Montag, 16. November 2020
Alamaya, Ngasha und Mwashoti machten heute beim Grasen ihre eigene kleine Gruppe auf, und Enkesha war hin und her gerissen; sollte sie mit den Jungs mitkommen, mit denen sie immer interessante neue Dinge erlebt, oder mit den Leitkühen und dem Rest der Herde? Schließlich entschied sie sich, den drei Bullen zu folgen und graste mit ihnen zusammen den ganzen Nachmittag.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.11.2020
Sonntag, 15. November 2020
Quanza hatte heute ausgesprochen gute Laune und überraschte die Keeper mit einer kleinen Show-Einlage: sie setzte sich auf eine Stelle mit feuchtem Matsch und schuffelte das Hinterteil auf dem Boden herum. Dabei wischte sie auch noch eifrig mit dem Schwanz über den Boden. So etwas hat sie noch nie gemacht, und die Keeper mussten lachen bei diesem lustigen Anblick.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.11.2020
Freitag, 13. November 2020
Als die Waisen heute durch den Wald gingen, schrien zwei Pavian-Babys lauthals in den Baumwipfeln, was Enkesha und Luggard einen ordentlichen Schrecken einjagte. Murera und Lima Lima wussten beide nicht so recht, was los war, aber Mwashoti kam zu Hilfe geeilt und trompetete in Richtung der Babys und schwenkte seinen großen Kopf, um sie einzuschüchtern. Die Pavian-Mütter hatten inzwischen mitbekommen, dass ihre Babys schrien; sie kamen, um sie in Sicherheit zu bringen, und bellten dabei Mwashoti an. Er drohte auch ihnen, aber sie sammelten nur schnell ihren Nachwuchs ein und machten sich dann durch die Bäume davon, zurück zu ihrer Gruppe.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.11.2020
Donnerstag, 12. November 2020
Heute bekam Shukuru kurz die Gelegenheit, auf Luggard aufzupassen, als Murera und Lima Lima gerade beide schlammbadeten. Shukuru machte sich gut als Kindermädchen und tätschelte den kleinen Bullen liebevoll. Als Murera und Lima Lima wieder herauskamen, wurde Luggard wieder zurückgegeben, und Shukuru wandte sich wieder dem Grasen zu. Quanza hatte schon auf sie gewartet, und sie machten sich zusammen wieder ans Futtern. Enkesha folgte Shukuru, und nach kurzer Zeit hielt diese plötzlich an, und beide machten kehrt und kamen zu den Keepern zurück gerannt. Die Keeper gingen nachsehen und erspähten eine große Büffelherde, die sich im Gebüsch breit gemacht hatte und vor der Shukuru wohlweislich den Rückzug angetreten hatte.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.11.2020
Mittwoch, 11. November 2020
Es ist jetzt schon eine Weile her, seit Zongoloni, Ziwa, Faraja und Jasiri zuletzt aufgetaucht sind. Bei den ausgiebigen Regenfällen der letzten Tage sind diese vier halb-unabhängigen Waisen vermutlich jetzt mit ihren wilden Freunden in der Nähe oder sogar in den Chyulu-Bergen unterwegs. Grün und Wasser gibt es jedenfalls jetzt überall genug. Alamaya und Ngasha dagegen haben sich angewöhnt, bei Tagesanbruch an den Stallungen zu erscheinen. Dort warten sie darauf, dass die Waisen ihre Milch trinken, futtern mit ihnen zusammen Luzernenheu und kommen dann mit hinaus in den Busch. Murera und Sonje freuen sich, die Jungs wieder dabei zu haben. Lima Lima ist nicht so begeistert, denn die übermütigen Jungs fangen manchmal an, auf ihr herum zu klettern. Murera und Sonje haben aber deswegen schon ein paarmal heftig mit ihnen geschimpft, und sie halten sich nun ein wenig zurück.

