Donnerstag, 23. Juli 2020
Enkesha hatte es am Morgen wieder eilig, die anderen in den Wald hinaus zu führen. Sie hatte offenbar eine genaue Vorstellung davon, wo sie hin wollte, und als sie in den Hügeln angekommen waren, hielt sie an, und alle machten sich ans Grasen. Wie aus dem Nichts tauchte Ziwa auf; seine auswildernden Kollegen hatte er aber nicht mitgebracht. Er sah, wie Enkesha, große Äste von den Bäumen abbrach und vergeblich versuchte, sie davon zu tragen. Er beschloss, ihr dabei zu helfen und ging zu ihr, um sie zu der Stelle zu schleppen, an der Enkesha sie haben wollte. Als sie alles auf einen Haufen gesammelt hatten, machten sie sich gemeinsam darüber her und teilten sich die Beute. Ziwa und Enkesha verbrachten den größten Teil des Tages zusammen und nahmen sogar nach der Mittagsfütterung ein gemeinsames Staubbad. Die Keeper freuten sich, dass die beiden sich so prima verstehen!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.07.2020
Mittwoch, 22. Juli 2020
Alamaya und Enkesha waren heute die ersten, die sich auf den Weg in den Wald hinaus machten. Sie gingen auf Erkundungstour auf der Suche nach neuem Grünfutter. Enkesha hatte bald leckeres Grün gefunden, aber Alamaya wanderte immer weiter. Lima Lima bemerkte irgendwann, dass die beiden nicht mehr zu sehen waren und begann zu trompeten. Enkesha kam schnell wieder zurück, aber Alamaya war auf Versteckspielen aus! Lima Lima suchte weiter nach ihm, bis sie ihn schließlich gefunden hatte und er bereitwillig mit zurück zur Herde kam. Nach der Mittagsmilch hatten Enkesha, Alamaya und Mwashoti es wieder eilig, zurück in den Wald zu kommen, aber sie gingen noch nicht allzu weit, solange die Keeper noch mit ihrem Mittagessen beschäftigt waren. Als schließlich alle fertig waren, machten sie sich alle zusammen auf zum Grasen in den Umani-Hügeln.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.07.2020
Dienstag, 21. Juli 2020
Alamaya war heute wieder drauf und dran, eine eigene Richtung einzuschlagen, als im Wald gegrast wurde. Er schaute sich um, während er auf seinem Rüssel herumkaute, und sah so aus, als ob er überlegen würde, wohin er am besten gehen sollte. Er kam dann mit den Waisen mit, aber lief während dem Grasen mal hierhin und mal dorthin. Als es am Abend zurück zur Auswilderungsstation gehen sollte, warteten die Keeper ab, was er tun würde – sie wollten ihn nicht drängen. Zuerst sah es so aus, als ob er sich in die Hügel verdrücken wollte, aber dann sah er, dass die Herde schon den Heimweg angetreten hatte und machte schnell kehrt, um den anderen zu folgen. Er kam ein paar Minuten nachdem seine Kollegen schon ihre Milch ausgetrunken hatten, an den Stallungen an und flitzte in sein Gehege, wo seine Flasche auf ihn wartete; danach machte er es sich für die Nacht gemütlich.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.07.2020
Sonntag, 19. Juli 2020
Sonje und Quanza übernahmen heute das Kommando über die Waisenherde. Auf dem Weg durch den Wald bekamen sie Gesellschaft von den Nachteulen Ngasha, Ziwa, Zongoloni, Faraja und Jasiri. Sie hatten scheinbar keine Lust, den Mädchen zu folgen und überzeugten die Herde, eine andere Richtung einzuschlagen. Dabei kamen sie an einer wilden Herde mit einem kleinen Kalb vorbei. Quanza wollte dem Baby schöne Augen machen, aber es hatte eine recht strenge Mutter, die sie nicht an ihr Kleines heran ließ! Schließlich gab Quanza auf und kehrte wieder zu den Waisen zurück, die alle fleißig grasten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.07.2020
Samstag, 18. Juli 2020
Als die Waisen heute durch den Wald marschierten, lärmten die Paviane in den Bäumen herum. Die Elefanten ließen sich aber nicht weiter von ihnen stören, nicht einmal Luggard und Enkesha, und gingen einfach weiter. Einmal fing Enkesha sogar an zu kollern und ein wenig zu tröten, und die anderen, darunter auch Luggard, imitierten sie, um die Paviane zu verscheuchen. Am Ende konnten sie den ganzen Tag ungestört grasen.

