Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.07.2020

Freitag, 10. Juli 2020
In Nairobi ist jetzt die kühlste Zeit des Jahres, und weil es häufig bewölkt und ungemütlich ist, wollen die Waisen nicht viel im Matsch baden. Nach den Milchfütterungen gehen sie meistens direkt wieder in den Wald, wo es etwas wärmer ist als in der offenen Savanne. Nach der Mittagsmilch führten sie heute Maisha, Nabulu und Kiasa mit aufmunterndem Kollern zurück zum Grasen. Die meisten futterten ruhig vor sich hin, nur Mukkoka und Maktao hatten Hummeln im Hintern und starteten ein Kräftemessen. Sie waren so in ihre Rangelei vertieft, dass sie gar nicht mitbekamen, dass die Herde inzwischen den Mädchen tief in den Wald hinein gefolgt war. Als sie merkten, dass niemand mehr da war, rannten sie ihren Freunden schnell hinterher.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 07.07.2020

Dienstag, 7. Juli 2020
Am Vormittag gingen die Waisen auf eine kleine Abenteuerwanderung in den Nationalpark. Die Keeper führten ihre Schützlinge in eine Gegend, in der sie nicht mehr waren, seit Tagwa und Tamiyoi nach Voi umgezogen sind. Die jungen Elefanten müssen lernen, sich auch in unbekanntem Gebiet zurecht zu finden, und wenn sie einmal erfolgreiche Leitkühe werden sollen, müssen sie auch Wasser und Grün finden können! Die Waisen fanden alles sehr aufregend; sie schnupperten andauernd und schauten sich aufmerksam um. Sie schienen allerdings nicht allzu begeistert zu sein und wollten ziemlich schnell wieder umkehren und zu ihren vertrauten Plätzchen zurück gehen. Die Keeper ließen sie gewähren, in dem Wissen, dass sie mit der Zeit langsam Neues lernen werden. Als sie wieder dort waren, wo sie sich auskennen, begannen die Waisen bald zu grasen, und Maisha und Kiasa vergewisserten sich, dass es allen gut ging. Ziwadi und Olorien waren nicht mitgekommen – Olorien muss erst noch etwas kräftiger werden – und die beiden schlossen sich fröhlich den anderen beim Grasen an.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 05.07.2020

Sonntag, 5. Juli 2020
Roho ist ziemlich eifersüchtig geworden und will Maisha mit niemandem teilen, vor allem nicht mit den anderen kleinen Naleku und Olorien! Als die Waisen heute Morgen in den Wald hinaus gingen, versuchte Olorien mit Maisha mit zu laufen, aber Roho hatte etwas dagegen und scheuchte sie immer wieder weg. Als sie schließlich aufgab, lief er mit stolzgeschwellter Brust neben Maisha her, als ob er einen großen Sieg errungen hätte! Olorien schloss sich Naleku an, die mit den anderen unterwegs war, und die beiden schienen sich damit abzufinden, dass sie heute nicht an Maisha herankommen würden.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.07.2020

Samstag, 4. Juli 2020
Nach der 9-Uhr-Fütterung begannen Kiombo und Maktao ein Kräftemessen und schoben sich gegenseitig im Wald herum. Sie schienen jede Menge Spaß zu haben, und keiner wollte nachgeben und als der Schwächere dastehen! Nach einer Weile kam allerdings Maisha dazu und unterbrach das Spiel, weil sie selbst Maktao zum Ringkampf herausfordern wollte. Kiombo machte sich nichts daraus und schloss sich den anderen an, und Maktao rangelte noch ein wenig mit Maisha, bevor er sich wieder ans Grasen machte.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.07.2020

Freitag, 3. Juli 2020
Mini-Leitkuh Maisha scheint eine sehr genaue Vorstellung davon zu haben, in welcher Reihenfolge die Waisen morgens in den Wald gehen sollten. Roho möchte sie immer an ihrer Seite haben, und Larro, Kiasa oder Nabulu dürfen direkt danach kommen. So kann sie sicher sein, dass auch Naleku, Olorien und Ziwadi in der Nähe sind. Naleku und Ziwadi sind recht unabhängige kleine Mädchen, und Naleku schließt sich auch gern einmal Mukkoka an – die beiden sind gute Freunde geworden, als sie noch ganz neu im Waisenhaus war. Ziwadi läuft am liebsten in der Nähe von Olorien und Naboishu. Maisha hat allerdings auch manchmal Tage, an denen sie unleidlich ist – genau wie es auch bei Tagwa war. Heute war es wohl so, und draußen im Wald scheuchte sie Ziwadi, Naboishu, Mukkoka und Kiombo immer wieder weg und startete ständig Ringkämpfe mit Maktao. Schließlich nahmen die Keeper sie zur Seite, damit sie sich etwas beruhigen konnte, und nach einer guten halben Stunde kam sie wieder in besserer Laune zurück zur Herde. Sie legte sich mit niemandem mehr an und graste friedlich mit ihnen zusammen. Ziwadi und die Jungs machten sich nicht viel aus Maishas Launen; Ziwadi graste zwischenzeitlich auch zusammen mit Olorien und Naboishu.