Die Waisen im August

Sonje

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: August 2021

Shukuru hat die letzten Monate aus gesundheitlichen Gründen in der Nairobi-Nursery verbracht und es geht ihr mittlerweile von Tag zu Tag besser. Die Keeper sagen immer, dass man viel über die Gesundheit des Elefanten anhand seiner Haut sagen kann und Shukurus Haut sieht wieder richtig gesund aus. Sie hat großen Appetit, trinkt ihre Milch und frisst ordentlich, wenn sie im Busch unterwegs ist. Die Kleineren himmeln die große Shukuru an, ganz besonders Naleku. Wann immer die ältere Kuh in die Suhle steigt, rutscht Naleku neben sie und strahlt sie an, stolz, eine so große Freundin zu haben. „Die Waisen im August“ weiterlesen

Die Waisen im Juli

Ndiwa

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juli 2021

Der Juli begann sehr sonnig. Am 1. Juli wachten alle mit guter Laune auf, stürmten aus ihren Ställen und waren bereit für den Tag. Sogar Shukuru wälzte sich enthusiastisch im Dreck. Wir freuen uns, dass ihre Gesundheit sich diesen Monat stetig besserte. Unter den Waisen ist sie sehr beliebt und sie klettern die meiste Zeit auf ihr herum. Sie scheinen alle von ihrer sanftmütigen und ruhigen Art angezogen. Davon einmal abgesehen ist sie natürlich viel größer und strahlt viel mehr Wärme aus, so dass die Waisen sie an kalten Tagen auch gerne als Heizung in Beschlag nehmen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

Die Waisen im Juni

Sonje mit einem Stock im Mund

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juni 2021

Jeder Neuankömmling gewöhnt sich in seinem eigenen Tempo an das Leben in der Nursery. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn die Eingewöhnung Wochen bis Monate dauert. Unser Neuling Esoit dagegen hat sich binnen Minuten mit Inbrunst in das Leben in der Nursery gestürzt. Trotz seiner dramatischen Rettung war er sofort in seine Keeper vernarrt und saugte neugierig und aufgeschlossen all die neuen Eindrücke in sich auf. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 25.04.2021

Sonntag, 25. April 2021
Maisha, Mukkoka, Maktao, Nabulu, Kiasa und Kiombo haben nun mit dem Umzugstraining begonnen und werden bald nach Tsavo umziehen. Sie sind jetzt alt genug, um das nächste Kapitel auf ihrem Weg hin zu einem Leben in der Wildnis zu beginnen. Die Keeper hatten befürchtet, dass Kiasa einige Schwierigkeiten machen würde, aber sie machte keinerlei Probleme. Alle gingen ohne zu zögern in den LKW, bis auf Kiombo – ihm schien das Fahrzeug nicht geheuer zu sein, und er musste erst mit einer Milchflasche hinein gelockt werden. Als er aber sah, wie die anderen ganz in Ruhe darin ihre Milch tranken, beruhigte er sich auch. Nach dem erfolgreichen Training gingen die sechs wieder zurück zur Herde, die inzwischen zufrieden gegrast hatte. Larro passte gut auf sie auf, und sie wird sich bestimmt prima als nächste Mini-Leitkuh der Waisenherde machen, wenn die älteren Mädchen umgezogen sind.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 18.04.2021

Sonntag, 18. April 2021
Als die Waisen nach der Mittagsfütterung wieder hinaus in den Wald gingen, hielt Ziwadi immer einmal wieder an und fraß von ihren Lieblings-Büschen. Rama ging in eine andere Richtung als der Rest der Herde; normalerweise begleitet ihn Ziwadi, wenn er in irgendeine Richtung los läuft, aber heute schien er auf eigene Faust losziehen zu wollen. Die Keeper passten gut auf, ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Nach einer Weile hörte man ihn plötzlich laut trompente, und kurz darauf kam er kollernd und trötend zurück gerannt, als ob ihn irgendetwas erschreckt hatte. Die Keeper versuchten, ihn zu beruhigen, aber es war nicht einfach. Er tobte ein wenig herum, bis er schließlich wieder zur Ruhe kam, nachdem Ziwadi, Maisha, Maktao, Larro und Mukkoka herbei gekommen waren und ihm gut zugeredet hatten. Es war allerdings nichts zu sehen, was ihn so erschreckt haben könnte – vielleicht war er einfach nur verunsichert gewesen, als er gemerkt hatte, dass niemand bei ihm gewesen war.