Freitag, 19. April 2019
Es hat inzwischen ein wenig geregnet, und so fängt es im Wald an zu grünen. Murera ging mit ihrer Herde und den Keepern am Nachmittag zu den Kenze-Hügeln und den Umani-Hügeln, wo es leckeres Grün gibt. Dort übernahmen allerdings Faraja und Shukuru das Kommando und brachten ein paar der Waisen woanders hin als Murera und Sonje. Lima Lima futterte ein wenig mit ihnen und den Jungs, bevor sie sich mit Alamaya ein anderes Plätzchen suchte. Mwashoti blieb bei den beiden Leitkühen, die ihm die besten Stellen zum Grasen zeigten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.04.2019
Dienstag, 16. April 2019
Als die Waisen heute in der Nähe der Chyulu-Berge grasten, trafen sie auf eine wilde Herde, die schon aus einiger Entfernung zu hören war – sie tröteten und kollerten. Shukuru war der Lärm nicht so recht geheuer, und sie ging vorsichtig voran, aber Lima Lima war begeistert und rannte an ihr vorbei ihren wilden Artgenossen entgegen. Sie wurde freundlich empfangen, und die wilden Elefanten begrüßten sie ausführlich und leisteten ihr Gesellschaft, bis es Zeit für die Mittagsmilch wurde. Am Abend dann, als die Waisen auf dem Heimweg waren, wollte ein wilder Bulle Lima Lima gar nicht gehen lassen und folgte ihr unaufhörlich. Ngasha und Jasiri waren davon gar nicht begeistert, und als sie an der Auswilderungsstation angekommen waren, taten sie sich zusammen und scheuchten ihn zurück in die Büsche. Der wilde Bulle machte sich wieder auf den Weg zurück zu seinen Freunden in den Bergen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.04.2019
Sonntag, 7. April 2019
Als die Waisen zur Mittagsfütterung kamen, griff sich Zongoloni ihre Milchflasche und ließ Lima Lima am Fahrzeug zurück, in dem die restlichen Flaschen standen. Bevor die Keeper es mitbekommen hatten, war Lima Lima schon mit einer zusätzlichen Flasche davon gerannt. Sie ließ sie schließlich fallen, als nur noch ein kleiner Rest drin war, sodass Murera eine Ersatzflasche bekommen musste.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.04.2019
Freitag, 5. April 2019
Nach der morgendlichen Milchflasche ging Mwashoti zu Sonje und Murera hinüber und sie sagten sich kollernd Guten Morgen. Auf dem Weg in den Busch schlossen sich ein paar wilde Bullen, die an der Tränke Wasser gesoffen hatten, den Waisen an. Einer der Bullen näherte sich Sonje, die aber nichts mit ihm zu tun haben wollte und sich kollernd beschwerte. Lima Lima hatte es gehört und kam aus dem Gebüsch gerannt, um nach dem Rechten zu sehen. Sonje und Murera zogen sich lieber zurück zu den Keepern, während Lima Lima, Alamaya und Zongoloni mit den wilden Bullen spielten und sich sogar ab und zu trauten, sie ein wenig zu schubsen. Beim Schlammbad hatten die Waisen dann wieder einige Zuschauer – gleich zwei wilde Elefantenherden! Sie trauten sich aber nicht näher ans Wasserloch heran, solange die Keeper da waren. Als die Waisen fertig gebadet hatten, gingen sie zurück in den Wald und sagten ihren wilden Freunden Hallo, bevor sie wieder grasen gingen.
Die Waisen im Juni
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019
Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

