Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.02.2021

Mittwoch, 3. Februar 2021
Maktao und Kiombo sind prima Kumpels, und es vergeht kein Tag, an dem sie nicht miteinander spielen. Maktao ist dabei meistens eher ruhig unterwegs, wohingegen Kiombo gerne übermütig wird und solche Ringkämpfe auf jeden Fall gewinnen will. Heute wurde es allerdings ernster, als sich die beiden wegen irgendetwas in die Haare bekamen! Maktao wedelte bedrohlich mit den Ohren und rannte Kiombo trompetend hinterher. Kiombo ist zwar der deutlich kräftigere der beiden Bullen, aber Maktao konnte er nicht überlisten. Schließlich wurde es so ruppig, dass die Keeper versuchten, die beiden zu trennen – allerdings ohne Erfolg! Am Ende kamen Kiasa und Maisha dazu und beendeten die Rangelei; Leitkuh Maisha würden sich die Jungs niemals entgegenstellen!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.02.2021

Montag, 1. Februar 2021
Ein neuer Waisenelefant wurde aus dem Gebiet der El Karama Lodge in Laikipia gerettet und Rama genannt. Er war mit dem LKW angekommen, weil er schon ziemlich groß ist, und er wurde im Gehege neben Larro und Kiasa einquartiert, damit die beiden Mädchen ihn beruhigen konnten, sollte er unruhig werden. Als Kiasa am Morgen herauskam, ließ sie die Keeper links liegen und wollte immer wieder zu Ramas Tor rennen, der aber fest schlief. Die Keeper versuchten, sie nach draußen in den Wald zu bewegen, damit sie den Neuling nicht weckte, aber Kiasa machte es ihnen nicht leicht! Nachdem sie sich überzeugt hatte, dass er nicht ans Tor kommen würde, sondern schlief, folgte sie der Herde hinaus in den Wald. Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, rannte Kiasa vorneweg und lief einen kleinen Umweg, um an Ramas Tor vorbei zu kommen. Wieder mussten die Keeper sie erst mit ihrer Milchflasche überzeugen, in ihr Gehege zu gehen, und sie kollerte protestierend. Schließlich kehrte aber Ruhe ein, und alle waren brav in ihren Ställen und Gehegen.

Kiasa, Kiombo und Maktao ziehen nach Umani Springs um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Seit einigen Wochen wurden beim Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi die nächsten Umzüge in die Auswilderungsstationen vorbereitet. Eine Woche vor dem anvisierten ersten Umzug kam allerdings der plötzliche Tod des geliebten Luggard in Umani Springs dazwischen. Der von allen wegen seines beeindruckenden Lebenswillens auch „Löwenherz“ genannte kleine Elefant, der als Baby von etlichen Gewehrschüssen von Wilderern getroffen worden war, wurde schließlich doch noch Opfer seiner schweren Verletzungen, nachdem sein Körper sich jahrelang dagegen gewehrt hatte und es so aussah, als könnte er dauerhaft damit leben.

Obwohl Luggard nicht mehr da war, blieb die Erinnerung an ihn im Kibwezi-Wald bestehen. Die anderen Waisen dort waren, genauso wie die Keeper, unermesslich traurig. Vor allem Murera konnte man es ansehen; jeden Morgen sahen die Keeper sie zu Luggards Gehege gehen und davor stehenbleiben, und auch die anderen kamen regelmäßig dort vorbei, gingen einmal hinein und wieder heraus. Es brach den Keepern das Herz, dieses Ritual mitanzusehen, und es war klar, dass irgendetwas getan werden musste, um wieder Leben und Zuversicht nach Umani Springs zu bringen! Da es in der kurzen Regenzeit diesmal in Voi nur wenig geregnet hatte, erschien ein Umzug dorthin wenig sinnvoll. Die Auswilderungsstation im Kibwezi-Wald war vor allem für die schwerer verletzten Waisen gedacht, aber auch gesunde Elefanten leben dort – und so kam Angela Sheldrick auf die Idee, dass eine neue Gruppe fröhlicher Waisen Balsam für die trüben Gemüter dort sein könnte.


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Die Waisen im März

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2021

Den Großteil des Monats März warteten wir sehnlich auf die kleine Regenzeit. Es war unglaublich heiß in Nairobi, und manchmal legten die Waisen sogar eine Extra-Baderunde ein, nur um sich abzukühlen. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass unser Neuzugang Rama, ein großes Faible für die Suhle hat! „Die Waisen im März“ weiterlesen