Samstag, 11. Juli 2020
Heute Morgen schien einmal die Sonne, und Naleku war so begeistert, dass sie aus ihrem Stall geschossen kam und direkt zu Mukkokas Tür rannte! Dort wartete sie geduldig auf ihn, und als er herauskam, schien sie ihn zu drängeln, damit sie möglichst schnell in den Wald kamen. Mukkoka wollte aber offenbar noch Nashorn Maxwell begrüßen und ging zu seinem Gehegetor. Maxwell schien sich zu freuen, und nach einer kurzen Plauderei machten sich Mukkoka und Naleku schließlich auf in den Wald. Maisha und Nabulu fingen unterdessen schon einmal am Wegesrand an zu grasen, während sie auf den Rest der Waisen warteten. Als sie alle draußen im Busch angekommen waren, war es Kiasa, die nach vorne rannte und weiter hinaus wollte. Roho, Maktao und Larro kamen bereitwillig mit, und bald hatten sie Mukkoka und Naleku eingeholt.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.07.2020
Freitag, 10. Juli 2020
In Nairobi ist jetzt die kühlste Zeit des Jahres, und weil es häufig bewölkt und ungemütlich ist, wollen die Waisen nicht viel im Matsch baden. Nach den Milchfütterungen gehen sie meistens direkt wieder in den Wald, wo es etwas wärmer ist als in der offenen Savanne. Nach der Mittagsmilch führten sie heute Maisha, Nabulu und Kiasa mit aufmunterndem Kollern zurück zum Grasen. Die meisten futterten ruhig vor sich hin, nur Mukkoka und Maktao hatten Hummeln im Hintern und starteten ein Kräftemessen. Sie waren so in ihre Rangelei vertieft, dass sie gar nicht mitbekamen, dass die Herde inzwischen den Mädchen tief in den Wald hinein gefolgt war. Als sie merkten, dass niemand mehr da war, rannten sie ihren Freunden schnell hinterher.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.07.2020
Donnerstag, 9. Juli 2020
Nach der Mittagsfütterung ruhten sich die Waisen ein wenig aus, lehnten an den Bäumen oder legten sich im Schatten hin. Die Mittagsruhe endete abrupt, als Kiasa, Kiombo und Maktao einen Ringkampf einläuteten. Kiasa spielte kurz mit den Jungs und ließ sie dann zu zweit weiter machen. Maktao und Kiombo waren noch eine ganze Weile mit ihrem Kräftemessen beschäftigt, bevor sie sich wieder ans Grasen machten.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 07.07.2020
Dienstag, 7. Juli 2020
Am Vormittag gingen die Waisen auf eine kleine Abenteuerwanderung in den Nationalpark. Die Keeper führten ihre Schützlinge in eine Gegend, in der sie nicht mehr waren, seit Tagwa und Tamiyoi nach Voi umgezogen sind. Die jungen Elefanten müssen lernen, sich auch in unbekanntem Gebiet zurecht zu finden, und wenn sie einmal erfolgreiche Leitkühe werden sollen, müssen sie auch Wasser und Grün finden können! Die Waisen fanden alles sehr aufregend; sie schnupperten andauernd und schauten sich aufmerksam um. Sie schienen allerdings nicht allzu begeistert zu sein und wollten ziemlich schnell wieder umkehren und zu ihren vertrauten Plätzchen zurück gehen. Die Keeper ließen sie gewähren, in dem Wissen, dass sie mit der Zeit langsam Neues lernen werden. Als sie wieder dort waren, wo sie sich auskennen, begannen die Waisen bald zu grasen, und Maisha und Kiasa vergewisserten sich, dass es allen gut ging. Ziwadi und Olorien waren nicht mitgekommen – Olorien muss erst noch etwas kräftiger werden – und die beiden schlossen sich fröhlich den anderen beim Grasen an.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.07.2020
Freitag, 3. Juli 2020
Mini-Leitkuh Maisha scheint eine sehr genaue Vorstellung davon zu haben, in welcher Reihenfolge die Waisen morgens in den Wald gehen sollten. Roho möchte sie immer an ihrer Seite haben, und Larro, Kiasa oder Nabulu dürfen direkt danach kommen. So kann sie sicher sein, dass auch Naleku, Olorien und Ziwadi in der Nähe sind. Naleku und Ziwadi sind recht unabhängige kleine Mädchen, und Naleku schließt sich auch gern einmal Mukkoka an – die beiden sind gute Freunde geworden, als sie noch ganz neu im Waisenhaus war. Ziwadi läuft am liebsten in der Nähe von Olorien und Naboishu. Maisha hat allerdings auch manchmal Tage, an denen sie unleidlich ist – genau wie es auch bei Tagwa war. Heute war es wohl so, und draußen im Wald scheuchte sie Ziwadi, Naboishu, Mukkoka und Kiombo immer wieder weg und startete ständig Ringkämpfe mit Maktao. Schließlich nahmen die Keeper sie zur Seite, damit sie sich etwas beruhigen konnte, und nach einer guten halben Stunde kam sie wieder in besserer Laune zurück zur Herde. Sie legte sich mit niemandem mehr an und graste friedlich mit ihnen zusammen. Ziwadi und die Jungs machten sich nicht viel aus Maishas Launen; Ziwadi graste zwischenzeitlich auch zusammen mit Olorien und Naboishu.

