Die Waisen im November

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2018

 

Unser letzter Neuzugang diesen Monat ist zwar winzig, hat aber trotzdem schon das Zepter in der Hand! Klein Maarifa ist ein Breitmaulnashornbaby aus dem Nashornschutzgebiet im Meru Nationalpark, wo der David Sheldrick Wildlife Trust im letzten Jahr auch die Arbeit aufgenommen hat. Die örtlichen Wildhüter hatten das Kalb aus dem Schlamm geborgen und danach zwei Tage lang versucht, es zu seiner Mutter zurückzuführen – leider ohne Erfolg. Maarifa hat sich sehr schnell in der Nairobi Nursery eingelebt. Breitmaulnashörner sind sehr friedfertige und freundliche Tiere, und so hatte sie schnell das Herz aller Keeper und Elefanten erobert. Seit sie bei uns ist, füllen sich die Seiten im Monatsbericht mit kleinen Geschichten zu ihren Streichen. Es passiert zum Beispiel häufiger, daß sie im Schweinsgalopp in den Busch davon rennt, und die Keeper dürfen sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Am Ende eines jeden Gallops, läßt sie sich zu Boden plumpsen und muss erst einmal ein Nickerchen halten. Maarifa wird wie alle Nashornwaisen vor ihr getrennt von den Elefanten aufgezogen werden, aber sie werden sich sicher dann und wann im Wald begegnen. Im Moment wohnt sie im Nachbarstall von Maktao, und die beiden sind sich offenbar sehr sympathisch.

„Die Waisen im November“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Voi, 26.10.2018

Freitag, 26. Oktober 2018
Am Morgen nieselte es wieder, und Lasayen rannte vor lauter Aufregung über die sich ankündigende Regenzeit an den Stallungen auf und ab. Murit verwickelte seinen Freund Ngilai in einen Ringkampf, versuchte sich aber von Ndotto fernzuhalten, der auch mitmachen wollte. Godoma ist wieder ziemlich fit und konnte ihre Freunde heute wieder in den Nationalpark begleiten. Der Regen hielt den ganzen Tag an, und die Waisen grasten in der Nähe der Auswilderungsstation und kamen für ihre Mittagsmilch wieder dorthin. Ndii blieb immer nahe bei ihrem Adoptivkind Tahri, während Panda und Kihari sich um Kenias Adoptivbaby Araba kümmerten.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 19.10.2018

Freitag, 19. Oktober 2018
Ngilai, Godoma und Tahri spielten am Morgen an den Stallungen Fangen, waren aber sehr vorsichtig, wenn sie über die hohen Stufen klettern mussten, um nicht hinzufallen. Murit hatte einen Ringkampf mit Lasayen, der von Ndotto beendet wurde, der die beiden auseinander schob. Nelion kratzte sich sein juckendes Hinterteil, während Naipoki, Kihari und Ishaq-B ihren Spaß dabei hatten, sich in der roten Erde herumzurollen. Nguvu übernahm heute das Kommando auf dem Weg hinaus in den Busch, was sehr ungewöhnlich ist – er ist bisher noch nie vorneweg gegangen! Mudanda und Mashariki folgten ihm und waren gespannt, was passieren würde; es klappte aber alles sehr gut! Nach der Mittagsfütterung gingen die Waisen im Schlammloch baden. Währenddessen näherte sich wieder die große Büffelherde, und Mbegus kleine Gruppe jüngerer Waisen bekam es mit der Angst zu tun. Die Büffel ließen sich auch nicht von den Waisen beeindrucken, die versuchten, sie zu verscheuchen. Tundani schaffte es schließlich, sie eine Weile auf Abstand zu halten. Am Ende überließen die Waisen den Büffeln das Wasserloch, damit diese auch etwas saufen konnten.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 17.10.2018

Mittwoch, 17. Oktober 2018
Nachdem die Waisen am Morgen eine Stunde im Park gegrast hatte, genehmigten sich Ngilai und Murit einen Ringkampf. Arruba bemühte sich sehr, Araba zu bemuttern und von Kenia entfernt zu halten. Lentili, Kihari und Mbegu gaben dann den Weg in eine andere Richtung vor. Beim Baobab-Wasserloch gab es lustige Badespiele. Godoma legte sich im Wasser hin und wälzte sich herum, umringt von den anderern, die sie bewunderten. Mbegu rollte sich stattdessen im Staub herum, wurde aber von Ndii verdrängt, die das Staubbad in Beschlag nahm und dort spielte.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 14.10.2018

Sonntag, 14. Oktober 2018
Mudanda hatte am Morgen offenbar schlechte Laune und wollte Rorogoi, Araba und Murit von den Luzernenheupellets verjagen. Die Keeper mussten alle wieder beruhigen. Mbegu sah, dass Lentili und Suswa sich für den Aufbruch bereit machten, und sammelte ihre kleine Gruppe um sich, um die beiden älteren Kühe zu überholen. Es war sehr heiß, und die Waisen kamen schon um 10 Uhr zum Baobab-Wasserloch, um sich abzukühlen. Ihre Milch bekamen sie zur üblichen Mittagszeit, und danach grasten sie westlich des Wasserlochs weiter. Am Nachmittag wurde es sogar noch heißer, und gegen 16 Uhr kamen sie für ein zweites Schlammbad zurück. Lasayen rollte sich im Wasser herum, bis Murit, Godoma und Ngilai sich auf seinen Bauch legten und er laut um Hilfe schrie. Mbegu, Kihari und Ishaq-B eilten zu seiner Rettung, und damit war das Schlammbad beendet.