Freitag, 15. Mai 2020
Zongoloni kam heute mit einem wilden Bullen zu den Stallungen, der von den Keepern Ndugu genannt wird. Sie lud ihn ein, die Waisen kennenzulernen, und stellte ihn den Keepern und den anderen vor. Ndugu ist ein sehr umgänglicher Bulle, und er verhielt sich die ganze Zeit sehr ruhig und freundlich. Murera hielt trotzdem Abstand von ihm und überließ es Sonje, Bekannschaft mit ihm zu machen. Ndugu freute sich sehr und spielte ein wenig mit Sonje, worüber wiederum Faraja offenbar nicht so erfreut war – er versuchte, die beiden zu trennen. Scheinbar wollte er selbst mit ihm spielen, und Ndugu wandte sich auch prompt den älteren Jungs zu und ging mit ihnen zum Schlammloch. Dort wälzten sich schon Ziwa und Jasiri, und Ndugu stellte sich daneben und schaute zu.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.05.2020
Donnerstag, 14. Mai 2020
Mwashoti unterschätzt manchmal Alamaya. Alamaya ist sehr empfindlich, was seinen Schwanzstummel betrifft, und als Mwashoti heute aus Spaß daran zog, drehte er sich sofort um, um sich zu verteidigen! Daraus entwickelte sich ein längerer Ringkampf, der aber freundschaftlich blieb. Die beiden Jungs spielen oft miteinander und probieren ihre Kräfte aus, aber sie bleiben gute Freunde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.05.2020
Donnerstag, 14. Mai 2020
Murera verirrte sich heute ein paarmal, als sie versuchte, all ihre Schützlinge im Auge zu behalten. Sie schnupperte dann aber mit ihrem Rüssel und hatte bald alle Waisen und auch wieder auf den Weg zurück gefunden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.05.2020
Mittwoch, 13. Mai 2020
Heute Morgen war Shukuru so vertieft ins Luzernenheufrühstück, dass die anderen schließlich keine Lust mehr hatten zu warten und schon einmal in Richtung der Chyulu-Berge aufbrachen. Die Keeper riefen Shukuru, und sie schnupperte erst einmal und wollte dann den anderen folgen. Dann entschied sie sich aber anders und graste lieber auf eigene Faust, begleitet von ihrem Keeper, der den ganzen Tag bei ihr blieb. Sie ist gern für sich allein unterwegs, denn dann kann sie selbst entscheiden, wie schnell es voran gehen soll, und kann sich viel Zeit beim Fressen lassen. Außerdem muss sie sich dann nicht mit den Raufbolden wie Alamaya und Mwashoti herum ärgern. Shukuru wird es freuen, wenn bald der sanftmütige Luggard aus Nairobi nach Umani Springs umzieht; die beiden kennen sich noch aus dem Waisenhaus.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.05.2020
Dienstag, 12. Mai 2020
Jasiri scheint nun auch Gefallen an seiner neuen Unabhängigkeit bei den auswildernden Waisen gefunden zu haben. Er schließt sich ihnen häufig an und sieht auch gut genährt und zufrieden aus. Er spielt auch viel mit den wilden Bullen. Seit etwa vier Monaten sind Ziwa, Ngasha, Faraja und Zongoloni nun auf eigene Faust unterwegs, und Jasiri scheint bald in ihre Fußstapfen treten zu wollen. Die fünf haben sich aber noch nicht komplett von der Waisenherde losgesagt; Zongoloni kommt fast jeden Tag zurück und verbringt Zeit mit ihren Freunden. Ngasha folgte heute Lima Lima zur Tränke, wo die beiden ihren Durst löschten. Er hatte wohl gehofft, dass die anderen sich ihnen anschließen, aber es kam sonst niemand mit. Schließlich zog er in Richtung der Chyulu-Berge los, um dort zu grasen.

