Waisenblogs-Beitrag Nursery, 20.02.2019

Mittwoch, 20. Februar 2019
Es war ein heißer Tag, und Musiara, Larro und Mukkoka versteckten sich im Schatten der Bäume vor der brennenden Sonne. Die älteren Jungs schienen sich von der Hitze nicht beeindrucken zu lassen; Mapia, Jotto und Ambo spielten und rangelten auf freiem Feld. Dololo und Maktao dagegen legten sich auch lieber in den Schatten unter die Büsche.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 19.02.2019

Dienstag, 19. Februar 2019
Die kleine Larro ist inzwischen ganz vernarrt in ihre Milch. Sie kommt fast jeden Tag mindestens einmal zurück zu den Stallungen, um nachzusehen, ob es irgendwo Milch gibt. Ansonsten ist sie aber ein reizendes kleines Mädchen und scheint sich am besten mit Luggard zu verstehen. Heute Morgen tauchte sie vor der 9-Uhr-Fütterung zweimal an den Stallungen auf und suchte nach Milch. Einmal ging sie in ihren Stall und rüsselte an dem Eimer herum, in dem am Nachmittag die Flaschen gelegt werden, in der Hoffnung, dass etwas darin wäre.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 14.02.2019

Donnerstag, 14. Februar 2019
Im Gegensatz zu den anderen macht Musiara normalerweise kein großes Theater, wenn es um die Milchfütterung geht; heute war es allerdings anders! Es ging erst einmal alles ganz ruhig und friedlich zu, und nachdem die Waisen der ersten Gruppe ihre Flaschen geleert hatten, gingen sie ihren jeweiligen Aktivitäten nach. Enkesha und Maktao staubbadeten, während Sattao und Larro den Keepern hinterher liefen, die Grünfutter für sie hatten. Wenn Musiara in der Nähe der Schubkarre mit den Flaschen steht, dann normalerweise, weil er sich im Schatten der Büsche unterstellen will. Dann berüsselt er manchmal die Flaschen, aber er hat noch nie nach mehr Milch verlangt. Heute allerings ließ er den Keepern an der Schubkarre keine Ruhe und wollte ständig weiter gefüttert werden! Jedesmal, wenn er weg geschickt wurde, bellte er laut protestierend auf. Maisha schaute sich das eine Weile an und verscheuchte ihn dann von der Stelle, damit er die Keeper in Ruhe ließ. Wenn er wieder zurückkam, schob sie ihn wieder weg. Auch Emoli machte Ärger, denn er wollte das Wasser aus einer Tonne nicht mit den anderen teilen. Er hatte schon Musiara, Sattao und Maktao von der Tonne verjagt, und später tat er das gleiche mit Kiasa, die etwas Wasser saufen wollte. Er hatte heute offenbar schlechte Laune!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.02.2019

Montag, 11. Februar 2019
Jotto ist wirklich ein großer Schatz – er ärgert nie die anderen und beschützt die kleineren Waisen und die Neuankömmlinge, wenn es nötig ist. Seit der Ankunft von Nabulu ist er fleißig dabei aufzupassen, dass sie nicht von Emoli, Mapia und Sagala herumgeschubst wird, die nicht besonders erfreut sind von ihrer Ankunft. Mapia schien sie heute erschrecken zu wollen, aber Jotto schritt gleich ein und schob ihn weg. Danach blieb er die ganze Zeit an Nabulus Seite. Auch Luggard ist immer dabei, wenn einer der neu geretteten Waisen Zuspruch braucht, vor allem, wenn es mittags und nachmittags zur Fütterung geht. Wenn die anderen hinunter gehen, bleibt Luggard bei den Neulingen, die noch nicht mitkommen. Heute teilte er sich in der Zeit das Futter mit Nabulu. Deshalb versteht sich auch die kleine Larro so gut mit ihm.

Die Waisen im März

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: März 2019

 

Diesen Monat ereilte uns ein weiterer Schicksalsschlag: Unser kleiner Sonnenschein, Breitmaulnashornbaby Maarifa, ist gestorben. Seither ist die Stimmung verständlicherweise düster, auch dann noch, als ein weiterer kleiner Elefant aus der Masai Mara zu uns kam, dessen Mutter dem Konflikt zwischen Wildtier und Mensch zum Opfer fiel. Das kleine Kälbchen wurde mit Aufmerksamkeit überschüttet, weil sich alle mit etwas Schönem ablenken wollten. Daher ging die Eingewöhnung für den kleinen Bullen ungwöhnlich schnell und er wird bald ins Waisenprogramm aufgenommen werden. Seit Dame Daphne die Formel für die Ersatzmilch zur Aufzucht von Waisenelefanten entwickelt hat, konnten wir 244 Elefanten auswildern. Aber trotz all dieser Erfahrungen und Erfolge, trifft uns der Tod eines unserer Schützlinge jedes mal hart. „Die Waisen im März“ weiterlesen