Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.04.2021

Donnerstag, 22. April 2021
Nervensäge Ngasha ließ sich heute wieder blicken, und noch bevor die Keeper ihn sahen, bemerkten sie, dass Shukuru und Lima Lima ihn schon mit erhobenen Rüsseln gewittert hatten. Ngasha steuerte wieder direkt auf Murera und Sonje zu, aber ein paar Keeper standen bei ihnen, sodass Ngasha unvermittelt wieder kehrt machen musste und die beiden in Ruhe weitergrasen konnten. Shukuru hat auf jeden Fall schon viel von Lima Lima gelernt! Als die Waisen auf dem Heimweg auf einen Trupp Paviane stießen, der ihnen den Weg versperrte, ging sie erst einmal ein paar Schritte zurück und überließ Enkesha und ihrem Helfer Mwashoti das Feld. Die beiden hatten die Affen schnell auf die Bäume gescheucht und verfolgten sie trompetend weiter. Shukuru half Murera dabei, Luggard in Sicherheit zu bringen, denn Quanza hatte sich inzwischen Enkesha und Mwashoti angeschlossen. Schließlich zogen sich alle Paviane mit ihren Familien zurück, und es kehrte wieder Ruhe ein, sodass die Waisenherde ihren Heimweg fortsetzen konnte.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.04.2021

Dienstag, 20. April 2021
Luggard schien sich am Morgen nicht wohlzufühlen und wollte nicht aus seinem Gehege kommen. Die älteren Kühe merkten, dass ihm etwas fehlte, und standen an seinem Tor und berüsselten ihn durch die Lücken hindurch. Die Keeper stellten fest, dass er offenbar eine Magenverstimmung hatten und gaben ihm passende Medikamente. Danach warteten sie ab, um zu sehen, ob es besser werden würde, und tatsächlich war er nach kurzer Zeit wieder auf den Beinen. Er schien sich wieder besser zu fühlen und folgte Murera und Lima Lima, die ihn liebevoll umrüsselten, hinaus in den Busch. Die anderen waren schon voraus gegangen, aber die drei ließen sich mit ihren Keepern Zeit, damit Luggard sich erholen konnte. Beim Mittagsschlammbad stand er schon wieder am Rand des Wasserlochs und bespritzte sich wie gewohnt mit Matsch. Die Keeper hatten zur Sicherheit mehr Medikamente dabei, aber sie brauchten sie nicht, denn Luggard schien schon wieder ganz der alte zu sein.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.04.2021

Montag, 19. April 2021
Ngasha hatte es heute nicht leicht. Er war wie üblich hinter Murera her, aber als er auf sie klettern wollte, verlor er das Gleichgewicht und kullerte zu Boden! Murera nutzte die Gelegenheit, um sich aus dem Staub zu machen, während Mwashoti schnell herbei kam und anfing, auf Ngasha zu klettern! Bald hatte sich auch Enkesha dazu gesellt, und die beiden krabbelten auf dem großen Bullen herum und trompeteten dabei fröhlich. Als Ngasha schließlich wieder auf den Beinen war, hatte er keine Lust mehr und graste abseits der Waisenherde für sich allein. Sonst müssen die Keeper ihn immer mit viel Mühe davon abhalten, auf den älteren Mädchen herumzuklettern, aber heute hatten sie Hilfe von Mwashoti und Enkesha!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.04.2021

Sonntag, 18. April 2021
Heute schaffte es tatsächlich ein wilder Bulle, sich mit Murera anzufreunden! Er kam früh am Morgen an der Auswilderungsstation an und schaute von draußen den Keepern bei den Vorbereitungen für die morgendliche Milchfütterung zu. Als die Waisen gerade herauskamen, zog er sich in den Busch zurück, und als er Murera sah, näherte er sich ihr vorsichtig. Der Keeper, der sie begleitete, wollte sich schon Sorgen machen, aber dann sah er, dass Murera sehr freundlich auf ihren Gast reagierte. Sie plauderte mit ihm und ging mit ihm ins Gebüsch und in Richtung der Wasserquellen, wo sie bis zum Nachmittag blieb! Als sie wieder zu den anderen zurückkam, war von dem wilden Bullen keine Spur mehr; die Keeper vermuten aber, dass er bald wieder einmal auftaucht!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.04.2021

Samstag, 17. April 2021
Ngasha schloss sich heute wieder der Waisenherde an, aber heute war er nicht so brav wie vor ein paar Tagen – er fing gleich wieder an, Murera hinterher zu jagen! Heute hatte er aber kein Glück, denn Murera hatte etwas Vorsprung und schaffte es, im dichten Gebüsch zu verschwinden. Ngasha kam durcheinander und stolperte über einen umgefallenen Baum. Als er auf dem Boden saß, kam Mwashoti angerannt, der vermutlich gedacht hatte, er könne mit ihm spielen, und kletterte ihm auf den Rücken! Das passte Ngasha natürlich gar nicht, und er schüttelte Mwashoti ab und wollte ihn zum Ringkampf herausfordern. Aber heute war nicht Ngashas Tag; Mwashoti wich ihm aus und verschwand ebenfalls im Gebüsch, sodass Ngasha nicht mehr weiter wusste. Da inzwischen auch Ziwa und Faraja aufgetaucht waren, gab er auf, denn er weiß, dass die beiden ihm sonst eine Lektion erteilen würden! Sonje hatte sich inzwischen um Luggard gekümmert, und Ziwa und Faraja stellten sich bei ihm auf; sie wissen, dass Luggard schnell nervös wird, wenn die frechen Bullen herumalbern, und so sorgten sie dafür, dass Ngasha ihm nicht zu nahe kam.