Die Waisen im Februar

Roho und Maisha (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Februar 2020

In ganz Kenia hält die Regenzeit an und der Nairobi-Nationalpark grünt und blüht und ist voller Leben. Das Gebüsch ist sehr dicht und das Gras sehr hoch, was die Arbeit für die Keeper nicht immer einfach macht, wenn sie versuchen, Babys wie Ziwadi oder Enkesha im Auge zu behalten, die gerne einmal auf eigene Faust Streifzüge unternehmen. Kiasa lockt auch gerne mal ihre kleine Gruppe weg, zu der momentan Tagwa, Tamiyoi, Nabulu, Enkesha, Sattao, Dololo, Mukkoka und Naleku gehören. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.11.2019

Donnerstag, 28. November 2019
Mukkoka ist der schnellste Elefant im Waisenhaus und will immer als erster bei der Milchfütterung sein. Zur öffentlichen Besuchsstunde rannte er an der Spitze der Herde und ließ Sattao und Musiara hinter sich. Weil es geregnet hatte, war der Boden rutschig, und weil Mukkoka es so eilig hatte, rutschte er aus und stolperte! Er hatte sich aber schnell wieder gefangen und schaffte es trotzdem noch, als erster bei den Milchflaschen zu sein! Enkesha und Larro ließen sich, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, zusammen die grünen Zweige schmecken, während Sattao zum Absperrband ging und mit den Besuchern schäkerte.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 25.11.2019

Montag, 25. November 2019
Es regnete wieder, als die Waisen am Morgen herauskamen, und Musiara und Sattao wollten nicht nass werden. Sie verkrochen sich an den Stallungen und grasten im dichten Gebüsch, während die anderen in den Wald hinaus gingen. Enkesha merkte gleich, dass nicht alle da waren, und blieb zurück. Als die Keeper sie holen wollten, bemerkten sie auch die zaudernden Jungs und riefen sie auch herbei, damit sie sich den anderen anschließen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 20.11.2019

Mittwoch, 20. November 2019
Einen Monat ist es jetzt her, dass der kleine Roho gerettet wurde. Er hat immer noch ein wenig Scheu vor den Keepern und traut ihnen noch nicht so ganz über den Weg. Das zeigt, wie lange es dauern kann, bis ein Waisenelefant das Trauma, seine Mutter und Familie durch die Hand von Menschen zu verlieren, überwunden hat. Das ist bei jedem Waisen anders, während es bei manchen schnell geht, dauert es bei anderen viel länger, bevor sie sich an ihre menschliche Familie gewöhnt haben. Ansonsten geht es ihm gut; er hat sich an die Milchfütterungen gewöhnt und liebt seine neue Elefantenfamilie schon innig. Er ist auch noch nie von der Herde weg gerannt, seit er mit den anderen zusammen draußen ist. Heute führte er eine kleine Gruppe mit Ziwadi, Luggard, Musiara und Sattao an, als es zur Milchfütterung um 9 Uhr ging.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 18.11.2019

Montag, 18. November 2019
Sattao und Musiara haben sich während des letzten Jahres verändert. Sattao war immer ein ruhiger und sanftmütiger Junge, aber jetzt kann sich seine Laune schnell ändern, und er kann schnell einmal frech werden und andere herumschubsen. Musiara war früher immer verspielt und brachte alle zum lachen; heutzutage sieht man ihn kaum noch mit den anderen spielen, es sei denn, er wird einmal zu einem Ringkampf herausgefordert. Heute Morgen verwickelte Sattao Musiara einmal wieder in ein längeres Kräftemessen. Zwischendurch kam Mukkoka dazu und wollte auch mitspielen, aber er wurde von Sattao wieder weg geschickt.