Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.05.2020

Freitag, 22. Mai 2020
Als es am Abend Zeit für den Heimweg wurde, schien Faraja es eilig zu haben – offenbar spekulierte er auf eine Extra-Flasche Milch! Genau wie Shukuru hat er mitbekommen, dass es zusätzliche Milch abzustauben gibt, wenn die anderen nicht mit zu den Stallungen zurückkommen, sondern für die Nacht gleich hinaus in den Wald gehen. Heute Abend konnten sich Faraja, Shukuru und Lima Lima alle eine weitere Flasche sichern!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.05.2020

Mittwoch, 20. Mai 2020
Murera und Mwashoti gingen am Morgen gemeinsam los, während Sonje nach den halb-unabhängigen Waisen schaute. Zongoloni ging in eine andere Richtung davon; es hat sich inzwischen so eingebürgert, dass sie häufig mit den älteren Jungs loszieht, statt Murera und Sonje zu folgen. Die beiden Leitkühe machen sich nichts daraus, denn sie wissen, dass die Ausreißer langsam unabhängig werden. Sie sind allerdings manchmal etwas genervt, wenn Lima Lima nicht mitmacht und Alamaya und Mwashoti mitnimmt. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich die Dynamik der Herde entwickelt, wenn sie bald wieder Zuwachs aus Nairobi bekommt! Lima Lima wird sich aber wohl auch weiterhin als Beschützerin der Herde wie auch ihrer menschlichen Begleiter verstehen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.05.2020

Sonntag, 17. Mai 2020
Alamaya entwickelt sich zu einem selbstbewussten jungen Bullen; er stromert häufig durch den Wald und hat gar keine Angst, auf wilde Elefanten oder große Bullen zu treffen. Heute begegnete er auf einem Spaziergang Lima Lima, die sich gerade genüsslich am Hals kratzte. Sie wollte auch wissen, wohin er unterwegs war, und schloss sich ihm gleich an.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.05.2020

Dienstag, 12. Mai 2020
Jasiri scheint nun auch Gefallen an seiner neuen Unabhängigkeit bei den auswildernden Waisen gefunden zu haben. Er schließt sich ihnen häufig an und sieht auch gut genährt und zufrieden aus. Er spielt auch viel mit den wilden Bullen. Seit etwa vier Monaten sind Ziwa, Ngasha, Faraja und Zongoloni nun auf eigene Faust unterwegs, und Jasiri scheint bald in ihre Fußstapfen treten zu wollen. Die fünf haben sich aber noch nicht komplett von der Waisenherde losgesagt; Zongoloni kommt fast jeden Tag zurück und verbringt Zeit mit ihren Freunden. Ngasha folgte heute Lima Lima zur Tränke, wo die beiden ihren Durst löschten. Er hatte wohl gehofft, dass die anderen sich ihnen anschließen, aber es kam sonst niemand mit. Schließlich zog er in Richtung der Chyulu-Berge los, um dort zu grasen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.05.2020

Montag, 11. Mai 2020
Alamaya und Lima Lima gingen heute zu der neuen Tränke, die gut gefüllt war. Sie wurde von den Arbeitern des SWT gebaut, damit das Wasser, das aus der kaputten Wasserleitung austritt, nicht verloren geht; so können die wilde Tiere davon saufen, ohne sich an den Rohren zu verletzen oder sie noch weiter zu beschädigen.