Donnerstag, 26. September 2019
Als Ziwa am Morgen herauskam, jagte er laut trompetend den Pavianen hinterher. Er nutzte die Gelegenheit, um sich gleich aus dem Staub zu machen; er wusste, dass die Keeper ihn zurückrufen würden, aber er wollte heute wieder einmal auf eigene Faust losziehen. Die anderen versuchten, ihn zu finden, aber vergeblich. Bei der Mittagsfütterung kamen aber dann alle Waisen wieder zusammen. Sie spielten schön im Schlammbad und matschten sich ordentlich ein, wobei Shukuru sich wie üblich ein Plätzchen für sich suchte. Als sie sah, wie die Jungs aus dem Wasserloch herauskamen, ging sie hinein und badete noch einmal ausführlich, ohne von den anderen gestört zu werden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.09.2019
Mittwoch, 25. September 2019
Heute nahmen die Waisen einen neuen Weg durch den Wald, als eine Python aus ihrem Loch kam, um sich im Gras zu sonnen. Lima Lima sah die große Schlange als erste und warnte die Keeper, die sie noch nicht bemerkt hatten. Nachdem Lima Lima sie darauf aufmerksam gemacht hatte, ließen sie sie nicht aus den Augen und passten gut auf, ihr nicht zu nahe zu kommen oder sie zu stören.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.09.2019
Dienstag, 24. September 2019
An den Quellen wimmelte es heute von wilden Elefanten; sie fühlen sich in der Gegend sicher, und es gibt genug frisches Wasser zum saufen und um sich im Schlamm zu wälzen. Heute kamen auch ein paar zur Auswilderungsstation. Sie suchten wohl ihre Freunde Ziwa und Ngasha. Die beiden gewöhnen sich an ihre Unabhängigkeit und das Leben in der Wildnis. Manchmal kommen sie abends mit zurück zu den Stallungen, aber häufig schleichen sie sich auch davon und verbringen die Nacht draußen im Wald. Sie sind auf dem besten Weg auszuwildern, und die Keeper freuen sich, dass sie drauf und dran sind, diesen wichtigen Schritt in ihrem Leben zu gehen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.09.2019
Montag, 23. September 2019
Murera ist wirklich eine vorbildliche Leitkuh. Wann immer jemand Ärger macht, kümmert sie sich darum und sorgt dafür, dass der freche Elefant seine gerechte Strafe bekommt. Heute ärgerten Ziwa und Ngasha den kleineren Mwashoti und schubsten ihn herum. Als Murera das sah, ging sie sofort zu ihnen und erteilte den beiden eine ordentliche Lektion!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2019
Sonntag, 22. September 2019
Shukuru und Mwashoti überfielen am Morgen den Heu-Lagerraum und wollten Luzernenheu stibitzen! Die anderen waren schon draußen und sammelten fleißig Akazienschoten auf, die über Nacht von den Bäumen heruntergefallen waren. Die Keeper versuchten, die beiden Frechdachse zu überreden, auch hinaus zu gehen, aber mit wenig Erfolg. Schließlich machten sie sich jeder mit einem Ballen im Rüssel davon. Gierschlund Lima Lima ließ Mwashoti allerdings nicht weit damit kommen und hatte ihm das Heu bald abgeluchst. So stand Mwashoti schließlich am Tor und hatte nichts mehr übrig; Murera kam dazu und umrüsselte ihn, sodass er wieder versöhnt war und zufrieden kollerte. Als sich dann die Herde in den Wald auf machte, blieb nur Lima Lima mit dem Heu zurück, das inzwischen weit verstreut herum lag, denn die Jungs hatten natürlich auch noch ihren Anteil verlangt.

