Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2019

Sonntag, 22. September 2019
Shukuru und Mwashoti überfielen am Morgen den Heu-Lagerraum und wollten Luzernenheu stibitzen! Die anderen waren schon draußen und sammelten fleißig Akazienschoten auf, die über Nacht von den Bäumen heruntergefallen waren. Die Keeper versuchten, die beiden Frechdachse zu überreden, auch hinaus zu gehen, aber mit wenig Erfolg. Schließlich machten sie sich jeder mit einem Ballen im Rüssel davon. Gierschlund Lima Lima ließ Mwashoti allerdings nicht weit damit kommen und hatte ihm das Heu bald abgeluchst. So stand Mwashoti schließlich am Tor und hatte nichts mehr übrig; Murera kam dazu und umrüsselte ihn, sodass er wieder versöhnt war und zufrieden kollerte. Als sich dann die Herde in den Wald auf machte, blieb nur Lima Lima mit dem Heu zurück, das inzwischen weit verstreut herum lag, denn die Jungs hatten natürlich auch noch ihren Anteil verlangt.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.09.2019

Freitag, 20. September 2019
Murera scheint sehr wählerisch zu sein, was die wilden Bullen betrifft. Sie will mit denen, die etwas übermütig sind, nichts zu tun haben, und jedesmal, wenn ein solcher mit ihr anbandeln will, zeigt sie ihm die kalte Schulter. Heute lief sie vor einem interessierten Bullen davon, was diesem gar nicht zu gefallen schien – er begann, seinen Unmut an einigen der Waisen auszulassen und sie herumzuschubsen, darunter Mwashoti! Sonje ging zu Murera und redete ihr gut zu, und die ganze Situation entspannte sich wieder. Als auch der wilde Elefant wieder besser gelaunt war, nahm Murera Mwashoti mit und überließ es den anderen Waisen, sich mit ihm zu beschäftigen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.09.2019

Dienstag, 17. September 2019
Heute waren die Waisen ganz wild auf ihre Milch. Mwashoti und Zongoloni hatten im Nu ihre Flaschen ausgetrunken und pirschten sich an die noch vollen Flaschen heran. Mwashoti war gierig wie sonst nur Lima Lima und hatte es auf die Flaschen abgesehen, die für Sonje und Murera bestimmt waren. Schließlich erwischte er Sonjes Flasche und hatte ein paar Schlucke getrunken, bevor ein Keeper sie ihm wieder abnehmen konnte. Sie musste mit etwas Wasser aufgefüllt werden, damit sie wieder voll war; das schmeckte Sonje gar nicht, und sie trank sie nicht einmal ganz aus. Sie kümmerte sich nicht weiter um ihre verwässerte Milch, sondern ging lieber zum Schlammbad, um sich mit den anderen im Matsch zu wälzen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.09.2019

Montag, 16. September 2019
Als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen, um Luzernenheupellets zu futtern, bekamen sie Besuch von einem unbekannten jungen wilden Bullen. Die Keeper hatten ihn noch nie gesehen, und hielten sich im Hintergrund, um ihn nicht zu stören. Lima Lima machte es sich wie immer zur Aufgabe, auf sie aufzupassen. Auch Shukuru schien sich nicht so recht an ihn heranzutrauen und blieb bei den Keepern. Jasiri und Faraja hatten allerdings keine Scheu und wollten ihren neuen Freund kennenlernen. Sie starteten ein Kräftemessen mit ihm und spielten eine ganze Weile zu dritt. Als der Bulle sich verabschiedet hatten, konnten die Keeper sich wieder zu ihren Schützlingen gesellen. Faraja und Quanza waren allerdings vollauf damit beschäftigt, die Paviane zu verscheuchen. Lima Lima, Zongoloni und Mwashoti suchten den Wald ab, ob noch mehr wilde Elefanten zu finden wären; aber sie trafen keine weiteren mehr.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.09.2019

Sonntag, 15. September 2019
Nachdem die Waisen am Morgen ihre Milchflaschen geleert hatten, gingen sie hinaus zum Luzernenheufrühstück. Ziwa war allerdings der einzige, der hinaus rannte, denn Murera und die anderen sammelten lieber die Akazienschoten vom Boden auf. Sie futterten so viele davon, dass die Keeper kaum noch welche aufzufegen hatten! Als Mwashoti genug von den Akazienfrüchten hatte, ging er zu Sonje und steckte ihr den Rüssel in den Mund, um zu sehen, was sie gerade futterte. Sie plauderten ein paar Minuten und machten sich dann auf in den Wald, um dort frische Zweige zu fressen.