Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.01.2021

Sonntag, 3. Januar 2021
Enkesha und Lima Lima grasten am Nachmittag zusammen, als sie auf ein kleines Büffelkalb stießen. Enkesha freute sich, einen neuen Freund kennenzulernen und fing an, mit ihm zu spielen. Auch Lima Lima wollte mitmachen, aber sie machte wohl einen sehr einschüchternden Eindruck auf das Büffelbaby – es begann zu schreien und seine Mutter um Hilfe zu rufen. Daraufhin zeigten sich im hohen Gras drei ausgewachsene Büffelkühe, und Lima Lima und Enkesha traten schnell den Rückzug zu Murera an! Diese machte sich groß und stellte die Ohren auf, um ihre Schützlinge zu verteidigen, und die Büffel zogen sich eilig zurück.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.12.2020

Donnerstag, 31. Dezember 2020
Die Waisen waren heute unterwegs im Wald, als plötzlich ein Buschbock aus dem Gebüsch gesprungen kam, der von einem Leoparden gejagt wurde! Er war auf der Flucht, konnte aber nicht über das Wasser, und so versteckte er sich inmitten der Waisenherde vor der Raubkatze. Mwashoti und Lima Lima machten es sich sogleich zur Aufgabe, den Leoparden zu verscheuchen, und Murera brachte als erstes ihr Adoptivkind Luggard in Sicherheit. Als Mwashoti und Lima Lima ihre Mission erfolgreich zuende gebracht hatten, kehrte wieder Ruhe ein, und der Buschbock blieb den ganzen Tag bei den Waisen, bei denen er sich sicher fühlte. Am Abend verabschiedete er sich wieder, in dem beruhigenden Wissen, dass der Leopard längst in weiter Ferne war.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.12.2020

Mittwoch, 30. Dezember 2020
In der Nacht war lautes Trompeten im Wald zu hören, nur ein paar hundert Meter von der Auswilderungsstation entfernt. Es ging fast zwei Stunden lang, und als die Waisen am Morgen herauskamen, waren sie sehr neugierig, was da in der Nacht vorgefallen war. Sie futterten noch nicht einmal ihre Luzernenheupellets, sondern gingen gleich zu der Stelle, von der der Lärm gekommen war. Sie folgten dem Geruch der wilden Elefanten und kamen zu einer Stelle, an der offenbar in der Nacht ein Kalb geboren worden war! Alle Waisen standen herum und riefen Murera herbei, und sie begann nach der Mutter und dem frischgeborenen Baby zu suchen. Es fand sich aber nur die Plazenta von der Geburt, die von Lima Lima neugierig beschnüffelt wurde. Nach dem Abenteuer war der größte Teil des Vormittags schon herum, und statt zu den Stallungen zurückzukehren und ihre Pellets noch zu futtern, gingen die Waisen gleich zum Schlammloch, wo es die Mittagsmilch gab. Am Abend kamen sie dann etwas früher nach Hause und konnten sich noch das Luzernenheu vom Morgen schmecken lassen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.12.2020

Dienstag, 29. Dezember 2020
Heute war es heiß, und Mwashoti und Lima Lima versteckten sich im Schatten unter einem kleinen Baum. Murera kam mit Luggard hinterher und beschloss, dass der Schatten gut für Luggard geeignet war, um sich darunter auszuruhen, und dass die anderen beiden sich doch bitte eine andere Stelle suchen sollten. Sie zogen also wieder los und kamen dabei an einem kleinen Wasserloch vorbei, das beim letzten Regen entstanden war. Dort wollten sie sich etwas abkühlen, konnten sich aber wohl nicht einigen, wer zuerst hinein durfte. So begann eine kleine Rangelei, die mit einigem Getröte verbunden war, was wiederum die Aufmerksamkeit von Murera erregte. Sie kam herbei, um nach dem Rechten zu sehen, konnte sich aber vergewissern, dass Lima Lima und Mwashoti es nicht allzu ernst meinten. So ging sie zurück, um Luggard zu holen, und als sie mit ihm zurückkam, waren Lima Lima und Mwashoti fertig, sodass sie sich mit ihm noch schön im Matsch wälzen konnte.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.12.2020

Samstag, 26. Dezember 2020
Als die Waisen am Morgen mit dem Luzernenheu beschäftigt waren, war plötzlich lautes Getöse zu hören – eine große Akazie war umgefallen. Murera ging hin und schaute sich die Sache genauer an, und sie war begeistert, leckere frische Rinde und Grün zu finden, das dort auf dem Silbertablett serviert wurde! So holte sie Luggard, und zusammen machten sie sich über die Leckerbissen her. Auch Shukuru schloss sich den beiden an, und einige Keeper blieben bei ihnen zurück, während die anderen mit dem Rest der Herde in den Wald gingen.