Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.01.2020

Donnerstag, 23. Januar 2020
Als die Waisen am Morgen herauskamen, waren Zongoloni, Ziwa, Faraja und Ngasha nicht zu sehen. Sie haben es sich zur Angewohnheit gemacht, sich erst später am Morgen draußen im Wald ihren Freunden anzuschließen. Murera ließ sich beim Luzernenheufrühstück einige Zeit und fraß noch ein wenig Grün. Mwashoti hing wie eine Klette an ihr, und Sonje beschloss, auf die beiden zu warten, damit die Herde zusammenbleiben konnte. Draußen im Wald kamen dann Zongoloni und die anderen Nachteulen dazu. Als Mwashoti Zongoloni sah, befürchtete er wohl, dass sie etwas von dem Grün, auf das er gerade ein Auge geworfen hatte, abhaben wollte, und machte sich bereit, es zu verteidigen! Als sie bei ihm angekommen war, schubste er sie weg. Ngasha hielt inne und schaute den beiden interessiert zu; er schien erstaut zu sein, wie ernst Mwashoti das ganze nahm! Faraja graste unterdessen zufrieden; er hatte ein paar saftige Zweige gefunden, deren Rinde er sich schmecken ließ.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.01.2020

Dienstag, 21. Januar 2020
Am Morgen setzte sich Quanza von der Herde ab und graste für sich allein. Als sie zurück kam, schloss sie sich nicht den anderen an, sondern ging langsamer und wollte ihr eigenes Ding machen. Jasiri sah, wie sie nur langsam hinterher kam und wollte ihr Gesellschaft leisten. Als er sich näherte, rannte sie aber weg und gab ihm zu verstehen, dass sie keine Lust auf Gesellschaft hatte. Also ging er wieder zu den anderen und ließ sie in Ruhe grasen. Nach der Mittagsfütterung war sie dann wieder zurück und ging mit Mwashoti zu den Staubhaufen hinüber. Die Keeper dachten, sie wollten ein Staubbad nehmen, aber stattdessen gingen sie weiter zur Salzlecke. Dort stocherte Quanza mit den Stoßzähnen im Boden herum, um sich mit Mineralien zu versorgen. Shukuru nutzte die Gelegenheit, ganz allein am Wasserloch zu sein, und genoss in aller Ruhe ein schönes Bad, bevor die anderen kamen, um sich auch zu wälzen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.01.2020

Montag, 20. Januar 2020
Am Morgen riefen die Keeper Ziwa, damit er sich den Waisen anschloss, aber er schaute nur kurz aus dem Gebüsch und graste dann weiter darin. Murera sah, wie er sich wieder davon machte und beeilte sich, zu ihrem Liebling Mwashoti zu gehen, um sicherzustellen, dass er nicht hinterher lief. Mittags kamen die Waisen an einem Wasserloch vorbei, wo die wilden Herden gerne baden, und trafen dort auf Ngasha. Er hatte ein Schlammbad genommen und hatte einige Schwierigkeiten, wieder heraus zu kommen. Murera kam ihm zu Hilfe und zog ihn am Rüssel, sodass er die Vorderfüße auf festem Boden stellen konnte und so wieder heraus kam.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.01.2020

Dienstag, 14. Januar 2020
In den Kenze-Hügeln traf Mwashoti auf einige Klippschliefer und begann, laut zu trompeten, um sie zu verscheuchen. Die possierlichen Tiere verschwanden in den Felsspalten, aber Mwashoti war nicht so leicht zu beruhigen und tobte weiter herum, auf den Steinen und in den Büschen herumtrampelnd. Nach einer Weile ließen sich die anderen Waisen sogar anstecken und machten mit! Faraja kam bei dem ganzen Gerenne ein ganzes Stück von den anderen weg und merkte gar nicht, dass die anderen schon auf dem Heimweg waren. Er streifte noch eine Weile allein umher und kam dann zur Auswilderungsstation hinterher. Seine Ausreißer-Kollegen waren schon wieder zurück in den Wald gegangen, und als er merkte, dass sie nicht mehr an den Stallungen waren, kehrte er um und suchte sie draußen in der Wildnis.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.01.2020

Sonntag, 12. Januar 2020
Lima Lima konnte am Morgen nicht genug vom Luzernenheu bekommen, was Mwashoti offenbar ärgerte; er versuchte, sie weg zu drängeln. Sie wehrte sich aber und schubste zurück, und bald waren die beiden in einen verbissenen Kampf um das Plätzchen mit Pellets verwickelt! Sonje bekam die Rangelei mit und wollte ihrem Liebling Mwashoti zu Hilfe eilen, und auch Ziwa wurde aufmerksam und kam dazu, um Sonje davon abzuhalten, allzu ruppig mit Lima Lima umzugehen. Shukuru hatte sich schon zurückgezogen, als Lima Lima und Mwashoti aneinandergeraten waren – sie hat lieber ihre Ruhe und hält sich von Raufereien fern.