mit ihrer alten Freundin Turkwel zu unterhalten. Sie ist seit einigen Wochen wegen ihrer Löwenverletzungen und ihres verlorenen Schwanzes in Behandlung, aber ihre Wunden heilen gut. Karisa, Maramoja und Rapa nahmen Zweige mit aus dem Gehege, und Kainuk machte es ihnen nach und kam genießerisch kauend wieder heraus. Während die meisten Waisen in aller Ruhe die Luzernenheupellets futterten, machte Ukame ihrem Namen – der soviel wie „Dürre“ bedeutet, da sie während einer langen Trockenperiode gerettet wurde – alle Ehre; wie ein ausgehungertes Kind schaufelte sie sich die Pellets in den Mund und konnte nicht genug bekommen. Ein wilder Bulle schaute den Waisen zu und probierte auch eines der Pellets. Er beschloss aber, dass sich die Mühe nicht lohnte – ein Elefant seiner Größe müsste eine Menge Pellets futtern, um satt zu werden! Karisa fegte wie ein Derwisch umher und war von Staubwolken umgeben. Dann tat er so, als ob er Tusuja herausfordern wollte.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 16.09.2018

Sonntag, 16. September 2018
Mutaras Gruppe kam bei Sonnenaufgang zusammen mit Orwa, Narok, Bomani, Kilaguni und Chaimu zu den Stallungen und wartete darauf, dass die Waisen herauskamen. Als es soweit war, gab es morgendliche Begrüßungen, und alle widmeten sich dem Luzernenheufrühstück. Kithaka erspähte Perlhühner, die zur Tränke kommen wollten, und rannte ihnen entgegen, um sie zu verscheuchen. Die Vögel machten es ihm aber nicht leicht, da sie in der Gegend verstreut herum flitzten. Sie hielten Kithaka eine Weile in Atem, bis es ihm zu anstrengend wurde und er aufgab. Danach konnten sie endlich in Ruhe ihren Durst löschen. Auf dem Weg hinaus in den Busch forderte Karisa Namalok zum Kräftemessen heraus. Das lockte auch Wanjala und Tusuja an, die es ihnen nachmachten. Bomani kam jedoch dazu und trennte die beiden, weil er selbst mit Tusuja spielen wollte. Dieser ärgerte sich aber darüber und weigerte sich; er ging stattdessen lieber grasen. Rapa kniete sich hin, damit er ein paar Pflanzen, denen die Trockenheit noch nicht so sehr zugesetzt hatte, ausgraben konnte. Beim Mittagsschlammbad war neben zehn wilden Bullen auch ein Warzenschwein zum baden gekommen. Es hatte allerdings nicht mit Galla und Karisa gerechnet, die es gleich wieder verscheuchten.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 14.09.2018

Freitag, 14. September 2018
Am Morgen zeigten sich Galana, Gawa, Sunyei, Siku, Lualeni, Chyulu, Meibai, Vuria und Lenana, begleitet von einer wilden Herde, an den Stallungen. Karisa kam wie üblich mit einem Zweig aus dem Gehege. Esampu schloss sich der wilden Herde an der Tränke an, wo ein wildes Kalb im etwa gleichen Alter versuchte, sie zu ärgern und von der Tränke weg zu schubsen. Sie tat so, als würde sie nachgeben und sich zurückziehen, wollte aber in Wirklichkeit den jungen wilden Elefanten zu ihren Waisenkollegen locken, damit diese ihm eine Lektion erteilen konnten! Mundusi hatte das Ganze mit angesehen und wartete, bis das wilde Kalb weit genug von seiner Herde entfernt war; als es nahe genug war, schlug er zu und bestrafte es dafür, dass es seine Adoptivschwester geärgert hatte. Später traf es auch noch auf Laragai und Galla, die es auch beide weg scheuchten. Draußen im Busch legte der gemächliche Sapalan eine Pause ein, um sich den Bauch an ein paar Büschen zu kratzen. Namalok hatte ein kleines Kräftemessen mit Roi, und Siangiki graste zusammen mit Naseku. Beim Mittagsschlammbad gab es ausgiebige Badespiele, bei denen sie heute nicht von wilden Elefanten gestört wurden. Beim anschließenden Staubbad versuchte Karisa, auf Mteto zu klettern. Am Nachmittag war es dann so heiß, dass die Waisen sich ein wenig unter einem Baum ausruhen mussten und weitergrasten, als es wieder etwas kühler geworden war.