Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2019

 

Es war unsäglich heiß in der Nursery und wir rechneten jeden Tag mit dem Regen. Die Vegetation wurde täglich trockener und die Waisen müssen jetzt weiter laufen, um genug Futter zu finden. Unsere Kleinsten, Larro und Neuankömmling Kiombo folgten Malima und Sagala auf Schritt und Tritt, und die Beiden entwickelten regelrechte Muttergefühle und waren sehr fürsorglich. Weil sie schon um einiges älter sind, konnten sie an die höher liegenden Äste und Zweige reichen und zogen sie für die Kleineren herunter. Malima ist zwar jetzt freundlicher zu den jüngsten Waisen, aber sie ist immer noch sehr frech und hört auch nicht immer auf die Keeper – genau wie ihr Freund Kuishi. Die beiden feisten Jungkühe werden wohl gegen Ende des Monats nach Tsavo umziehen. Es ist an der Zeit, daß sie von den älteren Elefanten unter deren Fittiche genommen werden und ein paar Manieren lernen. Kuishi versucht bei der Mittagsfütterung immer, die um die Schubkarre verschüttete Milch aufzusaugen und mag es überhaupt nicht, wenn jemand anderes es ihr nachmacht. Zur Fütterung fängt sie auch gerne mal eine Rauferei an, genauso wie wie Kiasa, die kein Stück ruhiger geworden ist. Als Kuishi eines Tages keine verschüttete Milch vorfand, schmiß sie aus Frust alle leeren Flaschen herum! „Die Waisen im April“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Voi, 29.03.2019

Freitag, 29. März 2019
Nach einem kurzen Mittagsschlammbad am Baobab-Wasserloch grasten die Waisen in Pärchen weiter. Kenia und Araba gingen zusammen in die eine Richtung, Nelion und Mudanda in die andere. Lasayen war kurz mit Tahri unterwegs, bevor diese losrannte, um bei Ndii weiter zu grasen. Lasayen tat sich daraufhin mit Mbegu, Lentili und Ndotto zusammen. Ndoria dagegen war auf eigene Faust unterwegs.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 20.03.2019

Mittwoch, 20. März 2019
Mbegus Gruppe traf beim Mittagsschlammbad auf eine wilde Elefantenherde, die sich im Matsch wälzte. Mbegu, Godoma, Ndotto, Murit, Lasayen und Ngilai hielten etwas Abstand von ihren wilden Artgenossen, aber Tahri spielte mit einem der kleinen Kälber. Als Kenias Herde heran gestürmt kam, erschraken die wilden Elefanten und machten sich aus dem Staub. Lasayen und Godoma hatten jede Menge Spaß beim Herumrollen auf dem Boden, sodass Mbegu dazukam und auch mitmachte. Embu kam aus dem Wasser und versuchte, Godoma am Aufstehen zu hindern, indem sie sie mit Rüssel und Stoßzähnen in Schach hielt. Als Godoma sich schließlich befreit hatte, schlich sie sich mit Mbegu und Lasayen davon, aber Embu blieb ihr auf den Fersen! Araba forderte Murit zum Ringkampf heraus, und Murit schnappte sich einen kleinen Ast, den er im Mund hielt, während er gegen Araba antrat. Das war ihr nicht ganz geheuer, und damit sie nicht ins Auge gestochen werden konnte, rannte sie lieber davon. Kurz darauf wendete sie den Trick, den sie gerade bei Murit gesehen hatte, selbst an und hielt einen Ast im Mund, als Ndotto sie in eine Rangelei verwickelte.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 16.03.2019

Samstag, 16. März 2019
Die Waisen machten sich heute zum Grasen an der Ostseite des Mazinga-Bergs breit, wo Bada weiter unten blieb als die anderen. Naipoki und Rorogoi hielten an und warteten auf ihn, und so verbrachten die drei den Vormittag gemeinsam beim Grasen. Auch Godoma und Lasayen setzten sich ein Stück vom Rest der Herde ab. Beim Mittagsschlammbad legte sich Araba ins Wasserloch, während Suswa am Rand spielte. Ab und zu hob Suswa den Kopf und schaute, was Araba so trieb, sodass Ndii mit der Zeit Verdacht schöpfte und dazu kam, um zu verhindern, dass ihre geliebte Araba von Suswa entführt wurde. Lasayen und Godoma, die gute Freunde seit ihrer Waisenhauszeit sind, nahmen zusammen ein Staubbad und rollten sich in der Nähe des Wasserlochs auf dem Boden herum.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 04.03.2019

Montag, 4. März 2019
Ndii würde sich gerne zur Anführerin von Mbegus kleiner Gruppe jüngerer Waisen aufschwingen, muss sich dabei aber mit Ishaq-B arrangieren. Heute ging sie zu ihnen hinüber, nahm einen Rüssel voll roter Erde auf und blies sie über Ngilai und Lasayen, die den morgendlichen Spielen zuschauten. Danach schob sie Mbegu von ihrem Spielplatz, während Ndotto und Kihari sich einem kleinen Ringkampf widmeten. Lentili übernahm das Kommando auf dem Weg zu den Weidegründen. Nach der Mittagsfütterung grasten die Waisen friedlich zusammen mit Mbirikani, die sie an der Nordseite des Mazinga-Bergs getroffen hatten.