Sonntag, 14. März 2021
Murera und Luggard lernten heute im Wald einen jungen wilden Bullen kennen, mit dem sie sich sehr gut zu verstehen schienen. Er tauchte am Morgen auf und war sehr freundlich. Als es Zeit für die Mittagsfütterung wurde, waren die beiden immer noch mit ihrem neuen Freund in den Büschen beschäftigt. Lima Lima und Sonje hatten Zongoloni und Ziwa im Schlammloch erspäht und waren zu ihnen gerannt, um sie zu begrüßen. Weil Lima Lima so in der besten Position war, um als erste zur Milch zu kommen, beschlossen die Keeper, lieber weiter hinaus zu den anderen zu fahren. Das Geräusch des Fahrzeugs verunsicherte allerdings Luggards wilden Freund, und er machte sich in den Wald davon.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 10.03.2021
Mittwoch, 10. März 2021
An den Umani-Quellen tummelten sich heute jede Menge wilde Elefanten. Shukuru hatte sie schon aus der Ferne gewittert und hielt entsprechend Abstand, aber Mwashoti und Quanza waren offenbar neugieriger. Sie schlichen sich an und beobachteten ihre Artgenossen leise, um sie nicht auf sich aufmerksam zu machen. Lima Lima dagegen ging geradewegs zu ihnen, denn sie hatte ein paar kleine Kälber inmitten der Herde entdeckt! Eine der Kühe passte aber gut auf und sorgte dafür, dass Lima Lima nicht an ihre Babys herankam. Also blieb ihr nichts anderes übrig, als zurück zu den Waisen und ihren Keepern zu kommen. Sonje und Murera passte das gut, denn so konnten sie Luggard in Lima Limas Obhut geben und selbst ein wenig mit ihren wilden Freunden plaudern. Sonje hatte womöglich gehofft, dass ihr Verehrer Osama unter ihnen sein könnte, aber es waren hauptsächlich Kühe mit Kälbern und ein paar jüngeren Bullen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.03.2021
Dienstag, 9. März 2021
Lima Lima ging heute an der Spitze der Herde in Richtung der Umani-Hügel, als sie plötzlich anhielt. Das ist meistens ein Zeichen, dass sie auf wilde Tiere gestoßen war! Und tatsächlich – Enkesha entdeckte einen einzelnen Büffel, der mit gesenktem Kopf im Gebüsch stand. Die Keeper versuchten, die Waisenherde von ihm weg zu lotsen, wobei allerdings noch eine ganze Herde Büffel zum Vorschein kam! Das Auftauchen der Elefanten hatte sie allerdings aus dem Konzept gebracht, und sie rannten in die andere Richtung davon. Zurück blieb ein großer Schwarm Tsetse-Fliegen! Murera beeilte sich, die Waisenherde zum Schlammbad zu führen, wo sie sich mit Matsch bedecken und sich so vor den stechenden Insekten schützen konnten. Die Keeper versteckten sich inzwischen unter den Bäumen, bis die Tsetse-Fliegen wieder verschwunden waren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.03.2021
Montag, 1. März 2021
Luggard schien am Morgen nicht allzu fit zu sein; statt wie sonst gutgelaunt aus seinem Gehege zu kommen, nahm er sich viel Zeit und kam langsam zum Ausgangstor gelaufen. Murera versuchte, ihn dazu zu bringen, mit zu den Luzernenheupellets zu kommen, aber als sie keinen Erfolg hatte, beeilte sie sich selbst, dorhin zu kommen. Sonje passte inzwischen auf Luggard auf, und als Lima Lima mit den Pellets fertig war, übernahm sie. Sie kollerte Luggard zu, und das schien ihn zu überzeugen, langsam zu den Pellets und zu Murera zu folgen. Auch beim Mittagsschlammbad sah sie, wie Luggard am Rand des Wasserlochs stand und eine Abkühlung vertragen konnte. Wieder überzeugte sie ihn, mit hinein zu kommen und half ihm, zusammen mit Enkesha und Shukuru, die sich ihnen angeschlossen hatten, sich ordentlich mit Matsch einzudecken.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.02.2021
Sonntag, 28. Februar 2021
Die Auswilderer waren heute wieder vollzählig versammelt und begleiteten die Waisenherde. Die Keeper waren sehr stolz, dass sich ihre Schützlinge so gut in der Wildnis machen. Als Ngasha, Ziwa, Jasiri und Alamaya ankamen, begrüßten Lima Lima und Sonje sie mit Umrüsselungen und Gekoller. Ngasha machte sich gleich wieder daran, Sonje zu besteigen, aber offenbar hatte sie heute gar nichts dagegen. Zongoloni gefiel das Ganze aber gar nicht, und schob ihn heftig weg. Ngasha wollte sich wehren, aber unter Mithilfe von Faraja schaffte es Zongoloni, ihn von Sonje abzubringen. Murera, Shukuru und Luggard hielten natürlich ordentlich Abstand von all dem Gerangel. Nachdem sich die Waisen beim Mittagsschlammbad abgekühlt hatten, gingen sie zum Staubbad über, und die Auswilderer machten sich wieder auf den Weg. Nur Zongoloni blieb noch ein wenig, vermutlich weil Enkesha sich noch nicht von ihrer besten Freundin verabschieden wollte.

