Montag, 22. Juli 2019
Lima Lima ist ein großartiges Mädchen und eine ausgezeichnete Vertretungs-Leitkuh. Sie versteht sich sehr gut mit den Keepern, aber auch mit den eigentlichen Matriarchinnen Murera und Sonje. Die beiden haben kein Problem damit, ihr die Führungsrolle zu überlassen, denn sie wissen, dass Lima Lima sehr umsichtig ist und gut aufpasst, dass niemand in Gefahr gerät. Auch die anderen respektieren sie – nur die älteren Jungs hören manchmal nicht auf sie und wollen ihre eigenen Wege gehen. Trotzdem sorgt sie sich immer gut um alle.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.07.2019
Donnerstag, 18. Juli 2019
Manche der Waisen werden langsam unabhängiger. Ngasha und Ziwa kamen gestern nach zwei Nächten draußen in der Wildnis zurück, aber hauptsächlich, um ihre Milch abzuholen. Ngasha wollte gleich wieder in den Wald aufbrechen, überlegte es sich aber noch einmal anders und blieb dann doch bei Mwashoti und Alamaya. Auch Jasiri konnte sich nicht so recht entscheiden, und er setzte sich mit Shukuru ein Stück ab, um am Vormittag mit ihr zu grasen; nach einer Weile kam Shukuru allerdings allein zurück! Jasiri ist allerdings ein eher nervöser Junge und ist nicht gern nachts allein draußen im Wald. Wenn überhaupt, dann bleibt er im Gebüsch in der Nähe der Stallungen. Murera und Sonje bleiben Mwashoti und Alamaya treu, und auch wegen ihrer Verletzungen halten sie sich weiterhin bei ihrer menschlichen Familie.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.07.2019
Mittwoch, 17. Juli 2019
In der Nacht soffen wilde Elefanten aus der Tränke und kollerten laut, um sich mit den Waisen in den Gehegen zu verständigen. Einer der Bullen kam direkt zum Tor und schnüffelte, und Sonje und Murera reagierten auf sein Kollern. Am Morgen warteten die Bullen immer noch draußen, und als die Keeper die Luzernenheupellets verteilten, kamen sie heran und mischten sich unter die Waisen. Diese beeilten sich, die Pellets aufzusammeln, aber die Bullen, die die Pellets nicht kennen, interessierten sich nicht dafür. Sie scharten sich um Sonje, während Murera und Shukuru sich von ihnen fernhielten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.07.2019
Samstag, 13. Juli 2019
Faraja und Ziwa liefen früh am Morgen gleich wieder in den Wald, ohne Luzernenheupellets zu fressen – sie blieben nur, um ihre Flaschen auszutrinken! Ziwa hatte am Tag zuvor leckeres Grün gefunden und wollte es offenbar Faraja zeigen. Ngasha überlegte, ob er ihnen hinterher laufen sollte, genehmigte sich dann aber doch erst noch ein paar Pellets. Murera warnte Jasiri laut kollernd, Mwashoti nicht zu ärgern, der seine eigenen Pellets futterte. Sie hat immer ein wachsames Auge auf ihren Liebling Mwashoti. Als es hinaus in den Busch ging, übernahmen Zongoloni, Quanza und Lima Lima das Kommando und brachten die Herde zu den Kenze-Hügeln, wo es jede Menge Vegetation zu fressen gibt.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.07.2019
Freitag, 12. Juli 2019
Sonje bekam es heute bei den Chyulu-Bergen wieder mit den wilden Elefanten zu tun, und beim wegrennen schien sie sich wieder das Bein verrenkt zu haben. Murera verschwand eilig mit Mwashoti, und Sonje, die in eine andere Richtung vor den Bullen weggerannt war, tauchte humpelnd und sehr langsam laufend wieder auf. Am Wasserloch schien ihr das Bein immer noch weh zu tun, und die Keeper holten das schmerzlindernde Spray. Später lief sie wieder besser, und am Abend sah sie zufrieden aus, als sie nach Hause kam, an der Tränke noch etwas Wasser soff und dann in ihr Gehege ging.

