Freitag, 8. Februar 2019
Bei der Mittagsfütterung kam Shukuru als erste an, nachdem sie Ziwa und Alamaya abgehängt hatte. Sie hob ihre Flasche vom Boden auf und nahm sie mit, um den anderen Platz zu machen. Als sie sie leergetrunken hatte, ließ sie sie fallen und machte sich auf zum Wasserloch. Nachdem auch Mwashoti und Alamaya ihre Milch ausgetrunken hatten, folgten sie Shukuru zum Bad. Sie war aber inzwischen schon wieder zum Staubbad weitergegangen, wo sie sich genüsslich einstaubte.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 06.02.2019
Mittwoch, 6. Februar 2019
Am Morgen war es recht kühl und neblig, sodass Murera und Mwashoti mit ihren steifen Gliedern etwas Mühe hatten hinterherzukommen. Als Lima Lima und Quanza an der Spitze der Waisenherde erst einmal ausführlich in den Büschen umher trampelten und trompeteten, bekamen sie die Gelegenheit, sich etwas zu dehnen und zu strecken – danach ging es besser. Alamaya forderte später Ziwa zum Ringkampf heraus; Ziwa ließ sich von seinem kleineren Freund bereitwillig schieben und schubsen, aber als Alamaya zu ruppig wurde, ging er davon. Daraufhin nahm sich Alamaya seinen Kumpel Mwashoti vor, und die beiden rangelten noch eine Weile miteinander.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.02.2019
Dienstag, 5. Februar 2019
In der Nacht besuchten wieder etliche wilde Elefanten die Stallungen. Sonje konnte sie zwar wittern und kollern hören, aber sie sah sie nicht und konnte nicht zu ihnen gehen, sodass sie unruhig wurde und ebenfalls zu kollern anfing. Daraufhin stimmten auch die anderen Waisen mit Trompeten ein. Die wilden Bullen schauten zum Haupttor herein, was wiederum Mwashoti nicht passte. Er veranstaltete einiges Spektakel, sodass die Keeper aus ihrem Zelt kommen und nach dem Rechten sehen mussten. Am Morgen liefen die Waisen schnell heraus, nachdem sie ihre Milch leergetrunken hatten, aber es war niemand mehr zu sehen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.02.2019
Samstag, 2. Februar 2019
Am Nachmittag versuchten ein paar Büffel, mitten durch die Waisenherde zu marschieren. Ziwa und Ngasha trompeteten herum und wollten sie so vertreiben, aber mit wenig Erfolg. Die Keeper mussten erst dazukommen und ihnen helfen. Die Waisen machten sich dann auf in den Wald, wo sie an ein paar Wasserlöchern vorbeikamen, in denen sie sich abkühlen konnten. Shukuru wollte erst nach langer Zeit wieder herauskommen, und Faraja folgte ihr auf dem Fuß.
Die Waisen im März
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: März 2019
Diesen Monat ereilte uns ein weiterer Schicksalsschlag: Unser kleiner Sonnenschein, Breitmaulnashornbaby Maarifa, ist gestorben. Seither ist die Stimmung verständlicherweise düster, auch dann noch, als ein weiterer kleiner Elefant aus der Masai Mara zu uns kam, dessen Mutter dem Konflikt zwischen Wildtier und Mensch zum Opfer fiel. Das kleine Kälbchen wurde mit Aufmerksamkeit überschüttet, weil sich alle mit etwas Schönem ablenken wollten. Daher ging die Eingewöhnung für den kleinen Bullen ungwöhnlich schnell und er wird bald ins Waisenprogramm aufgenommen werden. Seit Dame Daphne die Formel für die Ersatzmilch zur Aufzucht von Waisenelefanten entwickelt hat, konnten wir 244 Elefanten auswildern. Aber trotz all dieser Erfahrungen und Erfolge, trifft uns der Tod eines unserer Schützlinge jedes mal hart. „Die Waisen im März“ weiterlesen

