Donnerstag, 11. April 2019
An der Tränke waren wieder 18 wilde Elefanten versammelt, als die Waisen am Morgen herauskamen, und zwei von ihnen kamen zum Luzernenheu herüber. Ein wildes Baby, das mit seiner Mutter mit kam, legte sich mit Mundusi an. Kamok kam vorbei und wurde neugierig, was das Kalb dort mit Mundusi machte, aber da sie an so kleine Elefanten nicht gewöhnt ist, schubste sie es versehentlich um. Es rappelte sich wieder auf und rannte schnell zurück zu seiner Mutter. Kauro nahm sich etwas Zeit für eine kleine Kratzeinheit am Felsen, bevor er noch ein wenig mit Kamok plauderte. Schließlich soffen die Waisen noch schnell Wasser mit einem wilden Elefanten, bevor sie sich in den Busch auf machten. Die Trockenheit hält immer noch an, und die Regenzeit lässt weiter auf sich warten.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 09.04.2019
Dienstag, 9. April 2019
Eine Kuh einer wilden Herde schloss sich den Waisen beim Luzernenheufrühstück an; ihre beiden Kälber trauten sich allerdings nicht ganz heran, sondern blieben in einigem Abstand stehen. Rapa teilte sich das Heu mit Karisa, und Olsekki mit seinem alten Freund Enkikwe. Auf dem Weg hinaus zum Grasen kamen Orwa, Narok und Bomani dazu. Mundusi wollte Tusuja herausfordern, aber dieser schob ihn einfach nur aus dem Weg. Zum Mittagsschlammbad tauchte auch Yattas Gruppe auf, die nach dem Baden wieder verschwand, um sich kurz darauf westlich des Ithumba-Bergs wieder den Waisen anzuschließen. Danach gingen die Ex-Waisen zur Auswilderungsstation, wo sie Wasser soffen und dann wieder im Busch verschwanden.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 08.04.2019
Montag, 8. April 2019
Die Hitze lässt nicht nach, und die wilden Elefanten saufen jede Menge Wasser; heute hatten sie am Ende 40000 Liter verbraucht, ein neuer Rekord! 150 bis 200 Elefanten kamen tagsüber zur Auswilderungsstation und zum Schlammloch! Die Ex-Waisen waren natürlich auch dabei, und futterten Luzernenheu, während sie darauf warteten, dass die großen Bullen genug Wasser gesoffen hatten. Roi nahm sich einen Ballen Heu mit, um ihn ungestört futtern zu können. Mundusi und Rapa kratzten sich an den umliegenden Felsen, während Esampu mit dem kleinen Yoyo spielte. Yetu kam dazu und holte ihren Bruder ab. Esampu ging weiter zu Galanas Baby Gawa, die jetzt fast so groß ist wie Esampu selbst, und am Ende spielte sie auch noch mit Kinnas Baby Kama, die neugierig nachschauen kam, was Esampu und Gawa da taten. Kama spielte dann auch noch mit Naseku, bevor die Herden ihrer Wege gingen. Beim Grasen tat sich Pare mit Lemoyian zusammen, während die anderen sich verteilten, um so viel Futter wie möglich zu finden. Gegen Abend spielte Kanjoro noch ein wenig mit Garzi, und Mutaras Herde begleitete die Waisen zurück zu den Stallungen.
Die Waisen im Mai
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019
Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!
Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.03.2019
Samstag, 30. März 2019
Barsilinga und Naseku hingen am Morgen hinterher, als es hinaus in den Busch ging, sodass sie rennen mussten, um ihre Freunde wieder einzuholen. Sie veranstalteten ein kleines Wettrennen, und Naseku hatte die Nase vorn. Tusuja schloss sich zum Grasen mit Olsekki zusammen und Mundusi mit Ukame. Beim Schlammbad kamen fünf wilde Bullen zu Besuch, und Olsekki forderte Tusuja zum Kräftemessen heraus, bei dem Tusuja sich geschlagen geben musste. Kurz darauf brachte ein Pavian, der an den Waisen vorbei rannte, Unruhe in die Herde, die sich zu ihren Keepern flüchtete.

