Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2017

 

Die neuen Waisen lebten sich diesen Monat in der Nursery ein, während sich die Alteingesessenen an die Neuzugänge und alle Veränderungen, die diese mit sich brachten, gewöhnten. Ukame und Wanjala wurden im Stall neben Maxwell, unserem blinden Nashornbullen, untergebracht und anfangs waren sie davon überhaupt nicht begeistert! Sie machten es den Keepern erst nicht leicht, aber im Laufe des Monats hatten sie sich beruhigt. Tamiyoi dagegen war begeistert von ihrer neuen Unterkunft direkt neben einem Elefantenbaby. „Die Waisen im April“ weiterlesen

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Mittwoch, 26. April 2017
Heute Morgen grasten die Waisen alle ungewöhnlich ruhig, ohne dass viel herumgetobt wurde. Normalerweise rangeln zumindest die Jungs miteinander oder jagen den Mädchen hinterher, aber heute grasten Ngilai, Ndotto, Lasayen, Rapa, Pare, Murit und Galla ganz friedlich. Schließlich war es Enkesha, die dem Frieden ein Ende bereitete und sich zusammen mit Mundusi, Ndiwa, Kuishi und Mteto zum Schlammloch schlich, wo sie sich ein vorgezogenes Schlammbad genehmigte! Die anderen hatten aber erwartet, dort Milchflaschen vorzufinden, und nachdem sie gemerkt hatten, dass dort keine waren, begannen sie, sich lautstark zu beschweren und rannten zur Herde zurück. Enkesha ließ sich davon aber nicht stören und badete genüsslich weiter, bis die Keeper sie abholten und wieder in den Wald brachten.

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Dienstag, 25. April 2017
Heute Morgen sorgte Kelelari für einiges Gelächter, als er sich Maxwells Luzernenheu näherte – wie er es häufig tut – und davon stibitzen wollte, allerdings Maxwell vorfand, der darauf schlief, sodass Kelelari nicht herankam! Er versuchte es trotzdem, aber berührte dabei mit seinem Rüssel durch die Stangen des Tors hindurch Maxwells Nase, woraufhin dieser hochschreckte. Das wiederum erschreckte Kelelari so, dass er schreiend davonrannte und an seinen Freunden vorbei, die schon in den Wald gegangen waren. Ndiwa, Mteto, Mundusi und Karisa ließen sich anstecken und jagten ihm trompetend hinterher, obwohl sie gar nicht wussten, warum sie da rannten und Kelelari ihnen voraus eilte. Kelelari kann es gar nicht leiden, wenn jemand hinter ihm rennt, und je eifriger die vier ihn verfolgten, desto eiliger lief er, sodass die Keeper alle Hände voll zu tun hatten, sie alle wieder zur Vernunft zu bringen. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder bei der Herde waren. Maxwell war inzwischen ziemlich verwirrt in seinem Gehege zurückgeblieben, trabte herum und stieß verärgert mit seinem Horn gegen die Holzpfosten. Schließlich beruhigte er sich aber wieder und machte es sich in seinem Matschloch bequem.

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Montag, 24. April 2017
In letzter Zeit ist es nicht mehr nur Tamiyoi, die aus ihrem Gehege gerannt kommt und in die Zimmer ihrer Freunde läuft, sondern auch Murit, Pare, Kelelari, Mbegu und Dupotto. Sie schauen dann bei Jotto, Esampu, Malima, Kuishi, Mteto und Mundusi nach, ob es irgendwo Reste von Luzernenheupellets abzustauben gibt. Es ist gar nicht so einfach für die Keeper, am Morgen die Übersicht zu behalten: manche Waisen kommen aus ihren Gehegen, andere wollen hinein oder rennen von einem Gehege zum nächsten. Es ist ein großes Gewusel, und manchmal dauert es eine ganze Weile, bis alle draußen im Wald sind. Manchmal fangen Mbegu, Dupotto, Kelelari und Murit an zu protestieren, wenn sie nichts mehr zu naschen finden, und rütteln an den Gehegetoren. Als die Keeper heute mit ihnen schimpften, verließen sie das Gelände der Stallungen unter lautem Protest und marschierten in den Wald hinaus.

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Dienstag, 18. April 2017
Der Tag begann bewölkt und mit Nieselregen, sodass ein paar der Waisen wie Murit, Malima, Ambo, Tagwa, Malkia und Mundusi lieber in ihren Ställen blieben, weil sie nicht nass werden wollten. Murit, Mundusi, Malima und Ambo beschwerten sich lautstark über das Wetter, als sie die anderen fröhlich hinaus gehen und den Regen genießen sahen. Es nützte auch nichts, dass die Keeper sie zu überzeugen versuchten, sich den anderen anzuschließen – sie verkrochen sich noch tiefer in ihren Gehegen und blieben dort, bis der Regen aufgehört hatte.