Waisenblogs-Beitrag Voi, 25.04.2019

Donnerstag, 25. April 2019
Am Morgen regnete es leicht, und Lentili, Kenia, Mbegu und Lasayen rollten sich spielerisch auf der Erde herum. Mashariki und Rorogoi teilten sich einen Kratzfelsen, bevor sich die Waisen hinaus in den Busch aufmachten. Dort ließen sie sich das frische feuchte Gras schmecken, das östlich des Mazinga-Bergs sprießte. Das Wasserloch ließen sie heute aus, weil es ihnen zu kalt war und sie lieber weiter grasen wollten.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 22.04.2019

Montag, 22. April 2019
Mbirikani, die die Nacht vor den Gehegen verbracht hatte, schloss sich den Waisen beim morgendlichen Ergänzungsfutter an. Es wurde nicht weiter gespielt, denn die Waisen beeilten sich, hinaus zum Grasen zu kommen. Zwei Stunden vor der Mittagsfütterung bemerkten die Keeper, dass sich ein Rudel von zehn Löwen unter einem Baum breit gemacht hatte, an dem die Waisen gerne ihre Milch trinken! Sie sahen hungrig aus und hofften offenbar darauf, dass nichtsahnende Tiere zum Wasserloch zum Saufen kommen würden. Es gab allerdings kein passendes Versteck, von dem aus sie sich anschleichen konnten, und so gingen sie nach einer Weile wieder davon. Die Keeper versicherten sich gründlich, dass sie wirklich verschwunden waren, und ließen dann die Waisen zur Milchfütterung kommen. Die Elefanten merkten aber, dass irgendetwas nicht so war, wie es sein sollte, und sie nahmen nur ein kurzes Bad. Lentili und Araba kratzten sich noch kurz am Baobab und Tundani und Nelion verwickelten sich in einen verbissenen Ringkampf, bevor es wieder zum Grasen ging.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 11.04.2019

Donnerstag, 11. April 2019
Kihari sicherte sich am Morgen einen guten Platz zum Kratzen, den sie Mudanda überließ, als sie fertig war. Auch Lentili und Godoma drängelten sich an einem Felsen neben dem Erdhaufen, um sich zu kratzen, aber Lentili überließ Godoma bald den Kratzfelsen. Mbegu und Godoma führten dann die Herde auf dem Weg hinaus in den Park an. Mbirikani tauchte 20 Minuten vor den Waisen am Baobab-Wasserloch auf und sagte kurz einer wilden Herde Hallo. Als die Waisen angekommen waren und ihre Milch getrunken hatten, schlossen sie sich Mbirikani, die immer noch da war, an der Tränke an. Ein junger wilder Bulle kam auch noch dazu, und später, als die Waisen wieder zum Grasen aufbrachen, tauchte noch eine große wilde Kuh auf, die vermutlich die Mutter des Teenagers war.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 10.04.2019

Mittwoch, 10. April 2019
Die Waisen grasten am Morgen unter der Führung von Lentili und Ishaq-B am nördlichen Fuß des Mazinga-Bergs. Ein großer wilder Bulle schloss sich ihnen an, aber sie trauten sich nicht so recht an ihn heran, weil er so viel größer war als sie. Gegen Mittag machten sie sich zum Baobab-Wasserloch auf. Dort gab es viel Spiel und Spaß im Schlammloch, und Mbirikani, die sich den Waisen zum Baden angeschlossen hatte, blieb im Wasser, als die anderen wieder grasen gingen. Nelion kratzte sich noch an einem Baum, an dem sich ihm Rorogoi anschloss, während Arruba und Ndii sich den großen Baobab zum Schuffeln aussuchten.

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019

 

Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen