Montag, 21. September 2020
Manchmal kommt ein einzelner wilder Elefant an der Auswilderungsstation vorbei. Heute tauchte eine junge Kuh ohne Stoßzähne auf, als die Keeper gerade dabei waren, das Luzernenheu für die Waisen vorzubereiten. Sie staunten über die Besucherin, die erst aus einiger Entfernung zuschaute und sich dann langsam näherte. Die meisten wilden Elefanten wissen nicht so recht, was sie davon halten sollen, dass Menschen und Elefanten zusammen herumlaufen, aber dieses Mädchen schien vor allem neugierig zu sein. Sie wartete ein wenig, bis die Keeper den Waisen ihr Luzernenheu gebracht hatten, und bediente sich dann ebenfalls daran. Die Keeper gaben ihr gerne etwas ab; Faraja und Jasiri, die am Morgen zu Besuch gekommen waren, waren allerdings anderer Meinung! Sie stellten sich der jungen Kuh entgegen und wedelten mit den Ohren, um größer auszusehen und sie zu beeindrucken. Sie bekam es wohl ein wenig mit der Angst zu tun und zog sich wieder in den Wald zurück. Sie war allerdings offenbar in der Nähe geblieben, denn kaum hatten die Waisen sich auf den Weg in Richtung der Kenze-Hügel gemacht, kam sie wieder zurück und ließ sich das Luzernenheu in Ruhe schmecken.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.09.2020
Sonntag, 20. September 2020
Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, wartete ein Überraschungsbesucher an der Auswilderungsstation auf sie: Alamaya, der den anderen hinein folgte und am Eingang zu seinem alten Gehege stehenblieb. Er machte ein paar Schritte hinein und schnüffelte. Vielleicht erinnerte er sich an die schöne Zeit, die er mit Murera zusammen in diesem Gehege verbracht hatte! Er bekam von den Keepern ein wenig Luzernenheu, das er sich schmecken ließ. Als die Sonne schließlich unterging, machte er sich wieder auf den Weg zurück in den Wald, um mit seinen Freunden neue Abenteuer in der Wildnis zu erleben.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.09.2020
Samstag, 19. September 2020
Heute durfte sich Lima Lima einmal eine Weile um Luggard kümmern, da Murera noch damit beschäftigt war, ihr Luzernenheu zu futtern. Luggard konnte es offenbar nicht erwarten, in den Wald zu kommen, und so machte er sich mit Lima Lima schon einmal auf den Weg. Als Murera schließlich fertig war, folgte sie den beiden, und als sie sie eingeholt hatte, übernahm sie ihre Aufgaben als Adoptivmama wieder von Lima Lima.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.09.2020
Freitag, 18. September 2020
Heute war es Mwashoti, der ein Leck in der Wasserleitung entdeckte. Er und Shukuru löschten begierig ihren Durst, und Enkesha planschte so lange mit dem Wasser herum, bis ein Mini-Schlammloch entstanden war, in dem sie sich herumwälzen konnte! Shukuru stand daneben und passte währenddessen auf sie auf.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.09.2020
Donnerstag, 17. September 2020
Im Kibwezi-Wald war Morgen das Trompeten von wilden Elefanten zu hören, und als die Keeper in deren Nähe kamen, sahen sie, dass die auswildernden Waisen bei der Gruppe dabei waren. Zongoloni, Ziwa, Alamaya, Jasiri, Faraja und Ngasha hatten offenbar die wilde Herde begleitet. Nach der Mittagsfütterung tauchten sie dann auch am Schlammloch auf und brachten zwei der wilden Bullen mit. Diese waren sehr freundlich, hielten aber trotzdem Abstand zu den Keepern. Sie soffen etwas Wasser und schienen zu überlegen, ob sie sich den Waisen beim Schlammbad anschließen sollten. Dann überlegten sie es sich aber anders und gingen zurück in den Wald zu ihrer Herde.

