Donnerstag, 9. August 2018
Ex-Waisen Kenze und Taita kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück, und sechs wilde Bullen soffen Wasser an den Tränken. Wanjala und Karisa fraßen bei Kenze und fragten sich wohl, wann sie auch einmal so groß sein werden. Kenze streckte seinen Rüssel freundlich zu ihnen aus. Kithaka ging zu den wilden Elefanten, und seine Gruppe folgte ihm kurz darauf. Oltaiyoni führte dann die Waisen in Richtung Norden, während Laragai, die mit ihrer Gruppe tagsüber ihre eigenen Wege geht, in Richtung Süden aufbrach. Der neugierige Wanjala befragte Turkwel nach ihrem Befinden und ging dann mit Tusuja rangeln. Später staubte sich Esampu etwas ein, und Tusuja und Pare schlossen sich ihr an. Auf dem Weg zum Schlammbad sah Sapalan sehr erschöpft aus und schleppte sich dahin. Er ist immer recht langsam, bei allem, was er tut, aber irgendetwas schien heute nicht zu stimmen. Er ging nicht einmal Wasser saufen, sondern stand nur eine Weile im Schlamm herum. Kitirua und Naisula kamen aus dem Gebüsch und gingen geradewegs zu ihm; sie berüsselten ihn und erkundigten sich, was mit ihm los war. Schließlich machte er kehrt und brach in nordöstlicher Richtung auf, und Kitirua und Naisula folgten ihm. Am Abend mühte er sich nach Hause und bekam eine paar vorbeugende Injektionen. Die Löwen tauchten kurz am Wasserloch auf, aber kaum hörten sie das Auto der Stallungen, verzogen sie sich zurück ins Gebüsch. Im Verlauf der Nacht konnten die Waisen sie wittern und hoben ihre Rüssel. Laragai sah am meisten besorgt aus, aber Turkwel und Enkikwe blieben ganz ruhig.
Waisenblogs-Bilder Ithumba, 26.07.2018
Donnerstag, 26. Juli 2018
Kithaka spielt mit Gawa
Turkwel und Suguta
Tusuja klettert im Wasserloch auf Mteto
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 05.07.2018
Donnerstag, 5. Juli 2018
Früh am Morgen war vor den Stallungen kein einziger Elefant in Sicht, was die Keeper etwas beunruhigte – sie hatten gehofft, dass die Ex-Waisen Sapalan zurückbringen würden, den sie am Tag zuvor mitgenommen hatten. Nachdem die Waisen aus den Gehegen gekommen waren, überlegten die Keeper, wie sie am besten nach ihm suchen sollten. Beim Luzernenheufrühstück überlegte Laragai kurz, ging zur Tränke, wobei sie mit erhobenem Rüssel schnüffelte, und machte sich dann in südöstlicher Richtung auf, gefolgt von Kithaka. Die anderen gingen in Richtung Westen. Die Keeper beschlossen, Laragai zu folgen, und zu ihrer großen Erleichterung trafen sie 500m von den Stallungen entfernt auf den vermissten Sapalan, der gerade auf dem Weg zurück war. Laragai, die ihn aufgespürt hatte, begleitete ihn zur Auswilderungsstation, und die Keeper nahmen ihn dann mit zu seinen Freunden. Er schloss sich ihnen ohne große Aufregung wieder an. Nur Galla und Tusuja winkten ihm mit den Rüsseln, und Sapalan machte sich gleich wieder ans Grasen, als wäre nichts geschehen!
Waisenblogs-Bilder Ithumba, 01.07.2018
Sonntag, 1. Juli 2018
Naseku und Galla
Laragai und Kithaka
Yoyo und Yatta
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 01.07.2018
Sonntag, 1. Juli 2018
Der unabhängige Sapalan, der, seit er in Ithumba angekommen ist, schon keine Milch mehr trinkt, knabberte am Morgen an einem Zweig, den er aus dem Gehege mitgebracht hatte, während er auf das Luzernenhue wartete. Karisa vertrieb sich die Zeit damit, seinen Hintern an den Felsen zu kratzen, während Galla mit Naseku plauderte. Wenig später kollerte Laragai und gab so ihren Kumpanen zu verstehen, dass es Zeit war, sich auf zu machen und nach ihren Freunden zu suchen. Kithaka eilte sofort mit, und auch die anderen folgten. Die Waisen grasten am Vormittag im Kanziku-Gebiet, und Esampu tat sich mit Maramoja zusammen. Beim Schlammbad tauchten dann die versammelten Ex-Waisen auf! Yatta mit Baby Yoyo, Yetu, Kinna mit Baby Kama, Wendi mit der kleinen Wiva, Mulika, Mwende, Naserian, Bongo, Teleki, Zurura, Chyulu, Makena, Sunyei mit Baby Siku, Nasalot mit Baby Nusu, Sidai, Narok, Vuria, Ololoo, Lualeni, Kilabasi, sowie Olares Gruppe und vier wilde Bullen waren da. Die Stimmung war allerdings angespannt, und Yatta, Kinna, Mulika, Sidai und Chyulu waren unleidlich, sodass sich die anderen besser von ihnen fernhielten. Vielleicht hatten sie etwas beunruhigendes erlebt – immerhin waren sie relativ lange weg gewesen. Yoyo und Wiva hatten ein paar verheilte Narben an den Ohren, und bei Narok fehlte der rechte Stoßzahn. Es gab so viel Unruhe beim Schlammbad, dass die Waisen vorzeitig aufgaben. Auch der kleine Yoyo hatte wohl schlechte Laune, denn er ging auf Tusuja los, der ihn daraufhin zu Boden schubste. Danach machte er sich allerdings schnell davon, um es nicht mit Yoyos Mama und ihren Kindermädchen zu tun zu bekommen! Makena, die die hauptamtliche Kindergärtnerin zu sein scheint, kam angerannt und nahm Yoyo mit, gefolgt von Siku. Sie ruhten sich ein wenig unter einem Baum aus, bevor sie die Kleinen wieder zu ihren Müttern brachte. Obwohl die Atmosphäre angespannt war, vergaßen Olare und Chyulu nicht, nach Enkikwe zu sehen. Die Waisen machten sich schließlich zum Kone auf, während ihre älteren Artgenossen sich verabschiedeten. Narok blieb allerdings bei den Waisen; sie hatte sie offenbar vermisst, als sie so lange weg gewesen war. Dass sie einen Stoßzahn verloren hatte, schien sie nicht weiter zu stören, und sonst sah sie gesund und munter wie immer aus.

