Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.12.2019

Donnerstag, 26. Dezember 2019
Lima Lima hatte wohl gehofft, dass es heute noch einmal Akazienschoten geben würde, aber die Keeper mussten sie enttäuschen. Daraufhin marschierte sie mit ihren Getreuen tief in den Wald hinein, bis sie auf wilde Artgenossen trafen. Sie gingen ein ganzes Stück mit ihnen mit, sodass die Keeper es nicht leicht hatten, ihre Schützlinge nicht zu verlieren. Nur Shukuru, Murera und Mwashoti blieben bei den Keepern, die anderen gingen mit den wilden Elefanten mit. Vielleicht waren sie beleidigt, weil es nicht noch einmal Akazienschoten gab! Die Keeper hatten ihre liebe Mühe, sie unter den Elefanten der wilden Herde zu finden, die gar nicht begeistert über die Nähe der Menschen waren. Am Ende hatten sie es aber geschafft und brachten die Waisen wieder zurück nach Hause, wo ihre Milch auf sie wartete.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.12.2019

Mittwoch, 25. Dezember 2019
Die Waisen konnten sich zum Weihnachtsfeiertag noch einmal über leckere Akazienschoten freuen, während auch die Keeper ihr Festtagsmahl genossen; die ganze Familie feierte Weihnachten! Auf dem Weg hinaus in den Wald versammelte Murera die jungen Bullen Alamaya und Mwashoti, sowie Shukuru um sich herum. Sie hielten sich von Faraja und Ziwa fern, die unentwegt miteinander rangelten und aufeinander herumkletterten. Zongoloni wollte heute auch nichts mit den Raufbolden zu tun haben und blieb lieber den ganzen Tag bei Alamaya.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.12.2019

Dienstag, 24. Dezember 2019
Zu Heiligabend brachten die Keeper den Waisen ein Geschenk: einen Beutel Akazienschoten, das beliebteste Naschwerk der Elefanten! Sie bekamen am Morgen ein paar, und den Rest brachten die Keeper dann zur Mittagsfütterung mit. Während alle auf das Fahrzeug mit den Milchflaschen warteten, steckte die neugierige Lima Lima ihren Rüssel in den Beutel, denn sie hatte die Leckereien schon gerochen! Ngasha machte es ihr nach, und bald stritten sie sich um die Leckerbissen. Die Keeper hatten einige Mühe, sie gerecht an alle Waisen zu verteilen!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.12.2019

Sonntag, 22. Dezember 2019
In der vergangenen Nacht probierte Jasiri noch einmal, draußen zu bleiben. Ziwa hatte ihn wohl am Abend überzeugt mitzukommen, aber vielleicht hatte er dann auch den Weg zu den Stallungen nicht mehr gefunden. Mitten in der Nacht konnte man draußen im Wald Elefanten bellen hören, und die Keeper dachten, es seien vielleicht die wilden Freunde der Waisen. Als das Geschrei aber nicht aufhörte, gingen sie hinaus, um doch einmal nachzuschauen. Sie riefen Jasiris Namen, und nach zehn Minuten kam er tatsächlich aus dem Gebüsch. Er hatte jede Menge Matsch am Kopf und an den Stoßzähnen, als ob er mit anderen gerangelt hatte! Er rannte in sein Gehege, musste aber feststellen, dass Sonje schon all sein Grünfutter gefressen hatte. So blieb ihm nichts anderes übrig, als bis zur morgendlichen Milchflasche zu warten, die er dann auch ganz schön schnell leer trank. Lima Lima und Zongoloni begrüßten ihn am Morgen, bevor sie sich zum Aufwärmen einem kleinen Ringkampf widmeten. Jasiri blieb den ganzen Tag in der Nähe von Murera und den anderen und graste mit ihnen zusammen. Es scheint, als ob er immer noch nicht so recht bereit ist auszuwildern!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.12.2019

Samstag, 21. Dezember 2019
Shukuru ließ sich am Morgen nahe der Stallungen ein paar Akazienzweige schmecken und beschloss dann, die Waisen zu den Umani-Hügeln zu bringen. Sonje folgte ihr, was bedeutete, dass sie einverstanden war. Shukuru zeigt in letzter Zeit öfter einmal Interesse, die Führungsrolle zu übernehmen! Nichtsdestoweniger ist sie immer noch ein zurückhaltendes und freundliches Mädchen. Mwashoti ist nach Shukuru der zweitbravste Waisenelefant, obwohl er manchmal auch frech werden kann. Allerdings scheint er dabei meist von den Rabauken wie Alamaya oder Ziwa angestiftet zu werden, die ihn manchmal versuchen herumzuschubsen. Nur wenn es um die Luzernenheupellets geht, kennt Mwashoti keinen Spaß – diese will er mit niemandem teilen, nicht einmal mit seiner Adoptivmama Murera! Ziwa stapfte heute in eine andere Richtung los als die anderen, aber Faraja ging ihm hinterher und überzeugte ihn, mit den anderen mit zu gehen. So folgten sie alle Shukuru zu den Hügeln, anstatt nach ihren wilden Freunden zu suchen.