Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.12.2020

Montag, 28. Dezember 2020
Die Nachteulen tauchten früh vor Sonnenaufgang auf und warteten vor dem Tor der Auswilderungsstation auf das morgendliche Luzernenheu. Als die Keeper etwas davon heraus brachten, waren Lima Lima und Mwashoti offenbar nicht davon überzeugt, dass es für alle reichen würde; sie schlichen sich zurück zum Vorratsraum und schnappten sich jeweils einen Ballen. Mit denen kamen sie dann mit wedelndem Schwanz heraus gerannt! Die Keeper schimpften mit ihnen, aber sie ließen ihre Beute nicht fallen. Als Ziwa und Faraja die Aktion mitbekamen, wollten sie sich das Heu nicht entgehen lassen und jagten Lima Lima und Mwashoti die Ballen trompetend ab. Sie hatten aber nicht lange etwas davon, denn schon kamen Jasiri und Ngasha dazu und scheuchten die anderen beiden Jungs weg, um selbst zu futtern. Die anderen Waisen schauten gespannt zu, was noch alles passieren würde, und den Keeper blieb nichts anderes übrig als den frechen Bullen ihr Heu zu lassen und mit der Waisenherde zum Grasen in den Wald zu gehen. Nach dem aufregenden Morgen verbrachten die Waisen dann einen entspannten Tag in den Chyulu-Bergen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.12.2020

Freitag, 25. Dezember 2020
Ein einzelner Büffel störte heute die Mittagsfütterung der Waisen, und Murera ließ ihre Milchflasche fallen, um Luggard in Sicherheit zu bringen. Auch Sonje und Quanza ließen ihre Flaschen stehen und begleiteten Murera, aber Nimmersatt Lima Lima nutzte die Gelegenheit aus: sie schnappte sich die verwaisten Flaschen und trank sie alle leer! So mussten die Keeper noch einmal frische Milch für die drei bereiten, die leer ausgegangen waren. Den Rest des Tages hielt sich Lima Lima dann fern von Murera, als ob sie ein schlechtes Gewissen hatte! Am nächsten Morgen war aber alles schon wieder vergeben und vergessen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.12.2020

Donnerstag, 24. Dezember 2020
Die auswildernden Jungs kamen am Morgen zu Besuch, und sie brachten einen riesigen wilden Bullen mit, der plötzlich hinter ihnen auftauchte und der ganzen Waisenherde einen Schrecken einjagte! Die Keeper hatten so einen großen Bullen noch nie an der Auswilderungsstation gesehen, und sie brachten ihre Schützlinge schnell zurück auf das Gelände der Stallungen. Murera, Luggard und Shukuru flüchteten sich in Luggards Gehege, und Lima Lima half den Keepern, die anderen zurück zu bringen und verkroch sich dann in ihrem eigenen Gehege. Aus sicherer Entfernung schauten dann alle zu, wie die Jungs und ihr großer wilder Freund das ganze Luzernenheu futterten! Als sie sich dann wieder auf den Weg gemacht hatten und die Luft rein war, kamen die Waisen und ihre Keeper wieder heraus, und die Waisen bekamen auch noch etwas Luzernenheu.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.12.2020

Mittwoch, 23. Dezember 2020
Zongoloni kam am frühen Morgen zur Auswilderungsstation; sie weiß genau, dass die Keeper sich dort um ihre Wunde kümmern können. Sie versuchten, sie mit etwas jodhaltigem Antiseptikum zu behandeln, aber Zongoloni war etwas schreckhaft. Also bekam sie ein paar Luzernenheupellets, damit sie abgelenkt war und die Keeper sich in Ruhe um die Verletzung kümmern konnten. Als alles fertig war, schien Zongoloni bereit zum Aufbruch zu sein, und sie trompetete ihre Auswildererkollegen zusammen. Diese verstanden sie aber offenbar falsch und dachten, sie würde um Hilfe rufen! Sie rannten alle zu ihr und verursachten eine kleine Panik in der ganzen Waisenherde. Murera schnappte sich Luggard, um ihn zu beschützen, und Lima Lima eilte zu den Keepern, damit ihnen nichts zustoßen würde! Schließlich merkten aber alle, dass nichts zu befürchten war, und als die Auswilderer schließlich aufgebrochen waren, sammelten die Keeper ihre Schützlinge zusammen und gingen mit ihnen hinaus in den Wald.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.12.2020

Montag, 21. Dezember 2020
Die Waisen grasten den ganzen Tag in aller Ruhe, aber die Nacht war dafür umso unruhiger; ein Leopard legte sich mit eine Trupp Paviane an, die offenbar in den Bäumen in der Nähe der Stallungen geschlafen hatten. Von hoch oben war lautes Geschrei und Gebrüll zu hören, und Murera geriet in Panik, weil sie sich Sorgen um ihren kleinen Luggard machte und ihn beschützen wollte! Die Keeper ließen sie schließlich aus ihrem Gehege und in Luggards Gehege gehen. Nach einer Weile kehrte wieder Ruhe ein – aber nicht lange, denn bald fingen die Paviane wieder an zu kreischen! Diesmal ging Lima Lima auf die Barrikaden und rüttelte am Tor, und so mussten die Keeper auch sie zu Luggard lassen. Schließlich verbrachten Murera und Lima Lima die Nacht in Luggards Gehege, und auch die ein paar Keeper schliefen direkt daneben, um die drei zu beruhigen.