Sonntag, 20. Dezember 2020
Am Abend auf dem Heimweg gab es einige Aufregung, als die Waisen an frischem Elefantendung vorbei kamen. Sie schienen es etwas unheimlich zu finden, dass wilde Elefanten in der Nähe sein könnten, und so liefen einige aufgeregt los: Murera und Lima Lima schnappten sich Luggard und eilten zur Umani Springs Lodge, wo sie sich sicher fühlten, Sonje, Mwashoti, Quanza und Enkesha versteckten sich an den Wasserquellen und Shukuru ging zurück in die Richtung, aus der die Herde gerade gekommen war. Die Keeper sind solche Situationen allerdings schon gewöhnt, und sie teilten sich schnell in drei Gruppen auf, um ihre Schützlinge wieder einzusammeln. Sonje und ihre Gruppe waren als erste zurück an den Stallungen, und bald darauf kamen auch Lima Lima und Murera mit Luggard und Shukuru.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.12.2020
Freitag, 18. Dezember 2020
Kurz vor dem Mittagsschlammbad schlossen sich Ziwa und Jasiri der Waisenherde an, und kurz darauf verwickelten sich die beiden in einen ordentlichen Ringkampf. Ziwa verlor, aber das wollte er nicht auf sich sitzen lassen, und er forderte Jasiri zu einer Revanche heraus. Sonje und Murera machten der Rauferei aber ein Ende, bevor sie zu sehr ausartete, und trennten die beiden Jungs.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.12.2020
Mittwoch, 16. Dezember 2020
Lima Lima überraschte die Keeper am Morgen, als sie die erste war, die an Luggards Gehege bereitstand, um ihm Guten Morgen zu sagen. Normalerweise ist das Mureras Aufgabe – sie schaut nach ihm und bringt ihn dann zum Luzernenheufrüstück. Dementsprechend musste sich Lima Lima auch eine Beschwerde von Murera anhören, als diese ankam und ein paarmal laut trompetete! Sie machte Murera Platz und überließ ihr den kleinen Luggard.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.12.2020
Montag, 14. Dezember 2020
Jasiri kam heute zu Besuch, aber die anderen Nachteulen waren nirgends zu sehen. Er graste heute mit etwas Abstand zu den Waisenkühen, aber nichtsdestotrotz behielten Shukuru, Sonje und Murera, wie auch die Keeper, ihn gut im Auge. Er war aber heute ganz brav und ärgerte niemanden. Irgendwann kam allerdings ein großer wilder Bulle aus dem Gebüsch und erschreckte Shukuru und Enkesha, die dort gerade grasten. Shukuru zog sich eilig zurück, aber Enkesha wusste nicht so recht wohin. Lima Lima kam ihr zu Hilfe und führte das kleine Mädchen auf eine Lichtung, genügend weit weg von dem Bullen. Nach diesem Schrecken musste Lima Lima dann Enkesha noch ein wenig umrüsseln und beruhigen, und Enkesha verkroch sich hinter Lima Limas großen Ohren!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.12.2020
Freitag, 11. Dezember 2020
Ziwa, Faraja und Zongoloni standen früh am Morgen an den Stallungen bereit und warteten geduldig, bis ihre Freunde ihre Milch bekommen hatten und herauskamen. Kurz darauf tauchte auch Jasiri auf, aber Murera trompetete gleich laut los, und auch die Keeper warnten Jasiri, sich heute zu benehmen! In den letzten Tagen hatte er immer wieder versucht, Murera zu besteigen. Heute hielt er aber Abstand, sodass auch Luggard sich keine Sorgen um seine Adoptivmama machen musste. Die anderen drei auswildernden Waisen verstehen sich prima mit den jüngeren Waisen, vor allem Zongoloni mit Enkesha. Jedesmal wenn Zongoloni zu Besuch kommt, freut sich Enkesha wie ein Schneekönig, und die beiden grasen lange zusammen. Wenn die älteren dann wieder zurück in den Wald gehen, kommt Enkesha meist ein Stück mit; Zongoloni weiß aber, dass sie noch zu jung ist, um schon ganz in der Wildnis zu leben, und so schickt sie sie immer wieder zurück zur Herde und den Keepern.

