Dienstag, 26. Mai 2020
Als die Waisen zur Mittagsfütterung kamen, brachten Zongoloni und Ziwa den wilden Bullen, der von den Keepern Ndugu genannt wird, mit. Er ist ein guter Freund der Waisen und kommt häufig zu Besuch; er war einer der ersten wilden Bullen, die sich mit der Waisenherde anfreundeten, als die Auswilderungsstation in Umani Springs eröffnet wurde, und so bekam er von den Keepern den Namen Ndugu, Suaheli für „Bruder“. Als er sich heute näherte, bemerkten die Keeper, dass er hinkte und eine Verletzung am Bein zu haben schien. Sie verständigten die Mobile Tierarzt-Einheit in Tsavo, damit sie sich die Wunde genauer ansehen konnte. Der Tierarzt war nach wenigen Stunden vor Ort, betäubte und behandelte Ndugu. Die Verletzung schien vom Kampf mit einem andern Bullen, der vermutlich noch größer als Ndugu war, zu stammen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.05.2020
Montag, 25. Mai 2020
Die Waisen grasten heute in der Nähe der Wasserquellen, als sie Besuch von einem wilden Bullen bekamen, der Zongoloni und Faraja gefolgt war. Sie begrüßten ihn freundlich bei der Herde, allen voran Sonje. Sie passte auf, dass er keinen der jüngeren Waisen ärgerte; Murera hielt sich unterdessen zurück und leistete den Keepern Gesellschaft.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.05.2020
Sonntag, 24. Mai 2020
Alamaya und Mwashoti scheinen die älteren Jungs ein wenig zu vermissen, und wenn sie morgens oder im Verlauf eines Tages die Waisenherde besuchen kommen, sind sie immer begeistert. Als Alamaya sie heute Morgen ankommen sah, begann er laut zu trompeten und zu kollern. Ziwa und Ngasha gingen ganz gemächlich zu allen anderen und sagten Hallo, bevor sie von Alamaya, Mwashoti und Murera umringt wurden. Es war allerlei Getröte und Gekollere zu hören!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.05.2020
Freitag, 22. Mai 2020
Als es am Abend Zeit für den Heimweg wurde, schien Faraja es eilig zu haben – offenbar spekulierte er auf eine Extra-Flasche Milch! Genau wie Shukuru hat er mitbekommen, dass es zusätzliche Milch abzustauben gibt, wenn die anderen nicht mit zu den Stallungen zurückkommen, sondern für die Nacht gleich hinaus in den Wald gehen. Heute Abend konnten sich Faraja, Shukuru und Lima Lima alle eine weitere Flasche sichern!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.05.2020
Donnerstag, 21. Mai 2020
Alamaya kümmerte sich heute um die nervenden Affen. Er musste aber allen Mut zusammennehmen und rannte dann auf sie zu, wobei er den Kopf hob und die Ohren aufstellte, um möglichst groß und beeindruckend zu wirken. Zuerst kümmerten sich die Affen nicht allzu sehr darum, aber als Alamaya kräftig mit den Ohren wedelte, wurde es ihnen doch unheimlich, und sie machten sich davon! Alamaya war zufrieden mit diesem Erfolg und ging zurück zu Sonje.

