Dienstag, 10. November 2020
Die Keeper sahen heute Luggard in der Gegend herumstehen und sich umschauen und wunderten sich, was er wohl suchte. Offenbar hatte Murera die Aufsicht über ihn an Lima Lima abgegeben, um selbst im Wald nach leckerem Futter zu suchen. Lima Lima war los marschiert, hatte aber anscheinend nicht bemerkt, dass Luggard ihr nicht gefolgt war, und so stand er nun da wie bestellt und nicht abgeholt. Es dauerte aber nicht lange, bis sich Lima Lima umschaute und merkte, dass Luggard fehlte. Daraufhin machte sie natürlich sofort kehrt und kam eilig zurück, um ihn wieder einzusammeln.
Die Waisen im Januar
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2021
Die Elefantenbabys in unserer Obhut zeigen täglich, wie sehr sie in der Lage sind, Liebe zu empfinden und zurückzugeben – sogar in diesem jungen und prägenden Alter! Obwohl sie aus verschiedenen Gegenden und Elefantenfamilien stammen, bilden sie enge Bindungen zu den anderen Waisen. Elefanten sind sehr gesellige Säugetiere und haben innerhalb ihrer Familien ausgeprägte Sozialstrukturen und Wertevorstellungen. Das scheint genetisch veranlagt, denn schon die Allerkleinsten haben diese Charaktereigenschaften. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.10.2020
Freitag, 30. Oktober 2020
Lima Lima konnte heute wieder besser laufen und wollte unbedingt die in den letzten Tagen verlorene Zeit mit Luggard aufholen! Sie versuchte immer wieder, ihn von Sonje loszueisen, aber Sonje wollte nicht nachgeben und kollerte ihr sogar hin und wieder warnend zu. Schließlich überließ sie Luggard aber doch der drängelnden Lima Lima und kümmerte sich stattdessen um Enkesha. Nach der Mittagsfütterung bemutterte Lima Lima den kleinen Luggard dann zusammen mit Murera, und sie grasten gemeinsam und ruhten sich im Schatten der Bäume aus.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.10.2020
Mittwoch, 28. Oktober 2020
Lima Lima kuriert ihr verletztes Bein langsam aus. Am Morgen kam sie mit der Herde mit zum Grasen, aber nach einer Weile schien das Laufen sie ziemlich anzustrengen, und so brachten die Keeper sie wieder zurück in ihr Gehege. Sie zierte sich, ihren Schützling Luggard zu verlassen, aber kam dann doch mit, um ihr Bein noch ein wenig auszuruhen. Murera kümmerte sich den Tag über vorbildlich um Luggard und die ganze Herde, und als sie am Abend wieder nach Hause kamen, konnte man Lima Lima freudig kollern und trompeten hören. Sie begrüßten sich alle wieder und machten sich dann über ihre abendliche Milch her. Nach ein paar Minuten tauchten auch die Nachteulen Alamaya, Zongoloni, Ziwa, Faraja, Jasiri und Ngasha auf. Sie hatten offenbar bemerkt, dass Lima Lima heute nicht dabei war und gingen zu ihr, um sie durch die Holzpfosten des Geheges hindurch zu berüsseln und sich zu erkundigen, wie es ihr ging. Als die Sonne untergegangen war, machten sie sich wieder auf in den Wald.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.10.2020
Montag, 26. Oktober 2020
Lima Lima scheint sich das Bein ein wenig vertreten zu haben und hat Schwierigkeiten zu laufen. Daher blieb sie heute in ihrem Gehege, damit das Bein nicht zu sehr beansprucht wurde. Sonje und Murera mussten sich dementsprechend etwas mehr um Luggard kümmern. Als er am Mittag am Wasserloch soff, blieb Sonje bei ihm stehen und legte ihm liebevoll den Rüssel auf den Rücken.

